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iPad Pro: Vier Gründe, warum ein größeres iPad wirklich Sinn macht

Bild: Macrumors.com
geschrieben von Jürgen Kroder

Obwohl Apple noch kein neues iPad angekündigt hat, gilt es als ziemlich sicher, dass es dieses Jahr ein weiteres Modell geben wird. Das soll laut Spekulationen iPad Pro oder iPad Air Plus heißen und mindestens 12 Zoll groß sein. Neue, angeblich geleakte Bilder eines Zubehör-Herstellers heizen die Gerüchteküche zusätzlich an. Alles nur heiße Luft? Nein. Ein größeres iPad könnte frischen Wind bringen.

Kommt ein iPad Pro oder iPad Air Plus?

Auch wenn iPhones, iPods und iPads Apple immer noch Rekordgewinne bescheren, muss sich auch der Konzern aus Cupertino Gedanken über seine Zukunft machen. Mit komplett neuen Produkten wie der Apple Watch oder dem Autoprojekt „Titan“ könnten bislang unerschlossene Zielgruppen und Märkte erobert werden. Aber auch die bekannten Angebote sollten weiterhin so attraktiv wie bisher bleiben.

Neue Ansätze müssen also her. Wie zum Beispiel ein größeres iPad. Macht das Sinn? Ja, definitiv. Diese vier Gründe sprechen dafür:

1. Neues Modell – neue Umsätze

Das iPad ist seit vielen Jahren etabliert. Doch der Markt scheint so langsam gesättigt zu sein, was die Verkaufszahlen des letzten Jahres zeigen: Apple hat im letzten Quartal 2014 rund 18 Prozent weniger iPads als im Vorjahreszeitraum verkauft. Auch bei den Mitbewerbern wie Samsung, Asus oder Amazon sieht es in diesem Segment nicht gerade rosig aus.

Nur bei einigen Herstellern, die sich unter anderem auf günstigere Tablets spezialisiert haben, gibt es noch Zuwächse. Wäre ein Billig-iPad eine Lösung? Nein, absolut nicht. Apple fährt eine Hochpreis-Strategie, so erzielt man die satten Gewinne. Also muss der Zielgruppe weiterhin mit teuren Modellen das Geld aus den Taschen gezogen werden

Ich kenne viele Fanboys, die kaufen sich jedes neue Gerät mit dem Apfel-Logo, egal, wie viel oder wenig Innovation es bietet – Hauptsache etwas Neues von Apple. Die Gruppe, die genau so tickt, dürfte ziemlich groß zu sein. Es gibt eben nichts besseres, wie Die-Hard-Fans, die einem alles aus den Händen reißen.

Somit hätte ein komplett neues iPad-Modell schon mal eine Art Grund-Erfolg eingebaut. Ein wichtiges Argument. Aber nicht das Wichtigste.

2. Mehr Produktivität mit dem iPad Pro

Bild: Martin Hajek

Die Gerüchteküche tuschelt, dass das iPad Pro bzw. iPad Air Plus mit einem Stylus ausgestattet wird. Sollte das stimmen, wäre das ein deutliches Zeichen, was Apple mit dem großen Tablet vorhat: Es könnte von der Entertainment-Schiene in Richtung Produktivität positioniert werden. So wie das Surface von Microsoft.

Ein iPad als Ersatz für Ultrabooks, das macht Sinn. Wie schon erwähnt, sind im Tablet-Markt kaum noch große Zuwachsraten drin. Aber bei Ultrabooks sehen Analysten einen Anstieg um bis zu 70 Prozent. Apple könnte davon mit seinem MacBooks profitieren. Aber auch mit einem neuen iPad, das nicht nur als Spaßmaschine dient, sondern eben auch zum Arbeiten. Zumal 12 Zoll und mehr (die Spekulationen reden von einer Größe zwischen 12,2 und 12,9 Zoll) eine ideale Größe sind.

Neben der Größe werden für einen Business-Einsatz noch weitere Dinge benötigt. Ein Stylus zum Zeichnen und Scribbeln von Ideen ist ein Ansatz. Noch wichtiger wäre eine Tastatur. Mich würde es nicht wundern, wenn Apple seinem iPad Pro / Air Plus ein Cover mit integrierten Tasten spendiert – wie beim Konkurrenzprodukt von Microsoft. Oder die Designer aus Cupertino setzen mal wieder einen Trend und führen etwas Neues ein. Zum Beispiel so etwas wie eine virtuelle Tastatur, die auf eine Oberfläche projiziert wird.

3. Mehr Leistung, mehr Features

Größer Abmessungen geben Apple die Möglichkeit, mehr Power unter die Haube zu stecken. Mehr leistungsstarke Prozessoren oder einen größeren Akku. Zudem sprechen Gerüchte von vier Lautsprechern (jeweils zwei oben und unten).

