Digitales Social Media

Die Geschichte von Blogs, Teil 2: Wenn Du das liest, wirst Du weinen müssen (weil es nervt)

Blogs Robert Basic
geschrieben von Robert Basic

BASIC thinking-Gründer Robert Basic ist zurück an seiner alter Wirkungsstätte und schreibt in einer dreiteiligen Serie über die Anfänge und die Geschichte von Blogs, Bloggern und einer sich wandelnden Technologie. // von Robert Basic


 Inhaltsverzeichnis


Es war unglaublich, was diesen Bloggern passiert ist. Sie fingen vor Jahren mit ihrem Blog hoffnungsvoll an, schrieben sich die Finger wund, um die Welt zu verändern, den Amazonas, die Pandabären und Veganer zu retten. Doch weder lasen es Massen noch wurden sie zu Millionären. Berühmt wurden sie erst recht nicht. Obama bekam den Friedensnobelpreis, ihr nicht. So! Es verschlug ihnen die Blogsprache, vor lauter Enttäuschung. Am Ende retteten sie nur ihre eigene Darmflora und gründeten ein digitales Kloster für Blog-Aussteiger.

Was haben wir stattdessen an Blogs geschenkt bekommen? Ohne Ende nervige Überschriften-Buzzer wie diese da oben. Danke Heftig.co für die Verschmutzung der Blogosphäre, die den seriösen Pandabären-Rettern das Leben schwer gemacht haben. Wer schreit, der reibt, wer herumseriöst, der nur darmfloriert? Und danke, danke, liebe Blog-Schmarotzer, die nur zum Abstauben von kostenlosen Produkten Blogs ins Netz verklappt haben. Möge eure zusammengestaubte Wohnungsausstattung auseinanderfallen. Auch ein Dank an die lieben Billig-Blogger, die sich für schlappe 10 Euro pro Werbelinkartikel bücken. Macht weiter so. Es geht nämlich noch billiger. Aber wehe euch, wenn Bangladesh-Blogger eines Tages mit guten Deutschskenntnissen kommen. Dann werdet ihr weinen.

ROOOOBERT, komm mal runter, mach hier nicht den Palle!

Ja. Ist ja schon gut. Warum nicht gleich zu Beginn mit gewissen Auswüchsen starten, damit das gleich von Beginn an gesagt ist. Im zweiten Teil der Serie zur Blog-Geschichte geht es nämlich um das Heute. Was aus der Blogosphäre in Deutschland geworden ist. Dazu gehören eben die natürlich übertrieben ausgedrückten Dunkelflecken auf der sonst doch recht weißen Weste der Bloggerei. Im ersten Teil ging es um Blog-Opas Zeiten. Dieses Damals. Heute? Picken wir uns einen Teilaspekt heraus, sonst haben wir hier am Ende einen Artikel, den nur Bücherwürmer zu Ende lesen. Das wäre schade, denn unten warte ich auf Euch!

Wirtschaftliche Situation

Und weil wir in Deutschland sind, einem Leistungsland, kommt natürlich die Frage auf, ob Blogs wirtschaftlich als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für mehr Wohlstand sorgen?

Die Frage “und, was verdienst du so”, ist mit die erste Frage, die viele Blogger gestellt bekommen.

Grundsätzlich gilt, dass das Werkzeug Blog nicht geschaffen wurde, um Kohle zu generieren. Sie wurden geschaffen, um Wissen, Gedanken, Eindrücke, Gefühle, Individuelles jeglicher Art ins Netz stellen zu können. Und das so einfach wie nur möglich für den Schreiber. Ebenso könnte man fragen, ob Telefone als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen geschaffen wurden. Nope!

Erfolge können wir vermelden

Aber? Man kann sie dazu umbiegen, ohne Weiteres. Es fließt dann aber nicht gleich Milch und Honig en masse. Heißt also was? Ja, es gibt verdammt nochmal einige Blogs, die es teils bis in höhere Unternehmenssphären geschafft haben. Allen voran MyDealz und Gründerszene. Auf einer etwas niedrigeren Umsatzskala gibt es einen leicht größeren Anteil an Blogs, die es irgendwo auf 100.000 bis 999.000 Euro pro Jahr bringen. MobileGeeks. Stadt-Bremerhaven. Zum Beispiel. Im IT-Segment, dem ehemals dominierenden Teil der Blogosphäre. Ein weitaus größerer Teil bewegt sich zwischen wenigen Euro pro Tag bis mehreren tausend Euro pro Monat.

