Hardware

Ein Produkt und vier Preise: Will mich MediaMarkt eigentlich verarschen?

media-markt
geschrieben von Jürgen Kroder

Mit Slogans wie „Ich bin doch nicht blöd“ oder „Lass dich nicht verarschen“ wirbt die bekannte Elektronik-Kette um das Vertrauen seiner Kunden. Doch die Realität erscheint anders: Hier kann der Kunde durchaus der Gelackmeierte sein. Mein kurioser Erfahrungsbericht mit einem Produkt, das vier verschiedene Preise hatte.

Ein Modell, zwei Preise, ein Laden

Der interne Speicher meines Tablets war voll. Kein Problem, ist ja ein Android-Gerät, also musste eine externe Micro-SD-Karte her. Da ich ohnehin gerade mit dem Auto unterwegs war, fuhr ich am heimischen MediaMarkt vorbei (ja, ich gehöre noch zu der Oldschool-Generation, die Läden betritt).

SD-Karten bzw. deren Micro-Varianten zu finden war kein Problem. Nur ein paar Meter vom Eingang entfernt befindet sich bei meinem lokalen Medien-Fachmarkt die Foto-Abteilung. Hier wurden mir von diversen Anbietern verschiedene Modelle offeriert. Alle lagen ungefähr im gleichen Preisrahmen. Anstatt also sofort zuzugreifen, verweilte ich und versuchte Unterschiede zu finden.

Schlussendlich entschied ich mich für eine SanDisk-Karte mit 32 GB Kapazität (Modell: microSDHC UHS-1, inkl. SD-Adapter) für 29 Euro. Gerade, als ich zur Kasse gehen wollte, kam zufälligerweise ein Verkäufer vorbei. Er wies mich darauf hin, dass ich eine gute Wahl getroffen hätte – aber ich solle lieber mal zu den Kollegen der Handy-Abteilung gehen.

„Wie bitte?“

Warum? Weil dort die gleiche Micro-SD-Karte gerade zum reduzierten Preis angeboten werde. Wie, habe ich richtig gehört? Ein MediaMarkt, zwei Preise? Ja, das sei nun mal so, meinte der Verkäufer, jede Abteilung mache ihre eigenen Preise.

Wie bitte?

Leicht ungläubig ging ich ein paar Schritte weiter. Tatsache: In der Handy-Abteilung gab es genau das gleiche SanDisk-Modell für nur 11 Euro. Richtig gelesen: 11 Euro – das sind 18 Euro Preisunterschied. Weit mehr als 50% Differenz in ein und demselben Laden!

Kopfschüttelnd bezahlte ich und ging.

Online gibt’s noch mehr

Die Sache ließ mir natürlich keine Ruhe. Also schaute ich zuhause auf Mediamarkt.de nach, was dort die Speicherkarte kosten würde. Erneut versetzte mich der „Ich bin doch nicht blöd“-Markt in Staunen: Online wird die „SanDisk microSDHC UHS-1“ für 27 Euro angeboten – wenn ich sie nach der Bestellung im Laden abholen würde.

Wähle ich dagegen im Onlineshop die Option „Versenden“ aus, dann kommen noch Kosten von 1,99 Euro hinzu. Damit müsste für die Micro-SD-Karte exakt 28,99 Euro bezahlen. Das ist ein Cent niedriger als der Preis in der Foto-Abteilung.

Wer ist hier blöd?

11 Euro, 27 Euro sowie 28,99 Euro und 29 Euro – ein Produkt, vier Preise. An ein und demselben Tag innerhalb einer Stunde. Das klingt nach einem Schildbürger-Streich.

In der MediaMarkt-Werbung hieß es mal „Lass dich nicht verarschen“. Stimmt. Das lasse ich mich nicht, auch wenn ihr es versucht, liebe Verkaufsstrategen. Ab nun schreie ich vor jedem Kauf „Ich bin doch nicht blöd!“ und vergleiche alle Preise ganz genau.

Oder ich schau‘ einfach gleich bei Amazon vorbei.

Hattet ihr auch schon solche Vorfälle im Elektronikmarkt eures Vertrauens oder in anderen Läden? Ich bin auf eure Erlebnisse gespannt!

****

Nachtrag

12:00 Uhr: Der deutsche Ableger von der „Huffington Post“ hat diesen Beitrag aufgegriffen und bei der Pressestelle von Media Markt nachgehakt. Das Statement der Elektronik-Kette lautet so:

Technisch sind beide Varianten zwar identisch, seitens des Herstellers werden sie aber als zwei unterschiedliche Produkte geliefert. Das bedeutet, dass diese Artikel über unterschiedliche EAN-Codes verfügen und somit in unserem Warenwirtschaftssystem als jeweils eigenes Produkt gelistet sind. Zum Zeitpunkt des Kaufs wurde die Smartphone-Variante als besonderes Angebot zum Preis von 11 Euro beworben, wodurch der Unterschied zum Preis der Foto-Variante zu erklären ist.

12:45 Uhr: Auch stern.de hat den Beitrag aufgegriffen und nachgehakt:

Eine Unternehmenssprecherin erklärte auf stern-Anfrage, unterschiedliche Preise zwischen Onlineshop und Laden seien normal. Es sei aber nicht üblich, dass es innerhalb eines Ladens unterschiedliche Preise für das gleiche Produkt gebe. Wie der geschilderte Fall zustande kam, werde gerade geklärt.

17:00 Uhr: Auch „Die Welt“ hat den Fall im Netz aufgegriffen und – kürzer – auch abgedruckt.

20:00 Uhr: Auch „Focus Online“ hat den Beitrag aufgegriffen.

Fr., 13:00 Uhr: Wir haben die vielen Reaktionen aufgegriffen und nochmal zusammengefasst.

Bilder: MediaMarkt

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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

51 Kommentare

  • Das man bei SD oder micro-SD Karten in die Handyabteilung gehen sollte hatte man mir auch schon mal beim MediaMarkt zu geflüstert und auch mit derselben Begründung =)

  • Auch wenn es ja „nur“ 3 verschiedene Preise sind (Kosten für den Versand sind halt Kosten für den Versand und nicht für das Produkt) ist es doch n Unding. Unterschiede zwischen dem Laden- und dem Onlinepreis sind ja schon blöd, aber innerhalb des selben Geschäfts? Das ist schon dreist.

  • Ich kenne diese Problematik sehr gut. Ich kaufe auch gerne bei Mediamarkt oder Saturn, aber schaue vorher immer online bei beiden Anbietern, denn auch hier gibt es teilweise große Abweichungen. Mit dem günstigsten Preis gehe ich dann in den Laden und zeige diesen Preis und habe ihn bisher immer ohne Probleme bekommen. Also ruhig vorher online schauen!

