Während der Fahrt nicht auf dem Smartphone tippen: Apple erhält Patent auf SMS-Sperre am Steuer

Jürgen Kroder

Jährlich sterben Menschen, weil Autofahrer abgelenkt waren – etwa von ihren Handys. Im US-Bundesstaat New York mahnen an den Highways inzwischen riesige Schilder, doch bitte einen Parkplatz anzusteuern, bevor die gerade eingegangene SMS beantwortet wird. Künftig könnte dies auch in technischer Hinsicht notwendig sein. So hat Apple nun ein Patent für ein Verfahren erhalten, mit dem die Smartphone-Nutzung während der Fahrt unterbunden werden kann.

Einfache Idee mit weitreichenden Folgen

Unter dem schlichten Titel „Driver handheld computing device lock-out“ veröffentlichte das „United States Patent and Trademark Office“ am 22. April ein Patent von einem gewissen Elias John Greer der Firma Apple Inc. aus Cupertino. Was sich zuerst irgendwie langweilig anhört, ist eine gute Sache. Denn wenn man aber die Zusammenfassung liest, wird’s interessant:

Lock-out mechanisms for driver handheld computing devices. The lock-out mechanisms disable the ability of a handheld computing device to perform certain functions, such as texting, while one is driving.

apple-patent

Heißt: Apple hat ein Patent eingereicht, um das Schreiben von SMS während der Fahrt zu unterbinden. Dabei sind prinzipiell zwei Arten vorgesehen – mit und ohne Modifikationen am Fahrzeug. Prinzipiell wird dabei mit den Sensoren des Telefons ermittelt, ob und wie schnell man sich bewegt. Auch soll das Smartphone in die Lage versetzt werden, zu erkennen, in welchem Teil des Wagens sich der Nutzer befindet. Verfügt das Auto über einen entsprechenden Bord-Computer, kann es dem iPhone zudem den aktuellen Status mitteilen: Ist der Motor gestartet? Rollt das Fahrzeug? Wenn ja – wie hoch ist die Geschwindigkeit?

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Theoretisch wäre eine solche Sperrfunktion wahrscheinlich schon umsetzbar – etwa durch eine Auswertung von Smartphone-Sensoren und Positionsdaten in Kombination mit dem Apple CarPlay-System, das zum Beispiel bei Mercedes-Benz zum Einsatz kommen wird. Ob die Idee allerdings irgendwann umgesetzt wird, steht noch in den Sternen. Und eines kann die beste Technologie ohnehin nicht ersetzen: den gesunden Menschenverstand. Wer sich partout nicht vom Tippen am Steuer abhalten lassen will, findet auch dann Wege, seinen Willen durchzusetzen.

Bilder: Mercedes / Screenshot

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Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.