Wie hoch der Gesamtzumsatz ist? Das weiß kein Mensch! Es gibt schlichtweg keine Studien und Erhebungen dazu. Nur immer wieder ausschnittsweise Reportings. Schaut euch hierzu diese Artikel an: Wieviel Geld Modeblogger verdienen, Was Modeblogger tatsächlich verdienen, Wie du mit deinem Blog kein Geld verdienst. Oder googelt ganz einfach. Ihr werdet genug Stichproben finden. Um die Frage aber meinerseits zu beantworten: Ja, die Blogger tragen zum Wohlstand bei. Denn die Wirtschaft kommt mittlerweile in einigen Branchen kaum noch ohne Blogger aus. Da sie über ihre Berichterstattung mit dazu beitragen, Produkte und Services bekannt zu machen. Nicht nur, um Bundespräsidenten zu Fall zu bringen. Dennoch wurden nicht alle zugleich reich. Ach was?

Auch Blogs durchbrechen die Gesetze der Wirtschaft nicht

Im Großen und Ganzen hat sich an gewissen Naturgesetzen nichts geändert, bis heute. Die Einnahmemöglichkeiten (Bannerschaltung, AdSense, Affiliate i.w.S., Amazon, eBay, Sponsoring, Linkverkauf, Sponsored Postings) unterliegen den üblichen Vermarktungsmöglichkeiten und deren Gesetzmäßigkeiten.

Wer es nicht schafft, auf passende Reichweiten zu kommen, wird es weiterhin schwer haben.

Und es ist ein Knochenjob auf Jahre, täglich am Ball zu bleiben, um sich gar davon alleine ernähren zu können. Große Vermarkter, die über große zu verteilende Werbebudgets verfügen, interessieren sich für 99,999 Prozent der Blogs nicht. Sie sind ihnen zu klein. Blogger wiederum interessieren sich nicht 24/7 für ihr Blog. Das können und wollen nur die wenigsten aufbringen. Mangels Zeit und Kraft. Es gibt da eben noch Jobs, Haushalt, Familie, Freunde, Freizeit, Facebook. Umso weniger Zeit, umso schwerer wird es, wenn man von ordentlichen Blogeinnahmen träumen möchte.

Wer es ungefähr wissen möchte, was sein Lieblingsblog an Traffic aufbringt, muss lediglich SimilarWeb aufrufen und die URL eingeben. Ihr werdet erstaunt sein, wie gering die Trafficdaten sind. Das ist das Resultat von Zeit. Nicht immer nur Schreibtalent, was gerne angeführt wird, um Blogger kleinzureden. Und daher kann man auch mit Blick auf spezielle Blogvermarktungsdienste nicht davon sprechen, dass hier eine neue Spezialindustrie mit irre hohen Umsätzen entstanden wäre.

50 Millionen Artikel pro Tag

Es muss auch nicht stören oder negativ klingen, dass es Blogger natürlich nicht leicht haben. Angesichts der Unmengen an täglich neuen Artikeln, die ins weltweite Netz geblasen werden (Feedly sprach jüngst von 50 Millionen Artikeln bei 42 Millionen Quellen!), grenzt es an ein Wunder, dass man als Normalbegabter überhaupt einen Cent verdient.

Hat demnach die Blogosphäre wirtschaftlich versagt? Ebenso könnte ich jetzt auf YouTube verweisen. Mit all den Superstars dort. Mit deren unfassbar höheren Reichweiten. Und? Wenige wurden gut vermarktet, verdienen top. Ohne Vermarktungsmanager würden die nämlich immer noch weitab von den Topverdiensten sein. Und dahinter tummelt sich eine Masse an Youtubern, die es mindestens genauso bescheiden haben wie Blogger. Nur weil dort wenige richtig Kasse machen, heißt das nicht, dass es da besser wäre. Auch Youtube ist keine Arbeitsbeschaffungsmaschine.

Die Verlage als natürliche Fressfeinde der Blogger

Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass die viel gescholtenen Verlage auch im Netz die Oberhand behalten haben. Ob News, Mode, IT, Sport, Auto, Klatsch, Gesundheit, Ernährung. Als “One Man Show Blogger” wirst Du nicht ankommen gegen Teams aus bis zu Hunderten an Mitarbeitern mit Spezialkenntnissen, Arbeitsteilung, Vermarktungsverbindungen und weitaus größeren Budgets. Das sind und bleiben die Dominatoren. Wirtschaftlich. Oder anders gesagt: Die Konkurrenz wird dich Blogger kleinhalten. That’s life!