  • Das ist bei Media Markt völlig normal.
    Die letzten Einkäufe, die ich bei Mediamarkt tätigte verliefen so:
    1. Spontane Idee
    2. Online den Artikel gesucht und herausgefunden das MM preislich OK wäre.
    3. fix zum MM in der Nähe um dort festzustellen, dass das Produkt dort viel teuer ist.
    4. einen Mitarbeiter angesprochen, damit ich dann den günstigeren Preis von ihrer eigenen Homepage bekomme.
    Bei den Artikeln waren u.a. dabei:
    * Xbox 360 Spiel im Onlineshop für 19€ bei Abholung, 20.99€ bei Versand und 39€ Vorort
    * Mini-CD-Radio 49€/50.99€ Onlinepreis und 79€ Ladenpreis

    Aus diesem Grund lohnt sich bei jedem Artikel im MM nochmal der Vergleich mit dem Onlineshop. Bei Nachfrage erhält man diesen ohne Diskussionen. Dauert ggf. nur länger bis man den passende Mitarbeiter gefunden hat.

  • Ich kenne diese Problematik nur zu gut. Und das betrifft bei weitem nicht nur Mediamarkt. Ich selbst arbeite im baumarkt. Da gibt es durchaus auch einige Produkte die mehreren Abteilungen zugeordnet werden können (wie die Speicherkarte zu Foto sowie Handy als auch PC passt)
    Und dann passiert gerne einmal folgendes: Der ADM eines Produzent kommt vorbei, mit der Vorgabe seines Unternehmens, das man in einem Sektor die Absatzzahlen verbessern könnte. (um bei deinem Beispiel zu bleiben, könnte SanDisk seinen Marktanteil bei den Handys verbessern wollen). Und wie realisieren die Unternehmen dies? Der Händler bekommt einfach eine Verkaufseinheit mit passendem Aussteller (und natürlich identischem Produkt wie an anderer stelle) in einer etwas anderen Packung mit eigenem EAN (um einen differenzierten Preis zu ermöglichen) zum vorteilspreis. Diesen Vorteil gibt der Händler an den Kunden weiter. Und schon hab ich das gleiche Produkt mit 2 Preisen im Haus.
    Oder auch gerne gesehen, die üblichen „20 % mehr Inhalt zum gleichen preis“ oder „2 für 1“ (was dann 50% entspricht). Ist das nun verwerflich? Kann der Markt was dafür?
    Und um weiter zu gehen:der Online Shop ist oft, von der Betrachtung her, eine separate Abteilung. Dort greifen dann ggf. Andere „Aktivierungsmaßnahmen“. Oder der Online Shop macht einen „Sondereinkauf“ von 10.000 Artikeln des gleichen Typs und bekommt daraufhin einen besseren Preis vom Hersteller.
    Oder noch einfacher und genauso üblich :der Händler selbst sagt „heute im Online Shop 10% auf einen Artikel deiner wahl“. Und schon hab ich wieder einen anderen Preis.
    Ich finde das alles nicht verwerflich. Das ist alles absolut legitim, wenn auch manchmal etwas verwirrend für den Kunden. Aber, es geht ja auch stets darum, einen Kunden möglichst lange im Laden zu halten. Wer länger da ist, sieht mehr Produkte, und kauft hoffentlich auch mehr. Und wenn man das erreicht, indem ein aufmerksamer Kunde sich nach Schnäppchen um schaut, auch gut. Klar sind wir in Zeiten von online-preisvergleichen verwöhnt, nicht mehr selbst suchen zu müssen. Aber kein Händler ist in der Pflicht, jedem Kunden immer den besten Preis zu bieten. Warum auch? Je höher der Preis, um so besser die spanne für den Händler (in der Regel zumindest)
    Und nun lass es mich noch kurz auf die Spitze treiben: Mediamarkt ist der gleiche laden wie Saturn. Ja beides sind elektro-händler. Aber das meine ich nicht. Die gehören tatsächlich zusammen. Nach deiner Betrachtung müsstest du nun sogar deren Preise mit berücksichtigen. Also Saturn Preise mit denen von Mediamarkt vergleichen. Wer das nicht tut ist selbst schuld. Denn habe ich einen besseren Preis bei Saturn, hält diesen der Mediamarkt auf jeden Fall (auch anders rum) und beide halten auch (in der regel) den Amazon Preis (von Artikeln die von Amazon selbst kommen – nicht den von sub-händlern bei amazon).
    Also wer vergleicht, spart auf jeden Fall.

    Im übrigen : Das Saturn und Mediamarkt zusammen gehören, hat noch andere nette Aspekte. So kann man einen Saturn Gutschein bei Mediamarkt einlösen, wie auch anders rum.

  • „Wer ist hier blöd?“

    Die, die der Werbung glauben. Nicht nur bei MM, sondern immer.

    Einfach mal nach den Tricks der Ketten suchen. Z.B. die „tolle“ 0% Finanzierung, die schon mal 15% Zinsen plus Gebühren kosten kann.

    Das man verschiedene Preise im selben Shop bekommt, kann einem übrigens auch online passieren. Einfach mal nach „Dynamic Pricing“ suchen. Wenn man darüber Bescheid weiß, ändert man seine naive Meinung „Mir egal, wenn jeder weiß was ich im Netz mache“. 😉

    Schon komisch, die Menschen sind immer auf dem neusten Stand, was Promis, Apps oder kommende Gadgets betrifft und freuen sich wie Bolle, wenn sie mit einem Gutscheinheft essen gehen. Aber die Tricks von Marketing und Händlern kennt kaum jemand. Dabei wird einem durch sie praktisch täglich das Geld aus der Tasche gezogen.

  • @Bob Dass es dynamische Preise gibt, das ist keine neue Erkenntnis. Angefangen davon, dass bei Amazon fast im Stundentakt die Preise schwanken, bis hin, dass man über iOS-Geräte teilweise mehr bezahlen muss.

    Dass aber dieser Preiswahnsinn auch im stationären Handel – besonders in einem Laden – betrieben wird, ist schon kurios! Besonders, wenn die Differenzen nicht wenige Cent, sondern um über 50% schwanken!

  • Die Geschichte mit den verschieden Preisen in einem Markt ist nicht ganz korrekt! Erstens kann ein Produkt in einem Media Markt oder Saturn garnicht verschiedene Preise haben: selbst wenn 10 verschiedene Preise auf Schildern, Etiketten oder oder oder stehen… Im Kassensystem KANN es nur einen Preis geben! Nur der Online Shop oder ein anderer Markt kann sich preislich unterscheiden!
    Im speziellen Fall mit der SD Karte liegt allerdings mangels Kommunikations ein Irrtum vor: Es waren NICHT die selben SD Karten! Es kommt gelegentlich vor dass verschiedene SD Karten kommen die auf den ersten Blick identisch sind und eine von denen dann reduziert wird weil diese besonders günstig im Einkauf war. Es sind aber DEFINITIV verschiedene Produkte! Beim nächsten Mal also bitte nicht gleich den Teufel an die Wand malen sonder die EAN vergleichen! An der kann man genau erkennen ob es das selbe Produkt ist…

  • @Ghavam Aber ist es nicht so, dass identische Produkte unter verschiedenen Bezeichnungen verkauft werden? Da wird hinten eine Ziffer oder ein Buchstabe verändert, schon hat man ein „neues“ Produkt generiert.

