Im Test: Schneller einkaufen mit dem Amazon Dash Button? (+ Video)

Tobias Gillen

Mit dem Amazon Dash Button hat Amazon nun auch in Deutschland eine Möglichkeit gelauncht, per physischem Knopfdruck ein alltägliches Produkt nachzubestellen. Wir haben uns einen bestellt und es ausprobiert.

Eigentlich ist die Amazon-App ziemlich simpel und schnell zu bedienen – entsprechend ist der Dash Button* eher was für schlecht Organisierte oder neugierige Spielkinder (ich ordne mich beiden Kategorien zu). Zunächst muss er per Amazon bestellt werden. Kostet 4,99 Euro, die ihr aber beim ersten Kauf über den Dash-Button als Rabatt auf das Produkt zurückbekommt. Bestellen können ihn aber nur Prime-Mitglieder.

Hier wartet schon die erste Hürde auf die Nutzer: Man muss sich zunächst genau darüber im klaren sein, welche Marke man überhaupt nutzt und von welcher Marke man den Dash Button braucht. So geht es zum Beispiel nicht, einfach einen Blanko-Button zu bestellen und ihn auf ein individuelles Produkt einzustellen. Ebenso wenig kann man einen Ariel-Button, wie in unserem Test, mit den Produkten des Gilette-Buttons kombinieren. Die Hersteller zahlen für jeden verkauften Button eine Gebühr an Amazon, zusätzlich noch eine Provision pro Kauf – da wollen sie auch, dass der Kunde nur ihr Produkt kaufen kann.

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So richtest du den Amazon Dash Button ein

Einmal da, muss der Button (siehe Video) nur noch mit der Amazon-App verbunden, ins WLAN eingeklinkt und mit einem der zur Auswahl stehenden Produkte verknüpft werden. Fällt euch irgendwann auf, dass ihr doch nich so richtig gut gewählt habt, könnt ihr auch ein anderes Produkt einstellen – vorausgesetzt der Hersteller bietet es per Dash-Button an. Insgesamt ist der Button ein Mittelweg zwischen Amazons Sparabo (automatische Nachlieferung im Zeitintervall) und dem manuellen Kauf.

Problematisch wird es bei der Kontrolle. Die fällt nämlich weg, zumindest was den Preis angeht. Hier muss man, will man es auf den Cent genau wissen, vor jedem Knopfdruck in der Amazon-App schauen, was das eingestellte Produkt aktuell kostet – dann kann man es auch gleich dort bestellen. Bei größeren Preissprüngen informiert einen Amazon aber immerhin.

Wichtige Infos zu Bestellungen per Amazon Dash Button

Positiv ist der Bestellvorgang: Nach Knopfdruck bekommt man eine Push-Benachrichtigung und eine E-Mail und hat dann – falls aus Versehen – 30 Minuten die Möglichkeit, die Bestellung zu stornieren. Zudem kann man nicht mehrfach den Button nacheinander drücken: Eine neue Bestellung ist immer erst dann möglich, wenn die alte angekommen ist. Die Funktion kann man aber auch, falls gewünscht, in den Einstellung deaktivieren. Für Privatnutzer ist es aber erst mal sinnvoll, sie drinzulassen.

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Der Button wird dann im Idealfall in die Nähe des Einsatzgebietes geklebt oder per Haken an der Wand befestigt. Der Ariel-Button hängt jetzt also an der Waschmaschine, der Gilette-Button könnte in den Spiegelschrank und das Somat-Button in die Küche. Wer gerne mal was vergisst beim Einkaufen, könnte mit dem Dash Button einen Retter gefunden haben – wobei die Amazon-App nur ein paar Klicks mehr bedeuten. Somit ist das Ding zwar nice to have, aber ansonsten noch nicht wirklich sinnvoll einsetzbar.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.