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Ab Juli: Facebook sägt „Personen, die darüber sprechen“-Statistik ab

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geschrieben von Tobias Gillen

Facebook Stats

Bye bye, „Sprechen darüber“

Facebook hat mit der Umstellung der Fanseiten auch an den Statistiken für deren Betreiber geschraubt. Nun sind detailliertere Einblicke möglich und etwa Vergleiche mit anderen Seiten. Ich selbst bin kein großer Fan vom Monitoring, da ich auf meiner Seite wenig Wert auf die Zahlen lege. Viele Seitenbetreiber, insbesondere die von größeren Seiten, sind aber auf die Zahlen angewiesen und nutzen zu diesem Zweck teils auch Drittanbieter-Programme und -Tools.

Künftig wird Facebook laut „Futurebiz“ aber auf eine Zahl verzichten: „Personen, die darüber sprechen“. Die Angabe – im Englischen auch „People talk about this“ (PTAT) – soll ab dem 2. Juli verschwinden. Ein guter Schritt für „Futurebiz“-Autor Jan Firsching, der die Verwirrung um diese Kennzahl ebenso kritisch sieht, wie ich. So ganz klar ist nämlich leider den wenigsten Nutzern, was sie aussagt und wie bedeutend sie ist.

Wenig aussagekräftige Kennzahl

Im Oktober 2011 wurde sie von Facebook eingeführt und ist seither für jeden Nutzer sichtbar. Warum genau die Zahl teils dramatisch schwankt und welche Einzelwerte für sie entscheidend sind, weiß aber kaum einer. „SocialPunk“ hat vor Jahren mal aufgeführt, auf welche Werte es ankommt: „Neue “Gefällt mir”-Angaben einer Facebook Seite, Verfassen eines Beitrags an die Pinnwand einer Facebook Seite, “Gefällt mir” eines Posts, Kommentar eines Posts, Teilen eines Posts, Beantworten einer Frage, Beantworten einer Event-Einladung, Erwähnung einer Facebook Seite in einem Post (mittels @-Zeichen / etwa @Social Punk), Markieren einer Facebook Seite auf einem Foto, Einchecken an einem Ort, Schreiben einer Empfehlung, Teilen / “Gefällt mir” eines Check-In-Deals“.

Entsprechend setzt sich die Zahl zusammen und sagt dennoch so wenig aus. Jan Firsching fasst es eigentlich genau passend zusammen: „‚Sprechen darüber‘ wurde häufig als Vergleichswert herangezogen, da die Statistik leicht zu ermitteln war. Keine unterschiedlichen Interaktionen, keine Vergleiche von Fanzuwächsen und ‚Gefällt mir nicht mehr‘-Angaben und keine Auswertungen von Klicks. Eine Statistik und dann ist sie auch noch auf allen Facebook-Seiten öffentlich einsehbar. So einfach die Statistik zu ermitteln war, umso undurchsichtiger war sie.“

Undurchsichtig war sie vielleicht nicht mehr, wenn man wusste, wie sie sich zusammensetzt, aber aussagekräftig ist sie nicht. Entsprechend gehen wir d’accord: Vermissen werde ich sie auch nicht. Und das würde ich auch nicht, wenn ich mich mehr für die Zahlen interessieren würde.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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