Samsung Galaxy Note 7

Feierabend: Samsung stellt das Galaxy Note 7 komplett ein

Tobias Gillen

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Das war mal ein Launch der besonders misslungenen Sorte. Samsung stellt das Galaxy Note 7 wegen der anhaltenden Brandgefahr des Akkus nach nur wenigen Wochen wieder ein.

So hatte sich Samsung das mit dem Note 7 wohl nicht vorgestellt. Nach den ersten Berichten über in Brand geratene Akkus des neuen Flaggschiff-Smartphones der Südkoreaner rettete man sich zunächst in Umtausch- und Rückruf-Aktionen. Als dann aber auch reihenweise die neuen, angeblich fehlerfreien Smartphones Feuer fingen, zieht Samsung nun komplett die Reißleine und stellt ab sofort Produktion und den Verkauf des Galaxy Note 7 ein.

Samsung: Galaxy Note 7 ausschalten und zurückgeben

In einem Statement der PR-Abteilung hieß es heute per E-Mail:

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Im Interesse der Sicherheit unserer Kunden haben wir uns entschlossen, sowohl den Verkauf als auch den Austausch des Galaxy Note 7 zu stoppen. Die Produktion des Galaxy Note 7 wird nicht weiter fortgesetzt.

Kunden werden aufgefordert, die Geräte nicht mehr zu nutzen, sondern sie stattdessen auszuschalten und zurückzugeben. Das teilte Samsung heute mit, das „Wall Street Journal“ berichtete zuerst. Dabei gibt es keine neuen Geräte, sondern entweder das Geld zurück oder eines der anderen Modelle. Auch bei den neuen Galaxy Note 7-Geräten ist laut den Flugaufsichtsbehörden die Nutzung im Flugzeug weiterhin verboten. Die Geräte müssen ausgeschaltet und ungeladen transportiert werden.

Samsung Galaxy Note 7 Aktienkurs
Der Aktienkurs von Samsung stürzt seit gestern ab

Analysten: 17 Milliarden US-Dollar Schaden

Erst gestern wurde bekannt, dass Samsung die Produktion vorübergehend einstellt, heute wurde dann zunächst der Verkauf gestoppt, bevor das endgültige Aus bekannt wurde. Seitdem stürzt Samsungs Aktienkurs massiv ab, wie schon häufiger in den vergangenen Monaten seit dem Bekanntwerden der Probleme ab dem 19. August.

Zudem rechnen rechnen Analysten mit einem Verlust von 17 Milliarden US-Dollar beim nun eingetroffenen Aus des Galaxy Note 7, das sich auch auf andere Samsung-Produkte negativ auswirken wird.

Richtige Entscheidung zu spätem Zeitpunkt

Der Plan, Apple mit dem Start des Galaxy Note 7 vor dem Launch des iPhone 7 unter Druck zu setzen, ist damit endgültig gescheitert. Bei Apple jedenfalls knallen wahrscheinlich seit Mitte August die Korken. Das iPhone 7 kam diesmal ohne größere Skandale aus und hat erneut sämtliche Rekorde gebrochen.

Immerhin: Mit dem Stopp des Galaxy Note 7 kommt Samsung nun seiner Verantwortung nach und trifft die richtige Entscheidung im Sinne der Sicherheit der Kunden – wenn auch ein bisschen spät. Zu hoffen bleibt, dass alle Samsung-Kunden vom Umtausch Gebrauch machen, damit nicht noch mehr passiert.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.