  • „Oder ich schau’ einfach gleich bei Amazon vorbei.“

    So ist es bei mir mittlerweile. Immer. Ausnahmslos.
    Ich habe keinen Bock mehr auf die Blingbling-Elektromarkt-Atmosphäre, egal ob MM, Saturn, EP, Expert, wasweissich. Auf genervte, frustrierte Mitarbeiter, die sowieso weniger Bescheid wissen als ich und auf die „Da müssten Sie bitte einmal einen Kollegen fragen, ich bin eigentlich für eine andere Abteilung zuständig“-Sprüche.
    Auf beschissene Garantieangebote, die ich noch nie gebraucht habe. Auf Vollassis, die stundenlang 2-Watt-Bluetoothlautsprecher auf Anschlag testen mit ihrer eigenen Rotzmusik.
    Und auf Preise jenseits von gut und böse.

    Ja, das ist arrogant. Ja, durch mein Verhalten mache ich den stationären Einzelhandel kaputt. Ja, gute Beratung und guter Service Kosten eben extra (HAHAHA, s. oben)Ja, ich werde zum gläsernen Kunden für Amazon, sie wissen alles über mich. Ja, Umweltverschmutzung durch ständige Lieferungen blablabla

    MITTLERWEILE IST MIR DAS ALLES SCHEISSEGAL.
    Ich bin von Tag eins an Prime-Kunde und habe mich daran gewöhnt, alles am nächsten Tag geliefert zu bekommen in die Packstation. Allermeistens zum besten Preis, immer versandkostenfrei. Ohne Warten, ohne Stress, ohne Parkplatzsuche. Gerne auch mal via iPhone auf dem Scheisshaus sitzend geordert in 10 Sekunden.
    So will ich das und nicht anders.
    /rant

  • Ich hab mal online auf mediamarkt.de nach Windows 8 (ja, ja, selbst schuld) gesucht und bin mit 79,99 € fündig geworden. Da ich die CD noch am selben Tag brauchte, bin ich schnell zum Mediamarkt gefahren. Im Regal lag die gleiche Version dann bei 109,00 €. Erst auf gezielte Nachfrage nach dem Onlineangebot kramte der Verkäufer unter seinem Informationspult herum und gab mir eine Version für 79,99 € mit dem Vermerk auf dem Kassenbon, dass es Aktionsware mit besonderer Auszeichnung sei.

  • @Jürgen: Natürlich ist „Dynamic Pricing“ nicht neu, aber frage doch mal in Deinem Umfeld den normalen Internetnutzer danach. Fast niemand kennt es.

    Für MM & Co bekommen Produkte manchmal sogar einen eigenen Buchstaben hinter die Produktbezeichnung, damit man beim Preisvergleich nicht exakt das selbe Modell findet, wodurch Preisgarantien ins Leere laufen.
    Das mit den Bezeichnungen ist nur ein Trick von vielen, viele Produkte von angeblich verschiedenen Herstellern sind sowieso nur gelabelte Ware vom selben Band.

  • Media Markt ist sehr erfinderisch, das muss man ihnen lassen. Bei der breiten uninformierten Masse dürfte das sehr großen Erfolg haben. Was denkt Ihr warum es diesen Laden immer noch gibt?
    Genau wegen diesem Blingbling. Das ist für viele ein wöchentliches Highlight dahinzugehen. So habe ich zumindestens das Gefühl. Als technikaffiner Käufer bekommt man im Mädchenmarkt nur graue Haare. Warten wir ab, bis es Amazon geschafft hat auch in Deutschland Produkte via Fahrradkurrier in den nächsten drei Stunden zu liefern. Siehe:
    http://www.bitpage.de/2014/internet/per-fahrradkurrier-amazon-prime-now-wird-in-new-york-getestet
    Dann kann sich Media Markt warm anziehen. Wieso also Samstags noch in einen überfüllten und überteuerten Laden gehen, wenn die SD-Karte günstiger per Kurier ohne Aufpreis nach Hause kommt?

  • Mann-o-Mann, nicht nur Google hat den Begriff Suchmaschine ersetzt, Amazon scheinbar auch Onlineshop. 😉
    Amazon hat genauso seine Tricks, die sind auch nicht blütenrein. Amazon gehört zudem nicht selten zu den teuren. Hinzu muss man die 50€ „Versandkosten-Flat“ Prime hinzurechnen, sonst wird das mit der flotten und versandkostenfreien Lieferung nichts.

  • Ist alles völlig anders als hier beschrieben. Niemand will dich verarschen. Du bist halt nur ein Laie und weil du nicht durchsiehst, sind alle anderen blöd.

    Folgendes:
    Es gibt diese Karte in verschiedenen versionen. Äußerlich sehen sie fast identisch aus. Sie unterscheiden sich jedoch in der Geschwindigkeit.
    In diesem Fall wird es die 30mb/s Karte für 27 Euro und die 48mb/s Karte aus der Werbung bei media für 11 gewesen sein.
    Der Verkäufer wollte dich also nicht verarschen sondern hat dir geholfen.
    Zum online Preis. Zum einen war diese Karte bei Media Markt berlin regional im Flyer. Also nicht in ganz Deutschland. Demnach konnten sie die online nicht anpassen auf 11 Euro. Zum andern kann es passieren dass sich online die Preise sogar mehrmals täglich ändern, da kommen die Leute bei Media gar nicht nach so oft alles im Laden zu ändern. Dafür gibt es ja die preisgarantie die man in Anspruch nehmen kann.

    So und jetzt viel Spaß beim weiter jammern. Ihr findet bestimmt noch was was zu hoch für euch ist.

