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#AmazonCart: Per Hashtag in den Warenkorb

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geschrieben von Tobias Gillen

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Amazon und Twitter wollen das Online-Shopping-Erlebnis sozialer und unkomplizierter gestalten. Per Hashtag können Nutzer bald Waren von Twitter aus in den Warenkorb von Amazon befördern – ganz ohne Amazon aufzurufen.

#AmazonCart

Bisher war es so, dass man ein interessantes Produkt direkt öffnen musste, um es dann zu bestellen. War man unterwegs, konnte man es in einem Read-it-Later-Dienst speichern oder den Tweet favorisieren. Nun muss man sich um all das nicht mehr kümmern.

Sobald man die beiden Accounts verknüpft hat (dafür ist die Rechteeinräumung nötig), kann man per Reply auf einen Tweet, in dem ein Amazon-Link (bislang nur bei amazon.com-Links, länderspezifische Adressen funktionieren noch nicht) zu finden ist, das Produkt automatisch im Warenkorb ablegen. Dadurch wird noch kein Kauf getätigt, man muss später noch einmal über den Warenkorb schauen und es explizit kaufen. In dem Antwort-Tweet muss das Hashtag #AmazonCart verwendet werden. Ist die Aktion erfolgreich, bekommt der Nutzer vom Account @MyAmazon eine Bestätigung respektive eine Benachrichtigung, wenn der Artikel nicht auf Lager ist.

Dadurch teilt der Nutzer allerdings auch öffentlich mit, welche Produkte er kaufen wird – eine interessante Information etwa für Werbetreibende, wenn diese Informationen im großen Stil abgefangen werden können. Amazon hofft beim Social-Shopping wohl auf mehr Umsatz, schließlich teilen sich kennende Nutzer nun miteinander, was sie gerne kaufen. Dadurch könnte eine Art Kettenreaktion entstehen.

Einige Beispiele haben Amazon und Twitter im folgenden Werbeclip gesammelt:

Bild: Screenshot Video


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

6 Kommentare

  • Das Video zeigt die Zielgruppe: Smartphonezombies, die selbst an der Kasse, beim Spazierengehen im Park und mit dem Partner im Bett nichts besseres zu tun haben, als im Internet zu shoppen.
    „Social-Shopping“ als der neue Hype?
    Sorry, aber da kann ich nur lachen.

    Sobald dieser Quatsch in Deutschland auftaucht, schreibt bitte einen Beitrag darüber. Dann kann ich diesen Hashtag blocken :).

  • … und grad wieder im Shop eine Retoure gehabt… „Ach, ha ha, ja lustig, konnte ich auf meinem Smartphone nicht erkennen, schicke ich es Ihnen halt zurück, kostet ja nix.“ Das wird alles noch viel viel mehr werden durch so nen Müll.

  • Also ich habe es mal ausprobiert – funktioniert gut, wenn auch aktuell noch mit der Einschränkung auf amazon.com, der Warenkorb wird auch nicht auf amazon.de übernommen.

    Mir stellt sich nur die Frage nach der Relevanz. Mein Twitterfeed ist aktuell nicht mit Amazon-Links gefüllt, und ich nehme nicht an, dass sich nun alle aktiven Twitter-Nutzer sofort in Amazon-Affiliates verwandeln. Wie will Twitter bzw. Amazon nun die Nutzer dazu animieren, entsprechende Empfehlungen abzugeben?

  • Ich schätz mal, Amazon träumt davon, dass sie Twitter dafür bezahlen, Links zu platzieren. Also sobald man über ein neues Smartphone twittert, meldet das Twitter an Amazon und die schicken den Link, damit man das Ding problemlos kaufen kann. Umsatz für Amazon, Provision für Twitter und der Kunde zahlt :).
    Geht sicher nicht nur mit Smartphones, sondern auch mit einer ganzen Reihe weiterer Schlagwörter, Amazons Angebot ist schließlich riesig.

    Also ich kann drauf verzichten, zu jedem Tweet Angebote zu bekommen, ob ich alles, was ich irgendwo gesehen habe, nicht auch kaufen möchte :).

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