Wir stiegen von den Bäumen herab und lernten zu laufen

Aber natürlich sind wir auch nicht blöd und können was. Klar haben wir auch unsere Kontakte geschaffen und Erfahrungen gesammelt, über all die Jahre. Wir haben uns teilweise ein verdammt gutes Image aufgebaut. Gar haben sich manche so wie Reiseblogger in Konglomeraten zusammengetan.

Aus kleinen Geschäftemachern werden langsam größere Geschäftemacher.

Wir lernen Stück für Stück von den anderen. Anfänglich wusste kein Mensch so genau, wie man AdSense einsetzt. Heute wirst Du mit Infoartikeln erschlagen. Anfänglich wusste keiner, was überhaupt Markenbildung bedeutet. Heute kennen einige Blogger sogar Begriffe und Bedeutungen wie “CI” und “CD”.

Die Heilige Blog-Bibel

Damals zu Blog-Opas Zeiten mussten wir sogar diskutieren, ob denn Geldverdienen mit Blogs der Heiligen Blogbibel entspricht. Vorbei die Zeit der fundamentalistischen Diskussionen. Heute bist Du nicht mehr wie das unverheiratete Paar der 70er, was keine Mietwohnung haben durfte. Oha! Überhaupt hat sich der Eigenbezug der Blogger weitestgehend aufgelöst. Da hat Ritchie Pettauer absolut recht, wenn er das meint.

Die nicht so geheime Wirtschaftsformel

Die Entwicklung der 15 Jahre Bloggerei hat dazu geführt, dass wir mehr Wissen ob der Möglichkeiten haben. Wenn ich sehe, was die untereinander bestens vernetzten (und ja, ich weiß, auch wir Männerblogger zicken manchmal untereinander herum) Modebloggerinnen alles angestellt haben, dann muss man davor Respekt haben. Oder die Reiseblogger, die sich in die Reisewirtschaft hineingebohrt haben. Oder die Autoblogger, die mittlerweile bei allen Konzernen die Türen offen haben. Vor wenigen Jahren noch völlig undenkbar. Es ist ein völlig normaler Prozess der Reifung.

Mehr Zeit, mehr Erfahrung, mehr Kontakte, mehr Möglichkeiten – lautet die Formel.

Fußball war ebenso ein lächerliches Ding, wirtschaftlich gesehen! Heute? Wir brauchen Zeit, mehr als man sich vielleicht erhofft hat. Wie lächerlich klein war Microsoft? Apple? Daimler? Ob wir jemals global agierende Blog-Konzerne haben werden? Buzzfeed? Huffington Post? Wir haben sie schon gewissermaßen. Nur eben keine aus Deutschland. Karrierebibel knabbert sich da heran, die erst jüngst einen spanischen Ableger eröffnet haben. Mein Gott, das ist kein Konzern. Aber der “Laden” macht sich.

Was haben Unternehmen mit Blogs und Bloggern zu tun

Was ist aber aus den publizistischen Versuchen der Firmen selbst geworden, Blogs zu erschaffen? Die damaligen Versuche waren meistens so wie alle unsere Blogs stümperhaft. Auch hier gilt der Erfahrungskurveneffekt. Wir beobachten heute Tendenzen, das sie mehr und mehr “Webzines” schaffen. Die weniger an Blogs erinnern, denn an Magazine. Vodafone ist ein gutes Beispiel dafür oder Coca-Cola. Andere Firmen wiederum haben sich entschieden, fremde Blogs komplett zu finanzieren. So auch Curved.de, die von E-Plus gewuppt werden. Ich persönlich würde sagen, dass sie professioneller geworden sind.

Mittlerweile hat sich das Verhältnis zwischen Firmen und Bloggern weitestgehend normalisiert.

Abstrus anmutende Berührungsängste und Vorbehalte sind heute einem normal anmutenden PR-Alltag gewichen. Blogger werden selbstverständlich in die Pressearbeit involviert, eingeladen, mit Produkten beliefert, sie stehen Rede und Antwort, wenn man fragt (was erstaunlicherweise immer noch extrem wenige Blogger nutzen, um O-Töne einzuholen).

Wir sind nicht mehr die Aliens mit grünen Antennen auf dem Kopf.