  • @Jürgen Kroder: Elektronik Großgeräte oder z.B Notebooks haben manchmal eine eigene, speziell für Saturn/Media erschaffene Bezeichnung um wie schon erwähnt im Internet nicht angeboten zu werden. Wobei bei Notebooks sich tatsächlich immer eine Komponente von denen im Internet unterscheidet (z.B RAM). Bei Zubehör allerdings hat das andere Gründe warum dieser falsche Eindruck entsteht: Saturn kauft von Lieferant X eine riesen Menge des Produktes Y v.1.0 zum Preis Z. Nach einiger Zeit bietet der Hersteller über den Lieferanten eine Neuauflage seines Produktes (Quasi Produkt Y v.1.1) zu einem günstigeren Preis an. Dadurch wird die erste Lieferung ja leider nicht günstiger da diese schon bezahlt und gebucht wurde! Dies zeigt sich auch, entsprechende Rechte vorausgesetzt, in der Saturn-EDV: Die neueren Modelle haben teilweise einen günstigeren Einkaufspreis als die älteren Modelle. Zumindest ist dies bei Saturn so… ja ich arbeite bei Saturn 😉

  • Heißt das, man muss einen Studiengang „MediaMarktologie“ absolvieren, um nicht mehr als Laie dazustehen und die Preispolitik zu verstehen? Und nur, wenn man Online, Flyer und Marktpreise mühselig miteinander vergleicht, kommt man zum besten Preis? Lange lebe die Kundenfreundlichkeit! ^^

  • Hatte ich auch neulich im Media Markt mit ’nem WMF-Mixer. Ich schaute kurz online nach – im Media-Markt-Online-Shop wohlgemerkt – und sah, dass das gute Stück dort 29 Euro kostete. Fragte also, was der Mixer nun im Laden kostete und bekam zur Antwort: 59 Euro. Puh! Als ich darauf hinwies, dass das gleiche Gerät online aber für 29 Euro zu haben sei, wollte man mir das erst gar nicht glauben. Die Mitarbeiterin schaute nach, und eine Kollegin, die ihr über die Schulter schaute, meinte nur: „Das ist ja krass.“ Klarer Fall von: Hier weiß eine Hand nicht, was die andere tut. Kein Wunder, wenn der Kunde am Ende nicht durchblickt und der Blöde ist. Ich bekam das Gerät dann natürlich für den geringeren Preis.

  • „Heißt das, man muss einen Studiengang “MediaMarktologie” absolvieren, um nicht mehr als Laie dazustehen und die Preispolitik zu verstehen?“

    Nicht ganz, man muss sich nur mit der Materie etwas beschäftigen, dann fällt man nicht mehr so leicht auf die Tricks rein. Nicht nur bei MM. Was schon jeder 0815-Supermarkt an Psychotricks auffährt, ist der pure Wahnsinn (und zudem interessant).

  • Das kann man noch toppen: Als ein Bekannter einen Wasserkocher umtauschen wollte, das Teil kostete dort weniger als in der Filiale in der dieser erworben wurde.
    Da auch jede Filiale eine eigene Preispolitik hat und jeder Geschäftsführer die Preise selber bestimmt.
    Mehrheitsanteile liegen beim Unternehmen, der Rest beim GF der Filiale.

    Da fühlt man sich schon leicht verarscht, aber klar Preisvergleich lohnt sich, aber man hat ja (unglaublicherweise) auch noch was anderes zu tun …

  • Wie unterscheidet der Scanner an der Kasse eigentlich zwei identische SD-Karten? Wenn die aber unterschiedliche Barcodes haben, ist der Hersteller im Spiel und dann stellt sich wieder die Frage, wie identisch diese Karten wirklich sind.

  • @gekkox: endlich mal jemand, der nachdenkt! Wenn die Artikel identisch wären,hätten sie den selben Barcode! Haben sie den nicht,unterscheiden sie sich. Punkt! Ob es nun in Größe,Geschwindigkeit oder sonstiges ist,sei mal dahingestellt. Also lieber Verfasser des Artikels: bitte nochmal genauer hinschauen.

  • Ich war bereit, mehr zu bezahlen als bei Amazon… aber nach der Aussage an der Kasse „Ne, Kreditkarten nehmen wir nicht“, war ich da seit 2 Jahren nicht mehr.

  • @Tevez: Leider ist dem nicht so – es werden tatsächlich komplett identische Artikel mit unterschiedlichem Barcode versehen, um beispielsweise die Abverkäufe in unterschiedlichen Platzierungen (also auch Abteilungen) zu messen. So kann für Artikel eine optimale Platzierung am PoS gefunden werden, bei der die Absatzzahlen trotz höherem VK nicht sinken – der Laden verbessert seine Gesamtmarge.

  • @gekkox @Tevez War auch mein erster Gedanke. Unmöglich das es wirklich das Selbe Produkt (selbe Produktionscharge) war. Egal was an Produkt für ein Preis hängt, spätestens die Kasse kennt nur einen. Vieleicht war in der Foto Abteilung ja ein zu hoher Preis ausgezeichnet, Handyabteilung und Kasse waren mit 11€ richtig und der Verkäufer war einfach nur noch nicht gant Wach…

    Einfach mal beide Produkte im Laden in die Hand nehmen, Barcodes abgleichen und zur Not beide mal scannen.

  • Zunächst einmal sollte man zwischen Regionalen Angeboten der Märkte und dem bundesweiten Flyer unterscheiden. Letzterer ist für alle Märkte verbindlich. Die regionalen Werbungen der Märkte dagegen nur für die Filialen die im Flyer genannt sind. Aber auch hier sind die Märkte auf Nachfrage oft extrem kulant und gehen die Preise mit.
    Die Onlinepreise werden jeden Tag an die Filialen übermittelt und dann dort angepasst was eine unfassbare Mammutaufgabe ist. Logisch dass da mal ein Preis durchrutscht. Auf Anfrage wird man in den Märkten immer den Onlinepreis bekommen. Das ist doch ok. Es ist eben noch ein junges Projekt Online- und Offlinehandel in dieser Dimension zu verknüpfen und da sollte man ein wenig Verständnis üben zumal sich hier noch einiges bewegen wird um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Denkt immer daran, in dieser Größenordnung hat das noch keiner (!!!) vorher gemacht. Ein Artikel und unterschiedliche Preise? Ja das kommt vor. Manche Artikel werden auf verschiedene Abteilungen gelistet. Du kannst also z.B. eine Speicherkarte in der GSM Variante und in der PC Variante bestellen. Die unterscheiden sich dann nur in der EAN Nummer damit der Umsatz der jeweiligen Abteilung zugerechnet werden kann. Wenn nun die GSM Variante beworben wird weils gut zum Thema eines Flyers passt ist die PC Variante nicht automatisch auch günstiger. Das passiert aber auch in anderen Läden. Beim DM Drogeriemarkt ein Shampoo in den Korb gepackt. 20 Meter weiter auf einem Sonderaufbau das gleiche Teil, gleiche Größe aber 2 zum Preis von einem. So ist das eben.
    Und Amazon ist bestimmt nicht der Good Guy als der er immer dargestellt wird. Erstens ist das Media Onlineshop in letzter Zeit immer wieder mal deutlich günstiger als Amazon und zweitens arbeiten beim Media Markt vernünftig bezahlte Leute und nicht Menschen unter unwürdigsten Umständen die dann nach 2 Monaten wieder rausfliegen wenn sie ausgebrannt sind. Ausserdem bezahlt jeder MM seine Steuern vor Ort und nicht im Luxemburg. Hier sollte man fair bleiben.
    Vergleich ist immer gut, keine Frage. Aber vielleicht macht es hin und wieder auch Sinn einen Euro mehr auszugeben um die Städte und Standorte zu erhalten. Wem das egal ist….ok.
    Eins noch zu dem dummen Vorurteil das bei MM nur dumme Kistenschubser arbeiten. Das ist nicht so. Die Leute kennen sich zum größten Teil wirklich gut aus und können helfen. Mehr braucht man auch nicht. Wenn man selber mehr weiß mag das durchaus sein weil es ein Thema ist das einen interessiert und man sich sehr viel beschäftigt hat. Deswegen ist aber nicht jeder der vielleicht etwas weniger Wissen hat automatisch blöd.
    Stellt euch mal vor es gäbe mittelfristig nur noch die Onliner…….also ich will das nicht. Denn spätestens dann werden auch die ihre Preise und Services ändern. Mit einer 0 Ertrag seit Jahren wird Amazon nicht ewig weitermachen wollen. Wenn Sie genug Fachhändler zerstört haben wollen auch die dann die Ernte einfahren…..und zwar richtig.

