Social Media

Tumblr will Bilder auswerten lassen: Ditto untersucht Tumblr-Inhalte künftig auf Markenbezug

Ditto
geschrieben von Tobias Gillen

Ditto

83 Mrd. Fotos wollen ausgewertet werden

Text lässt sich gut auswerten. Jedes Kind kann bei Twitter, Facebook oder Instagram in die Suche einen Markennamen eingeben und nach Erwähnungen suchen. Über Schnittstellen kann man diese Daten dann auswerten und darstellen. Problematischer wird es bei Bildern, denn diese kann man nicht ganz so einfach alle in einen Topf schmeißen und sich alle ausgeben lassen, die Markenlogos oder Bezug zu Marken beinhalten.

Genau das versucht Yahoo nun aber mit Tumblr. Schließlich lässt sich aus Tumblr noch nicht sonderlich viel Geld schlagen. Das Potenzial der Milliarden Fotos und Postings bleibt bislang weitestgehend ungenutzt. Bei Tumblr gibt es aktuell knapp 200 Millionen Blogs und über 83 Milliarden Postings, viele davon sind Bilder mit Markenlogos und -bezügen. Das klassische Beispiel ist der Starbucks-Becher auf dem Selfie mit den Freundinnen.

Scans zum Monitoring

„Mashable“ berichtet nun von einer Kooperation mit Ditto Labs, einem Spezialisten auf dem Gebiet der Auswertung von Bildern. Diese Woche soll der Vertrag geschlossen werden. Laut eigenen Angaben kann Ditto Labs rund 2.500 Details auf Bildern erkennen. Beispiele auf der Website (siehe oben im Screenshot) zeigen, dass dies auch bei schlechten Verhältnissen funktioniert, etwa wenn Logos auf T-Shirts zu sehen sind.

Bei Tumblr hätte die Firma jedenfalls genug zu tun: Rund 130 Millionen neue Bilder kommen täglich dazu. Die Ergebnisse sollen aber – so zumindest die Planung aktuell – nicht für Werbung genutzt werden. Hier wäre etwa denkbar, dass man aus den Marken auf Interessen (z.B. sportlich, musikalisch, …) oder auf das Einkommen (z.B. durch teure Markenprodukte, …) schließt. Die Daten sollen eher für das Monitoring der bereits Werbetreibenden genutzt werden. Sie sollen dadurch ihre Wahrnehmung bei Tumblr besser verstehen können.

Neben Tumblr investieren auch Google und Mark Zuckerberg  (unabhängig von Facebook) in Bilderscans. Google investierte 500 Mio. US-Dollar in DeepMind, Zuckerberg in Vicarious.

Bild: Screenshot, Ditto Labs


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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