WhatsApp: Neue Archivfunktion trägt Facebooks Handschrift

Tobias Gillen

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Aus den Augen, aus dem Sinn

Caschy hat in einer der neuen WhatsApp-Betas, die man auf der Website herunterladen und dann vor der eigentlichen Veröffentlichung auf dem Smartphone installieren kann, ein neues Feature entdeckt, das ganz klar die Handschrift von Facebook trägt: Eine Archivfunktion für Nachrichten.

Betroffen davon seien bislang nur die Gruppenchats. Die soll man nun im Menü auch archivieren können. Das bedeutet, dass man einen Chat künftig nicht mehr nur verlassen und / oder löschen kann, sondern ihn auch im Hintergrund speichern können soll. Somit verschwinden die Nachrichten aus dem Sichtfeld des Nutzers und sind nur über die Suche erreichbar.

Handschrift von Facebook

Etwas ähnliches kennen wir bereits von Facebook, wo sich Nachrichten archivieren und in irgendwelche Untiefen der Nachrichtenfunktion verschieben lassen. Wiederfinden – wenn man nicht aktiv danach sucht – ausgeschlossen. Das hat den Vorteil für Facebook, dass Nachrichten zwar offensichtlich gelöscht werden. Facebook aber darf sie weiterhin speichern.

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Nicht umsonst bedeutet das kleine „x“ neben einem Chat bei Facebook eben nicht, dass die Nachrichten gelöscht werden. Nur wer mit der Maus eine Sekunde darauf stehen bleibt, wird das „Archivieren“ überhaupt wahrnehmen. Eine leere Inbox bedeutet also noch lange nicht, dass Facebook auch wirklich keine Nachrichten mehr speichert. Deutlich wird das unter anderem, wenn man seine Daten bei Facebook anfordert und in den etlichen Dokumenten dann uralte Chats findet, von denen man eigentlich nichts mehr wissen wollte.

Bewusster Umgang mit Archivfunktion

Bislang gab es die Möglichkeit, ein Chat-Archiv bei WhatsApp anzulegen, eigentlich nur über die Funktion, die Nachrichten per Backup zu speichern oder per E-Mail zu versenden. Das hatte zur Folge, das man die Nachrichten auch wirklich bei sich hat – und nicht in der App speichern muss. Mit der neuen Funktion ändert sich das nun. Es wird also künftig wichtig sein, wann man die Funktion nutzt und – noch wichtiger – dass man weiß, dass man sie benutzt hat.

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Denn wenn die Nachrichten einmal aus den Augen sind, verschwinden sie auch fix aus dem Sinn.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.