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Emojli: „Social Networks are broken“

Emojli
geschrieben von Tobias Gillen

Emojli

Steile These

Hashtags, @-Replys, Erwähnungen, Markierungen, Fotos, Videos, Shares, Retweets – soll ich weitermachen? Wir bewegen uns jeden Tag wie selbstverständlich durch die Welten von Twitter, Facebook und Co., kommunizieren, chatten und stellen uns dar. Doch wie es halt so ist, versuchen auch viele Unternehmen und „schwarze Schafe“, uns dort zu ködern oder spamen uns mit Werbung zu.

Das neue Soziale Netzwerk Emojli ist der Meinung: „Social Networks are broken“, was in Anbetracht der teils irrwitzig hohen Nutzerzahlen und Interaktionsraten bei Facebook und seinen Konkurrenten eine ziemlich steile These ist. Hinter der Idee von Emojli stecken Tom Scott und Matt Gray, britische Entwickler und Möchtegern-Revolutionäre.

Kann das funktionieren?

Revolutionieren möchten sie mit ihrer Idee die Kommunikation in Sozialen Netzwerken. Kommuniziert werden darf nur über Emoji-Symbole, Nutzernamen dürfen nur aus ein oder zwei Emojis bestehen. Aktuell kann man sich seinen Nutzernamen vorbestellen, bis es dann richtig losgeht.

„There is no emoji for spam“, heißt es in einem Videoclip zur Idee. Das Schlimmste, was einem bei Emojli passieren könne, sei, ein Poo-Smiley zu bekommen. Ansonsten müsse man sich halt überlegen, wie man Nachrichten ausdrückt. Erst kürzlich hat die App Yo von sich reden gemacht, in der man nichts anderes als „Yo“ an seine Freunde verschicken kann. Da ist Emojli schon vielfältiger, aber kann das funktionieren?

Ich finde: Nein. Auch Yo war nicht mehr als ein kleiner Trend, etwas, das man halt mal so ausprobiert mit den Jungs vom Fußball. Aber für relevante und ernsthafte Kommunikation wird auch Emojli nicht taugen. Und die Sache mit der These: Soziale Netzwerke sind sicher nicht kaputt. Sie haben alle ihre Schwächen – keine Frage. Aber sie sind Teil einer gesellschaftlichen Entwicklung, die sich sicher nicht zu Emojis bewegen wird.

Und jetzt los, Emojli – straf mich Lügen!

Bild: Screenshot


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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