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„Die Höhle der Löwen“: 7 Fragen an… Tobias Riedle von FindPenguins

Find Penguins - Tobias Riedle – Die Höhle der Löwen
geschrieben von Tobias Gillen

In unserem Fragebogen stellen wir Gründern und Teilnehmern der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“, richtig geraten, Fragen zu ihrem Produkt und ihren Erfahrungen mit der Show. Diesmal: Tobias Riedle von FindPenguins, einem Dienst für Reiseprofile und -erinnerungen. 

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Die Idee entstand auf einer 15-monatigen Weltreise. Ich wollte Erlebnisse schon vor Ort festhalten. Und das ging nicht. So habe ich beschlossen, selbst eine Plattform zu entwickeln. Zufällig ist die Idee in der Nähe einer Pinguin-Kolonie entstanden, daher auch der Name.

Wie bist du zu „Die Höhle der Löwen“ gekommen?

Für mich war das schon immer eine sehr interessante Show, die ich regelmäßig geschaut habe. Selbst einmal die Chance zu haben, den Investoren mein Produkt vorzustellen, ist natürlich eine Riesen-Chance. Also habe ich meine Bewerbung einfach mal abgeschickt. Schon wenige Tage später war jemand bei mir, um ein kurzes Casting-Video zu drehen.

Kurz vor deinem Pitch: Was ging in dir vor?

Viel Zeit zum Nachdenken war nicht, denn alles musste sehr schnell gehen. Ich habe meinen Pitch noch ein- bis zweimal geübt – und dann ging es schon los. Die Zeit ist eher an mir vorbeigeflogen, als dass ich mir viele Gedanken gemacht habe.

Wie liefen die Verhandlungen?

Die Verhandlungen waren hart, die „Löwen“ gingen auch hart mit mir ins Gericht. Ich wollte 200.000 Euro für 15 Prozent der Anteile. Mir war klar, dass ein krasses Gegenangebot kommen würde. Und als Jochen Schweizer mir dann ein Angebot über 200.000 Euro für 50 Prozent machte, war ich erst einmal überwältigt. Kopfkino! Die Bedingungen, die er an den Deal geknüpft hat, habe ich beim ersten Hinhören gar nicht mitbekommen und musste deswegen noch einmal nachfragen. Dann habe ich zugesagt!

Nach der Aufzeichnung: Was ist seither passiert?

Die Show war ein Riesenmotivationsschub für mich. Seitdem sitze ich fast Tag und Nacht an FindPenguins, um die Plattform bereit zu machen für das, was kommt. Und ich bin sehr gespannt, was kommt.

Die nächsten Schritte für dein Produkt?

Erst am Tag der Show gingen unsere gedruckten Reisebücher an den Start. Das ist der Hammer, man kann mit ein paar Klicks die Reisen in ein professionell von uns gestaltetes Buch umwandeln. Hier müssen wir die Versandländer noch erweitern, etwa um den Rest Europas, die USA und Australien. Dann wollen wir, dass unsere User noch Videos einstellen können, das wird sehr bald kommen. Und letztendlich werden wir mit FindPenguins mehr in den Bereich Reiserecherche dringen. Wir können etwas bieten, was sonst noch kein anderer Anbieter kann. Und da sehen wir große Chancen.

Wie bewertest du rückblickend die Erfahrung „Die Höhle der Löwen“?

Es war und ist eine wirklich aufregende Zeit. Die Aufmerksamkeit für das Startup ist natürlich sehr viel Wert und verleiht einem Flügel. Als alleiniger Gründer ist es manchmal schwer, über einen längeren Zeitraum die Motivation aufrecht zu erhalten – und leider verdient FindPenguins noch kein Geld (was sich bereits in den nächsten Tagen ändern wird). Daher bin ich dankbar für die Chance, die ich hatte.

→ Alles über „Die Höhle der Löwen“ in unserem Special zur Sendung.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

4 Kommentare

  • Habe Tobias‘ Pitch im TV gesehen. Ich empfand es als sehr beeindruckend, wie beharrlich er hinter seiner Idee stand und diese gegen die teils harsche Kritik verteidigt hat. Ich bin gespannt, wie sich sein Projekt in Zukunft entwickeln wird. Sehe da durchaus Potential. Die Seite ist jedenfalls gut gemacht.

  • Dad war wohl der peinlichste Auftritt alert bisherigen HdL-Staffeln. Der Typ wurde zu Recht auseinandergenommen!
    Warum nun Schweizer darauf angesprungen ist bleibt ein Geheimnis. Die Idee lässt sich vielleicht mit seinen Angeboten kombinieren. Jemals Geld damit verdienen?!? Eher nicht…

    • Schweizer macht gerne solche Deals. Nach meiner Ansicht rechnet er aber ganz anders.

      Das erste Drittel soll ja ins Marketing gehen (dieses Drittel geht praktisch fast 1:1 in seine Taschen, denn er bewirbt letztendlich damit auch sein Portal)
      Das zweite Drittel geht in Bürokosten, Administration etc. (geht auch in seine Taschen)
      Das letzte Drittel ist für den Gründer, damit wird aber letztendlich sein Gehalt bezahlt. Diese 66.000 tsd. tatsächliche Investition ist nichts anderes als das bezahlen eines super motivierten Angestellten. Schweizer ist schlau, so billig bekommt man keine Leute und das Produkt paßt perfekt für sein Portal. Wenn der Gründer zwei Jahre durchzieht, hat es dem Schweizer nur 2.4 tsd. Gehalt gekostet. Sollte aber tatsächlich was rausspringen hat er noch 50% davon. Cooler gehts nicht.

      Das ist jetzt der dritte Deal von Schweizer, der genauso abläuft. Ich erinnere an den Deal mit dem Paar das besondere Urlaubsreisen anbietet und jetzt der neue Deal mit der Hochzeitsfrau… Produkte die für seine Webseite passen und günstige motivierte „Gründer“ besser gesagt „Angestellte“. Null Risiko!

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