Die vertrackte Socialmediasierung der Blogs

Eine Sache kam uns natürlich sehr gelegen, was die generellen Möglichkeiten angeht, seine Inhalte besser zu positionieren, sich besser ausbreiten zu können. Die da wären? Och menno, natürlich “Social Media”. Ich kenne heute kaum einen Blogger mehr, der bei Firmenanfragen und Vermarktungsplänen nicht bei seinen Mediadaten auf seine weiteren Kanäle verweist. Ob YouTube. Instagram. Snapchat. Facebook. Pinterest. Twitter. Summiert sich hübsch auf, anstelle der doch recht niedrigen Trafficdaten auf dem eigenen Blog.

Zugleich steigt die Gefahr, sich zu zerfasern oder aber im Wust an Arbeit zu verlieren.

Insofern ist mehr Köpfchen gefragt, zugleich sind die Möglichkeiten breiter geworden. Alles hat seine Vor- und Nachteile eben.

ROOOOBERT, mach mal einen Punkt! Ihr seid dran jetzt!

Robert Basic – Geschichte von BlogsMeine Güte, ich laber mir hier den Wolf. Ich könnte noch tausende Aspekte erzählen. Viel, viel lieber würde ich gerne die bunte Vielfalt eurer Geschichte als Blogger hören. Ich kann unmöglich sämtliche Facetten aufzeigen. Schon alleine der Versuche, die wirtschaftliche Sachlage der heutigen Bloggerei zu beschreiben, bleibt mangels Zeit und Textlängensparsamkeit ein kruder Versuch. Und es ist zugleich nur ein Teilaspekt von mehreren. Wirtschaftliche Belange kümmern manche Blogger null, andere nur etwas. Umso geiler und genialer wäre es, wenn ich auf eure Geschichten verweisen kann.

Wie seid ihr zum Bloggen gekommen? Wo steht ihr jetzt? Was bewegt euch? Was motiviert euch? Was zieht euch runter?

Wir werden daraus Kurzzitate mit Rückverweis auf eure Bloggeschichte zusammenstellen. Übrigens, das Bild zeigt Jan Gleitsmann und mich. Der mich auf einem Barcamp vor Jahren in ein Gespräch gelockt hatte, dabei eigentlich nur einen Link einheimsen wollte. So fies berechnend waren wir damals zueinander, seht ihr mal! Jan, du Schurke:) Wie es ausging? Er platzierte das Bild auf seinem Blog – und bekam seinen Link.

Lets go! Her mit euren unberechenbaren Geschichten! Entweder unten als Kommentar oder per E-Mail an team@basicthinking.de

Und im dritten Artikel wird es um was gehen?

Es wird ein Versuch sein, mögliche Trends und Ausblicke zu zeichnen. Die ja bereits hier auch schon angeklungen sind. Noch etwas aus dem Nähkästchen? Es ist nicht lange her, da sprach mich ein Teilnehmer auf einer Konferenz an. Er wollte sich bei mir endlich nach all den Jahren bedanken, meinte er. Huch, wofür das denn? Ich wurde ganz rot, da mir sowas immer peinlich war, wenn jemand so zu mir kam. Er erzählte mir seine Story. Aufgewachsen in Polen. Vater verstarb. Seine Mutter war in den USA, wo er nicht hin konnte. Es gab sonst niemanden, der auf ihn hätte aufpassen können. Aber sein Bruder war bei einem deutschen Fußballverein in einer unteren Liga, der ihn nach Deutschland holte. Sonst wäre er Kloputzer geworden, sagte er. Er kam in einem Restaurant unter, um sich als Tellerputzer zu verdingen. Die Sprache war auch kein Leichtes. Irgendwann schaffte er es aber, sich an einer Uni einzuschreiben.

