Sonstiges

Apple verschärft Bedingungen bei App-Rückgabe

Apple ist nicht unbedingt für besonders hohe Kulanzleistungen bekannt. Nach einer mittlelgroßen Entrüstungswelle hat der iPhone-Hersteller jedoch schon seit längerem seine Rückgabekonditionen bei Apps vereinfacht. Wer versehentlich eine App gekauft hat oder nach dem Kauf feststellt, dass sie nichts taugt, der kann in wenigen einfachen Schritten die Apple-Mitarbeiter um eine Rückabwicklung des Kaufs bitten. Bisher konnte man sie aber trotz Rückgabe erneut installieren und sogar updaten. Das ist nun nicht mehr der Fall, denn ab sofort schiebt Apple dieser Praxis eine Fehlermeldung vor.

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Bug oder späte Einsicht?

Letztes Jahr reagierte Apple auf eine Welle der Entrüstung, denn im Vergleich zum Google Store konnten Apps bei Apple nicht einfach zurückgegeben werden. Apple reagierte und räumte vor allem im Vergleich zum Google-Store den Käufern ein recht langfristiges Recht zur Rückgabe ein. Bis zu 90 Tage können Apps via Webformular seither sehr unkompliziert zurückgegeben werden. Wenige Tage später erscheint dann eine Gutschrift.
Bisher stand es den Nutzern aber nach der Rückgabe frei, die App erneut zu installieren. Selbst ein Update für die zurückgegebenen und erneut installierten Apps war möglich. Offenbar ist diese Praxis jedoch nicht zum Massensport geworden, einigen Entwicklern war sie trotzdem ein Dorn im Auge. Auch Apple hat ja nichts von dieser Praxis und reagierte nun.

Fehlermeldung statt Kostenlos-Update

Ab sofort erhält man eine Fehlermeldung, wenn man versucht ein Update für eine zurückgegebene App zu installieren. Der vermutlich „unfreiwilligen Kundenfreundlichkeit“ ist damit ein Riegel vorgeschoben.

 

Mit etwas gesundem Menschenverstand hat die bisherige Praxis auch wenig Sinn gemacht, denn warum sollte man ein zurückgegebenes Produkt weiter nutzen können? Folgerichtig hat Apple die Rückgabekonditionen nicht nur für den iPhone App Store, sondern auch im Mac App Store angepasst.
Komisch nur, dass es so lange gedauert hat, bis das Problem aufgefallen ist. Aber wie heißt es doch so schön: besser spät als nie.

Bilder: Apple / Twitter


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Über den Autor

Felix

Internetabhängiger der ersten Generation, begeistert sich für Netzpolitik, Medien, Wirtschaft und für alles, was er sonst so findet. Außerdem ist er ein notorisches Spielkind und hält seine Freunde in der „echten Welt“ für unverzichtbar.

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