    Leben und leben lassen.

  • Zur Info:

    Der deutsche Ableger von “The Huffington Post” hat diesen Beitrag aufgegriffen (http://www.huffingtonpost.de/2015/01/14/media-markt-elektronik-kunden_n_6468344.html?utm_hp_ref=germany) und bei der Pressestelle von Media Markt nachgehakt. Das Statement der Elektronik-Kette lautet so:

    „Technisch sind beide Varianten zwar identisch, seitens des Herstellers werden sie aber als zwei unterschiedliche Produkte geliefert. Das bedeutet, dass diese Artikel über unterschiedliche EAN-Codes verfügen und somit in unserem Warenwirtschaftssystem als jeweils eigenes Produkt gelistet sind. Zum Zeitpunkt des Kaufs wurde die Smartphone-Variante als besonderes Angebot zum Preis von 11 Euro beworben, wodurch der Unterschied zum Preis der Foto-Variante zu erklären ist.”

    Vielen Dank an Marcel Bohnensteffen von HuffPo!

  • Typisch Media Markt!
    Ich kaufe schon lange nicht mehr, bei Media Markt oder Saturn. Anfangs dachte ich, es ist bei den Ketten günstiger als beim kleinen Fachhändler, aber das stimmt garnicht.

  • Sowas hab ich auch mal erlebt,allerdings bei Saturn hier in Bochum.Wollte mir auch eine 32 GB Speicherkarte kaufen,hab sie dann auch schnell am Ständer in der Handyabteilung gefunden und auf dem Weg zur Kasse,finde ich genau die gleiche Karte für 10 Euro weniger in einem Wühltisch.
    Die Preise zwischen Onlineshop und Filiale sind auch oft unterschiedlich.Hab in den letzten 6 Monaten 2 Produkte dort gekauft und zwar einen XBox360 Controller für den PC und In-Ear-Köpfhörer von Sennheiser.Beide Produkte waren im Laden mindestens 5 Euro teurer als im Onlineshop.Als ich dem Verkäufer ebend dies zeigte,auf dem Smartphone, meinte er, das ist halt so weil das System das nicht immer so schnell umstellen würde.Natürlich habe ich den Onlinepreis bekommen.

  • Mit dieser Art von dynamischer Preisgestaltung – Ladenpreis wird auf Nachfrage auf den Onlinepreis reduziert – verliert der stationäre Einzelhandel bei mir seine Integrität.

    Wenn ich was sage, zahle ich unter Umständen fast nur die Hälfte (Mixerbeispiel oben für 29 vs 59 Euro), wenn nicht, fast das Doppelte? Warum soll ich denn dann noch in den Laden gehen, wenn ich das Gefühl habe, abkassiert zu werden?

    Das hatte mir vor Jahren schonmal einen lokalen Hifi-Händler verleidet. Als ich meine Preisvorstellungen für einen Fernseher nannte, war der Preis im Computer plötzlich 50 Euro niedriger als auf dem Preisschild. Wenn ich nichts gesagt hätte, hätten die das Geld eingestrichen, oder was? Und da soll ich dann auch noch der Händlerberatung vertrauen?

  • Also das ist IMHO ne wichtige Diskussion hier!

    @Marcel:
    Interessant, dass das auch im Baumarkt so ist, ich dachte, es wäre SO v.a.ne MM-Krankheit…
    Die Augen werden immer größer – und besser 🙂

    „Und nun lass es mich noch kurz auf die Spitze treiben: Mediamarkt ist der gleiche laden wie Saturn. Ja beides sind elektro-händler. Aber das meine ich nicht. Die gehören tatsächlich zusammen.
    Nach deiner Betrachtung müsstest du nun sogar deren Preise mit berücksichtigen. Also Saturn-Preise mit denen von Mediamarkt vergleichen. Wer das nicht tut ist selbst schuld.“

    Selber schuld“, wie eher oft hier gesagt, finde ich viel zu einfach.
    Es geht von Prä-EDV-Zeiten aus, als die Datenlage wie auch die Konsum-Möglichkeiten noch vergleichsweise beschränkt waren, und wird den aktuellen Möglichkeiten und Gegebenheiten ebenso wenig gerecht wie z.B. Sonys Verständnis von Copyright.

    Ich nenne das „Excels Fluch“ (obwohl es sicher mehr mit Datenbanken zu tun hat): ohne Computer wäre das nicht passiert!

    Inzwischen wird die eigentlich wünschenswerte Warenviefalt m.E. offensichtlich gezielt eingesetzt, um die Käufer zu irritieren, klare, ehrliche Deals werden selten – mit dem Effekt solcher Diskussionen wie dieser, und damit, dass man sich Kunden dauerhaft vergrätzt.
    Was dann vermutlich wieder der Ausgleich -„Selbstregulierung“? – ist…

    Jedenfalls soll es noch Leute geben, die, obwohl sie nicht reich sind, doch was anders zu tun haben oder zeitmäßig gar nicht imstande sind, den ganzen Tag Produktkataloge zu wälzen, Online-Preisrecherchen zu machen, oder auch nur das offenbar sehr notwendige massive Mißtrauen in die Marktgegebenheiten mitzubringen.
    Oder die einfach lieber nur in Ruhe ne hübsche Wand anstarren würden.

    Man muss an irgendeinem Punkt auch mal die ganzen Vergleichsbemühungen in Arbeitsstunden osä. umrechnen und sich fragen, wie es sich lohnt, wenn man das Ergebnis dieser Rechnung auf den Warenpreis aufschlägt.

    Also, im selben Laden find ich schon heftig – aber mir ist sowas, vor einigen Jahren, in Hamburg passiert.
    Ich brauchte irgendein Kabel, dringend, und hab es bei Saturn in der Innenstadt gekauft. Da ich über Altona, wo im Bhf ein MM drin ist, rausfahren musste und Zeit über hatte, guckte ich aus Langerweile nach dem gleichen Kabel dort, und -ei sieh da!- es kostete ca. 4€ weniger!
    Ich, leicht angeratzt, zu einem Verkäufer- der sagte, das sei gar kein Problem! Ich müsste auch nicht in die Innenstadt zurück (das wär ja wohl auch…), überhaupt könnte ich auch Teile vom einen Laden immer auch im anderen umtauschen und so. Ich bekam mein Geld zurück, konnte das Teil problemlos zurückgeben, und dann das identische billigere mitnehmen.