Er wollte raus aus dem kargen Leben. Er wollte etwas Besseres. Das Geld war verdammt knapp, der Job war hart und lang, zum Lernen blieb nicht viel über. Es war zum Haareraufen. Irgendwann stieß er auf mein Blog damals, auf dem ich alles Mögliche erzählte, wie man denn mit seinem Blog auch etwas verdienen könnte. Mehr als 1,50 Euro. Las, las mehr, dachte, dachte nach, bis er auf die Idee kam, sein eigenes Blog zu starten. Über sein Studium! Bäm! Mit der Zeit hing er seinen Tellerwäscherjob an den Nagel, denn das Blog lief so gut, um sich dickere Scheiben abschneiden zu können, und nicht nur eine. Ebenso lernte er zugleich über die Verschriftlichung der Lehrinhalte sowohl den Stoff als auch die Sprache weitaus besser. Für ihn war das wie eine Befreiung aus dem Teufelskreis. Ich hätte sein Leben verändert. Moah. Ich musste schlucken. Ich hätte E-Books verkaufen sollen, wie man reich wird. Und solche Schnulzenstories erzählen können. Fuck! Spaß beiseite, ich hatte mir nie Gedanken gemacht, ob das anderen wirklich hilft. Denn es gilt: Du bist dir dein eigener Helfer. Lernen kann man viel. Umsetzen muss man es selbst. Und das hat er, ich ziehe meinen Hut vor ihm! Kudos!

Genug Blog-Schmackes. Bis zum nächsten Mal am kommenden Donnerstag!


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

6 Kommentare

  • Hallo erstmal,

    ich bin heute ganz zufällig über Facebook auf deinem Blog gelanfet und hab mir mal einige deiner Posts durchgelsen. Nicht schlecht, Herr Specht. Du scheinst echt tief in der Materie drin zu stecken und ich find es super, dass du das alles mit uns teilst!

    Ich blogge jetzt seit fast 5 Jahren und würde mich damit auch schon fast zum eher älteren Eisen zählen. Damals hat das Ganze bei mir als ein „Tagebuch im Internet“ angefangen. Ich hab meine täglichen Outfits gezeigt und ein wenig über meinen Alltag philosophiert. Dass es mit Blogs die Möglichkeit gibt, Erfolg zu haben und Geld zu verdienen war mir im ersten Jahr überhaupt nicht bewusst. Langsam tauchte ich aber tiefer in dieses „Bloggerbusiness“ ein und stellte fest, da geht noch mehr und das Ganze kann man noch perfektionalisieren und damit Geld machen. Gesagt, getan und die ersten Anfragen flatterten rein. Das war schon ein nettes Gefühl, dass man von Unternehmen Aufmerksam und nette „Geschenke“ bekam. Nach 2 1/2 Jahren wurde mir das Ganze aber zu viel und ich schraubte wieder einen Gang runter. Ich schreibe nicht mehr nur Persönliches, sondern viel mehr das, was meinen Lesern auch einen Mehrwert bietet. Ich möchte Ihnen einerseits tolle Produkte und Unternehmen vorstellen, andererseits werde ich aber auch hinterfragen, selbst kreativ sein und mehr Input geben. Mein Blog soll keine Werbefläche sein, er soll inspirieren und meine Leser sollen sich nach dem Lesen besser oder wenigstens informiert fühlen. Daher finde ich es unheimlich schade, dass es heutzutage (das klingt, als wäre ich schon 100 Jahre im Geschäft) viele dieser „Ich fang mit dem Bloggen an, weil ich dann was umsonst bekomme“-Blogger gibt und könnte immer wieder kotzen (sorry!), wenn ich sehe, was die von den Unternehmen in den Ar.. geschoben bekommen…

    Sorry für meinen langen Kommentar. Eigentlich wollt ich nur schreiben, dass ich froh bin, deinen Blog entdeckt zu haben und diese Blogreihe sehr gelungen finde und auf jeden Fall jetzt öfter vorbei schauen werde!

    Liebe Grüße
    Anna

  • Hehe… tut gut, hier mal wieder was von dir zu lesen! Die neuen Betreiber machen ihren Job aber auch recht gut, muss ich sagen.

    Bei der Gefahr der „Social Media Zerfaserung“ kann ich dir nur recht geben. Aber noch mehr weine ich den vielen Kommentar von früher nach… es gibt wirklich nur mehr wenige Blogbeiträge, wo sich eine länger dauerende Diskussion entwickelt.

  • @Ritchie ich hoffe die Blogger leiden nicht besonders emotional unter der Kommentararmut:)) Ist halt ne Krux, aber Zeiten ädern sich halt, was willste machen? Nix im Grunde. Bleibt nur auf Kommentarstrang in FB zu verweisen.

    @Annanikabu nix sorry, cool für den Kommentar, ich liebe das!! Und danke für diesen Einblick !!!!

  • Vielen Dank für diesen Beitrag, den ich mit Genuß und Gelächter gelesen habe.
    Jetzt teile ich ihn, damit auch andere das Vergnügen haben können.
    Viele Grüße
    Martina

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