Blaue Haken für „gelesen“: Whatsapp verärgert seine Nutzer

Ekki Kern
von Ekki Kern

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Neben den grauen Häkchen hinter einer Nachricht hat Whatsapp nun auch blaue eingeführt. Diese erscheinen immer dann, wenn eine Nachricht vom Chatpartner gelesen wurde. Freuen dürfte diese Neuerung nicht jeden. Manche befürchten sogar, dass durch das neue Feature ganze Beziehungen in die Brüche gehen könnten.

Einen Blogpost auf der eigenen Website ist Whatsapp die still und heimlich eingeführte Neuerung nicht wert. Mehr noch, man muss davon ausgehen, dass Kalkül hinter der Maßnahme steckt: Seit Kurzem nämlich gibt es neben den kleinen grauen Häkchen, die hinter einer Mitteilung erscheinen und die darauf hinweisen, dass diese auf das Smartphones des Empfängers übermittelt wurde, auch kleine blaue Häkchen.

Diese weisen darauf hin, dass der Empfänger die Nachricht gelesen hat. Die Möglichkeit, in den „Datenschutz“-Einstellungen von Whatsapp den „zuletzt online“-Status zu verbergen, bleibt hiervon unberührt. Trotzdem bringt es dem Nutzer wenig, diesen Status zu verbergen, wenn eine gelesene Nachricht neuerdings als solche markiert wird.

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Eingriff in die Privatsphäre

Als einen „verdammten Eingriff in meine Privatsphäre“ bezeichnen nicht wenige Nutzer dieses neue Feature, das irgendwie den schalen Beigeschmack hinterlässt, dass Facebook nun langsam aber sicher beginnt, sich seines Zukaufs voll und ganz zu bemächtigen.

Andere Nutzer machten sich über die Farbe der neuen Häkchen Gedanken:

Möglicherweise auftretende Komplikationen, die die blauen Haken verursachen können, spricht ein anderer an:

Funktion bald deaktivierbar?

Bislang bedeutete ein grauer Haken, dass die Nachricht auf dem Server von Whatsapp angekommen ist, zwei hingegen, dass der Text auf das Smartphone des Empfängers übertragen wurde.

Ob Whatsapp demnächst plant, dem Nutzer zu erlauben, die neue Funktion zu deaktivieren und so wieder mehr Herr über seine Privatsphäre zu werden, ist bislang unklar.

UPDATE: Ein Beta-Tester von Whatsapp hat nun getwittert, dass die Nutzer künftig wählen können wird, ob der „gelesen“-Status übermittelt wird.

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Ekki ist Medienjournalist und probiert Technologien gerne aus, entdeckt dabei aber nicht selten die Vorzüge des Analogen. Diskutieren über das alles kann man mit ihm ganz hervorragend, für die Zeitung schreibt er über Medien und Verbraucherthemen, privat für seinen Watchblog Radiowatcher.