    Etwas Papierkram wars allemal (auch schon wieder Quatsch!), aber in vertretbarem Rahmen – und die Wartezeit auf den Zug war den Tag ein bisschen ergiebig & recht lehrreich & viel besser & gesünder verbracht als aufm zugigen Gleis mit noch nem Latte 😉
    Immerhin kann man bei mm & Co (mit genauen Angaben) schon verhandeln.
    Ich mag meinen Basar aber lieber flohmarktiger.

    Normal würde ich für Kabel eh zuerst auf Amazon gucken – da gibt es Anbieter, die leben vermutlich von den eher hohen Versandkosten. Bei regelmäßig 1-2€ pro Kabel ist mir nicht klar, wie sie sich überhaupt finanzieren.
    Also Teile, die im mm gar nicht und bei z.B. Conrad nur schwer & teuer zu kriegen sind. Und die auf Ebay locker mal n Zehner + VK kosten, wohlgemerkt, so dass man insgesamt mit den VK bei Amazon immer noch ca. 40% spart!

    Bei der Bucht lohnt es sowieso fast immer, nochmal zu gucken, ob der Anbieter nicht n eigenen Shop anderswo hat, wo man z.B. VK-frei kaufen oder sonst einige € sparen kann.
    Aber bei Kabeln ist Amazon bisher eher nicht zu toppen. Nur Selberlöten kostet länger, von den Brandblasen zu schweigen 😉

    Unter den Versandkosten und Online-Preisen der großen Märkte leiden v.a. diejenigen, die keine oder kaum Alternativen haben, upm Dörp und so, und die Ebay & Co. nicht recht trauen, warum auch immer. Aber manchmal gewinnen sie eben auch.

    @Ghavam Abtahi:
    In welcher Weise waren sie denn verschieden? Was hätte diese SanDisk einer Klasse und Speichergröße von jener wirklich unterschieden?? Und wie kann ein User-Kunde das ernsthaft feststellen?

    „Erstens kann ein Produkt in einem Media Markt oder Saturn gar nicht verschiedene Preise haben: selbst wenn 10 verschiedene Preise auf Schildern, Etiketten oder oder oder stehen… Im Kassensystem KANN es nur einen Preis geben! Nur der Online Shop oder ein anderer Markt kann sich preislich unterscheiden!“

    Doch, es kann! Siehe mehrfach zitiertes mm-Statement lt. Huffington Post und oben: verschieden ist nicht unbedingt das Produkt, sondern einzig der (vom Hersteller) veranlasste EAN-Strichcode/ Barcode.
    Weswegen dieser leider EBEN NICHT dafür taugt, festzustellen, ob man nun wirklich ein anderes Produkt in den Händen hält.

    Für die EAN sind grundsätzlich NICHT verschiedene technische Spezifikationen notwendig, sondern nur minimal unterschiedliche Benennungen – oder allenfalls die verschiedenartige Deklaration von Detailangaben, hier z.B. „für Handy“ oder „für Foto“.
    EAN haben mehr mit Warengruppen und Konten zu tun, also mit buchhalterischen Vorgaben, als mit dem eigentlichen codierten Produkt.

    „Neuauflage“ heißt auch nicht notwendigerweise, dass irgendwas verändert wurde – außer evtl. Bezeichnung oder Verpackung.
    Ne andere Produktcharge bedeutet auch erst mal GAR NICHTS, außer dass meinswegen am nächsten Tag in der Produktion mit nem anderen Schichtleiter weitergemacht wurde.
    (Falls die dann fehlerhaft ist, sind wir themamäßig auf einer anderen Baustelle.)

    @Marcel:
    „Beim DM Drogeriemarkt ein Shampoo in den Korb gepackt. 20 Meter weiter auf einem Sonderaufbau das gleiche Teil, gleiche Größe aber 2 zum Preis von einem. So ist das eben.“

    Hab ich auch schon erlebt/ mitgekriegt, hat mich aber komischerweise nicht so gestört… Hm. Vielleicht, weil ich schlau zu sein glaubte…

    Bei Wühltischen nervt es mich auch nicht. Da hat man oft genug ne ältere Verpackung mit identischem Inhalt. Aber es mag eben nicht jedeR wühlen, oder mensch ist in Eile.
    Auch ist ne Doppelpackung eben noch was anderes als ne Einzelpackung, und zwar SICHTBAR und VERSTEHBAR.
    Manchmal hat man auch Sonderangebote mit 50% mehr Inhalt im selben Fach, hatte ich gerade jetzt bei Vitaminpillen.

    Trotzdem ist mir „so ist das eben“ zu einfach, s.o. Das Ganze NERVT!

    Das geht auch bei Turnschuhen. Bsp. waren Reebok (mein Orthopäde rät gewaltig ab) und leider wohl auch Ecco. Hier sehen die Schuhe u.U. nicht ganz identisch aus, was man nicht unbedingt sieht, wenn man nicht direkt die vom Sportladen (der zu Karstadt gehört oder gehört haben könnte) neben die von Karstadt hält, aber der Preisunterschied ist 40€ oder so!

    Da kam dann aus dem Sportladen (neben 20€ Nachlass 😉 die Info, dies sei nun eine Wissenschaft für sich: die „gleichen“ Schuhe würden in verschiedenen Werken produziert: meinswegen Thailand, Malaysia & Mexico, und je nach der Qualität der Ausgangsmaterialien und Abnehmer könnte es bei identischer Optik erhebliche Unterschiede geben. Um das festzustellen, müsste man aber wissen, wer nun gerade nach Jahreszeit (im Ernst, sagte er!) usw. die (hoffentlich) besseren Waren für den gehobenen Einzelhandel produziert, und wer die Billigteile macht…

    Das sind dann GENAU SOLCHE Firmen, die sich über Produktpiraterie ohne Ende aufregen & teure Strafbescheide verschicken, und kleinen Basarverkäufern in Antalya oder wo das Fell über die Ohren ziehen, wenn die ein wg. minimalem Nahtfehler aussortiertes Chanel-T-Shirt auf dem Basar für noch weiter runter verhandelbare 5€ anbieten. Das vermutlich geschreddert werden sollte…

    Ich finde das alles ziemlich krank. Der ganze Müll, die besch… Arbeitsbedingungen usw.- wer weiß schon auch, welche Kindersklaven z.B. die o.g. Billigkabel wo zusammenlöten…
    ES SOLLTE & KÖNNTE ANDERS LAUFEN!