Bessere Lautsprecher … da denke ich an eine weitere Zielgruppe: die der Filmfreunde. Der Trend geht mittlerweile weg vom klassischen TV-Gerät, hin zum Streaming auf verschiedene Geräte. Ein größeres iPad würde genau in diese Kerbe schlagen.

4. Das Tablet für die Silver Generation

Die Menschen werden immer älter. Die Gruppe der sogenannten Silver Generation, also der Menschen über 50 Jahren, wächst. Und mit ihnen nimmt auch der Anteil derer zu, die sich für neue Medien und elektronische Geräte nutzen.

Ein iPad, das satter in der Hand liegt und sich auch mit (leichten) Sehschwächen bedienen lässt, wäre ideal für diese attraktive, da kaufkräftige Zielgruppe. Ich denke, ein 12 oder 13 Zoll großes iPad wäre für viele, die bereits mit einem „normalen“ iPad geliebäugelt haben, aber denen es aufgrund körperlichen Einschränkungen noch zu klein war, ein idealer Einstieg in die Welt der Tablets.

Fazit

Ein neues, größeres iPad macht aus verschiedenen Gesichtspunkten absolut Sinn. Somit würde es mich nicht wundern, wenn aus den Spekulationen bald Realität wird.

Was glaubt ihr: Arbeitet Apple wirklich an einem iPad Pro / iPad Air Plus?

 

Bilder: Macrumors.com, Martin Hajek


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Über den Autor

Jürgen Kroder

Jürgen bezeichnet sich als Blogger, Gamer, Tech-Nerd, Autor, Hobby-Fotograf, Medien-Junkie, Kreativer und Mensch. Er hat seine unzähligen Hobbies zum Beruf gemacht. Und seinen Beruf zum Hobby. Obwohl er in Mainz wohnt, isst er weiterhin gerne die Maultaschen aus seiner Heimat.

7 Kommentare

  • Es kommt nicht auf die Displaygröße oder das Zubehör an, sondern auf das Betriebssystem. Mit einem App basierten Betriebssystem kann man meiner Meinung nach nicht wirklich produktiv sein. Klar könntest du den Artikel, den du gerade geschrieben hast auch auf nem iPad schreiben und paar Mails beantworten und kleinere Sachen vielleicht auch mit nem Stylus scribblen. Für die „richtigen“ Sachen, bei denen man etwas wirklich detailliert bearbeiten will oder was programmieren, etc… da braucht man einfach ein Betriebssystem, für das es richtige Programme gibt und eben nicht nur Apps.

  • Nun ja, ganz so krass sehe ich es nicht. Es kommt halt darauf an, was man als „Arbeiten“ definiert. Für die meisten dürfte es reichen, wenn sie Mails checken, Texte schreiben, Excel-Listen bearbeiten, Präsentationen erstellen und ein paar Notizen machen können. Für aufwändige Arbeiten wie beispielsweise aufwändige Fotomontagen oder CAD ist ein Tablet freilich nicht ganz geeignet.

  • Das Tablet für die Silver Generation. Hust, ja es stimmt mein Vater kann keinen PC mehr bedienen. Aber dise APPS na ja, für ihn ist der Nachbar wesentlich wichtiger als irgendein TAB mit dem er max. die Tageszeitung lesen kann.
    Und selbst da fehlt im das HAPTISCHE Gefühl von Papier.

  • Das mit der Silver Generation ist doch Quatsch. Meine Mutter ist 65 und liebt ihr kleines iPad, welches wenig wiegt und gut in der Hand liegt.
    Was sollte denn für sie an einem Riese-Pad der Vorteil sein? Noch mehr Unübersichtlichkeit, weil noch mehr Apps gleichzeitig auf einem Screen dargestellt werden können?

  • @Justin Als Gegenargument führe ich eine Bekannte an, die mit ihren über 70 Jahren Interesse an einem iPad hat, aber aufgrund ihrer Sehschwäche die Dinge auf dem Display nur schwer erkennen kann. Für sie wäre ein größeres iPad ideal.

  • @Jürgen:
    Größeres Display und dann die Auflösung runterschrauben, damit Inhalte größer dargestellt werden?
    Ich glaube kaum, dass sich Apples Gewinnabteilung für diese eingeschränkte Käufergruppe interessiert.
    Die Jungs und Mädels, bei denen größer=geiler bedeutet, denen wollen sie die Kohle aus der Tasche ziehen.

  • @Justin Sicherlich wird sich Apple nicht nur für diese Zielgruppe interessieren. Aber auch Apple dürfte erkannt haben, dass die kaufkräftige Silver Generation eine attraktive Gruppe ist, die man mit ansprechen muss.

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