    @bert:
    „MITTLERWEILE IST MIR DAS ALLES SCHEISSEGAL.“

    Schade eigentlich, aber bei mir geht es leider auch da hin.
    Information overload. Auch ganz ohne iPhone 🙂

    @Bob
    „Für MM & Co bekommen Produkte manchmal sogar einen eigenen Buchstaben hinter die Produktbezeichnung, damit man beim Preisvergleich nicht exakt das selbe Modell findet, wodurch Preisgarantien ins Leere laufen.“

    Und Jokerzeichen und Stringsuche sind sehr wahrscheinlich deaktiviert…

    Kundenfreundlichkeit: hat sich schon mal jemand gefragt, warum mehrere Discounter auf verschiedenen Wiesen nebeneinander liegen, aber voneinander durch unsere wunderschönen urdeutschen Stabgitterzäune so getrennt sind, dass man ca. 500m zu Fuß gehen muss, um zur Konkurrenz zu kommen, wobei die baulich problemlos herzustellende Luftlinie von Eingang zu Eingang keine 100 m beträgt?
    (Fotos auf Anfrage.)
    Ich glaube, das nennt man jetzt „Barrierefreiheit“.

    Guts Nächtle allerseits – vielleicht ist morgen ja die Welt auch gut 🙂

    PS. @Christopher: „Mädchenmarkt“ war ja vielleicht nicht zwingend notwendig, ist auch nicht wirklich sooo lustig…

  • Die Medien mal wieder, erst feiern sie vor 10 Jahren den Etail hoch und runter und senden die Botschaft, geh Verbraucher, kauf du ein bei “ Ein-Mann Unternehmen“ im Etail die mit 1% Aufschlag auf Ihren Einkaufspreis im Grosshandel leben können und sich dann heute wundern, das 10 Jahre spaeter nur noch 20% der Belegschaft in den Stores angestellt ist und das die nicht klarkommen mit mehr als 1 Million Artikel, alle im Regal NEU auszuzeichnen, balla ist klar oder?

    Viele Hersteller machen jeden Monat auf Storelevel besondere Preise und Aktionen die limitiert sind, z.b. Kauf 10 ein und du bekommst 2 for free, das ist eine legitime Rabataktion seitens der Hersteller, das sich dadurch Mix Preise ergeben sollte jedem klar sein, der 1mal1 kann,. das wird gemacht, damit überhaupt noch irgendwelche Kunden in die Stores kommen.

  • Letztens wurde von MediaMarkt Deutschland via Facebook gepostet das die 25€ iTunes Karte deutschlandweit an einem Tag nur 20€ kostet. Ja ich weiß, dass das es die 20% für iTunes Karte fast immer irgendwo gibt. Jedenfalls war ich dann in einem Einkaufszentrum und dachte mir ich das ich mir auch gleich mal eine Karte kaufen kann. In der MediaMarkt Filiale wusste davon aber niemand etwas und man wollte mir den Rabatt nicht geben. Erst auf drängen und nachdem dann auch noch zwei weitere Personen, die auch die vergünstige Karte haben wollten, dazu kamen hat man mir die Karte für den Preis gegeben.

    Diese und viele weitere Erfahrungen schrecken mich immer weiter davon ab, in der Filiale einzukaufen. Viele schreiben hier ja das man einen vergünstigen Preis aus dem MM Onlineshop auch in der Filiale (auf Nachfrage) bekommt, allerdings ist das nicht immer so. Meine Freundin ist es sogar teilweise leid mit mir einkaufen zu fahren, da ich dann auf Angebotspreise bestehe, selbst wenn der Mitarbeiter Vorort darüber nicht informiert ist.

    Letztens hatte ich sogar noch einen Artikel gekauft, welcher als ich ihn mir genommen hatte noch reduziert ausgeschildert war. Ich hatte sogar noch den Mitarbeiter gefragt ob der Preis für den Artikel korrekt ist. Als ich dann an der Kasse war sollte ich den vollen Preis bezahlen. Auf nachfrage sagte man mir das Angebot sei jetzt abgelaufen, die Schilder wurden gerade entfernt und ich müsse nun den vollen Preis zahlen. Der Mitarbeiter an der Kasse war sogar die selbe Person, welche ich vorher gefragt hatte. Er meinte, wäre ich direkt zur Kasse gegangen hätte ich den Angebotspreis bekommen, da ich aber noch weiter im Geschäft einkaufen war eben nicht. Absolut unverschämt! Muss ich jetzt also bei jedem Angebot damit rechnen das ich dann an der Kasse doch mehr bezahle?

    Da kaufe ich doch lieber weiter immer mehr online, ohne Probleme, ohne Preisdiskussionen und mit prima Rückgaberecht.

  • Hallo Jürgen,
    dein Blogbeitrag zu den vier Preisen ein Laden hat mich nicht kalt gelassen. Das im Online-Shop der Preis abweicht ist klar: dort müssen keine Mitarbeiter rumstehen, Frage und Antwort auf einfache Fragen stehen, die Ware für die Präsentation einräumen und dafür sorgen, dass Ausstellungsstücke nach Rausschmiss aus dem Sortiment mit möglichst wenig Rabatt verkauft wird.
    Das aber zwei Preise in einem Laden für das augenscheinlich gleiche Produkt gelten, geht gar nicht. Aus diesem Grund bin ich in den nächsten Media Markt spaziert und habe mir die Situation angeschaut. Dabei habe ich festgestellt, dass es einen technischen Unterschied zwischen der microSD-Karte die „für’s Smartphone“ gedacht ist und in der Handyabteilung für 11€ zu haben ist zu der microSD-Karte im Kamerabereich, die knapp 30€ kostet.
    Der Unterschied liegt darin, dass die „Kamera“-microSD-Karte eine Datengeschwindigkeit von 60 MB pro Sekunde aufweist während die „Smartphone“-Variante nur 48 MB die Sekunde verarbeitet. Das ist durchaus ein technischer Unterschied, der einen Preisunterschied rechtfertigt. Klar, es ist ein gewaltiger Preisunterschied, der aber durch die kurzweilige Aktion von Media Markt für die Smartphone-Variante zu rechtfertigen ist.
    Zum Nachweis hier mal ein Foto von den beiden microSD-Karten (im Vordergrund ist die für 11€):
    http://www.bitpage.de/?attachment_id=148058

    Auch wenn sich mein Kommentar jetzt so ließt, als wäre ich für Media Markt, so ist es nicht. Ich finde es eine Schweinerei, dass die Mitarbeiter keinen Betriebsrat haben, dauernd überwacht werden und die Kunden mit Produktmodellen, die minimal vom „Original“ abweichen eine neue Produktbezeichnung haben, damit der Internetpreis nicht vergleichbar ist. Zeitgleich wird dann noch mit kostenlosem Kunden-WLAN geworben, was das Preise vergleichen vereinfachen soll im Laden. Kunden- und Mitarbeiterfreundlich geht anders.

    Daher finde ich es schade, dass gegen Media Markt mit der falschen Munition geschossen wird.

    Viele Grüße,
    Christopher

  • Das mit den unterschiedlichen Preisen zwischen Online- und Marktangebot scheint normal zu sein. Die Preise für die letzten von mir gekauften DVD’s waren online alle 1.-€ günstiger, ein PS3-Spiel war sogar um 13.-€ günstiger. Wenn man dies den Verkäufern vor Ort belegen kann, bekommt man den günstigen Preis. Man muss nur beharrlich beiben.
    Also vor dem Kauf immer online nachschauen und am besten die Seite auf dem Handy für den Offlinegebrauch speichern, denn auch die Onlinepreise ändern sich öfters!

  • Ich habe in den letzten 3 Jahren genau 1 x etwas bei MM gekauft und das war vor 2 Monaten. Ich brauchte sehr spontan einen Kopfhörer (innerhalb 1 Stunde) und bin in den nächsten MM gelaufen.

    Kurz online recherchiert welcher gut ist und das Modell im Laden gesucht. Als ein Mitarbeiter gesehen hat, dass ich auf Amazon unterwegs war (nur zum Bewertungen vergleichen, konnte er aber nicht erkennen), hat er ohne zu zögern einen Rabatt gegeben.

    MM-Originalpreis: 69,99 €
    Amazonpreis: 67 €
    MM-Rabattpreis: 55 €!!

    Er kannte den Amazonpreis nicht, hat mir aber den maximalen Spielraum gewährt. Das fand ich grandios und werde wohl beim nächsten Einkauf einen weiteren Besuch im MM planen.

    Unterschiedliche Preise finde ich also nicht weiter wild, solange sie auf Nachfrage auch offen gelegt bzw. angeboten werden.

  • Hallo,
    ich weis nicht wen das aufregt , bei den Tankstellen haben wir das doch schon Jahre und das im 15 Minutentakt und alle wissen das. Also wenn ich ein Gerät kaufe, kann es eben sein das ich eine Viertelstunde einen anderen Preis finde. Die Tankstellen zocken den Kunden ab, warum sollte der MM das nicht auch machen, wenn zu bestimmten Zeiten eine hohe Kundenfrequenz ist kann man besser abzocken. Da wir alle ja vom Jäger und Sammler direkt zum Schnäppchenjäger mutiert sind ist das alles eine logische Reaktion.

  • Moin,
    ich habe letztens eine Mikrowelle bei unserem MediaMarkt in Wolfsburg gekauft. Im Markt war es eine Sonderaktion für 299,- EUR statt UVP 380,- EUR. Die gleiche Mikrowelle habe ich online mit Abholumg im Markt für 259,- EUR gekauft. Der Mitarbeiter aus der Abteilung konnte mir den Internetpreis aus irgendwelchen unverständlichen Gründen nicht geben. Also habe ich direkt im Markt via Smartphone bestellt und sofort die Abholbestätigung per Mail erhalten. Letztendlich konnte ich die Mikrowelle direkt zum günstigen Preis mitnehmen.
    Also: Augen auf beim Elektronikkauf (und nicht nur dort)!

  • Gestern im Media Markt das gleiche Spiel, im Internet stand der Preis für einen Trockner bei 429 Euro, im Markt 499 Euro und heute im Internet 479 Euro… also machen die Preise wie sie wollen und wenn wenigstens die Beratung im Markt gut gewesen wäre dann könnte man auch mehr für ein Gerat zahlen, die Dame hatte jedoch keine Ahnung.

  • Vielleicht mag die Sache bei M-M ein Zufall sein. Aber es wird häufig mit bestimmten Algorithmen auf das Kaufverhalten Einfluss genommen, da spielen Zeit, Ort (von wo man sich einloggt) und solche Dinge eine Rolle.

    Die Unternehmen versuchen immer, den für sie besten Preis herauszuholen. Vielleicht hat M-M sich da ein bisschen vergaloppiert und es ist aufgeflogen …

  • Das ist ganz normal im Onlinehandel.

    Es gibt viele Händler die 10 bis 20 verschiedene Shops mit unterschiedlichen Preisen haben. Einfach die Preise vergleichen und fertig.

    Sowas nennt man Multishop Strategie.

    Wenn für mich persönlich die Preis-Leistung für ein Produkt stimmt, ist es mir völlig egal ob der Artikel bei einem anderen Anbieter 20 Euro günstiger ist.

  • Leider ist das überall so üblich. Egal ob Internet oder direkt im Geschäft. Kürzlich bestellte ich bei zalando ein Sweatshirt für 69,95 € (kein besonderes Angebot, regulärer Preis). Leider war es zu klein und als ich es ca. 5 Tage nach der ersten Bestellung noch mal ordern wollte, kostete es plötzlich 74,95 € (unabhängig von der Größe). So nach dem Motto „erst anfüttern, dann zuschlagen“.
    Muss letztendlich jeder selbst entscheiden, ob er dieses Spiel mitmacht oder nicht.

  • Häufig ist der Onlineshop von Ich-Bin-Total-Blöd-Markt deutlich teurer als die Filialen.

    Letztlich habe ich nach einem Peripheriegerät für PCs gesucht, das in einer Münchner Filiale rund €80 kostet und online rund €100 – dazu kommt dann noch Versand! Gekauft habe ich es dann garnicht von MM, weil ich nicht will, dass diese Leute Geld von mir bekommen 😛 Ich bin doch nicht blöd!

  • Leider bin ich zu faul die Preise direkt im Online Shop und dann noch im Laden zu prüfen. Großer Fehler wie ich schon oft feststellen musste. Eigentlich müsste ich mir die Zeit nehmen und auch direkt zu den großen Händlern gehen um dort auf Tagespreise zu stoßen, aber die Zeit, die Anfahrt, die Nerven das ist bei den kleinpreisigen Artikel dann doch zuviel. Wenn es dann aber über 50 Euro ist dann stürze ich mich doch ins Getümmel.

  • Habe am Wochenede einen Satelliten-Receiver (TechniBox S4) im Mediamarkt Landshut gekauft. Preis: 119 Euro. Dasselbe Gerät ist bei Mediamarkt online für 88 Euro zu haben, wenn ich es bei MM in Landshut abhole. Preisunterschied: 31 Euro. In beiden Fällen fahre ich also in den MM und zahle für ein und dasselbe Produkt zwei völlig verschiedene Preise . Kann mir das jemand erklären? Muss was mit Verarsche zu tun haben …

  • Habe gerade etwas ähnliche erlebt: Ich war auf der Suche nach einem hochwertigen Bluetooth Headset. Meine Wahl: Der Plantronics Voyager Legend. Preis: 100€. Kurzer bei Google nach den Preisen von Saturn gesucht und siehe da: 59€. Dann bin ich zufällig auch auf das Headset auf der MediaMarkt Seite gestoßen: 59€…

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