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„Die Höhle der Löwen“: 8 Fragen an… das Team von Earebel

Earebel Die Höhle der Löwen Ralf Dümmel
geschrieben von Tobias Gillen

In unserem Fragebogen stellen wir Gründern und Teilnehmern der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“, richtig geraten, Fragen zu ihrem Produkt und ihren Erfahrungen mit der Show. Diesmal: Das Team vom Earebel*, erfolgreich mit einem Deal mit Ralf Dümmel.

Stellt unseren Lesern Earebel kurz vor.

Wir haben drei Linien: Lifestyle, Sport und Handmade. In der Linie Lifestyle haben wir maschinell hergestellte Acrylmützen und -stirnbänder mit Bluetooth-Kopfhörern. Das sind die preislich günstigsten Modelle. Die Mützen und Stirnbänder der Linie Sport heben sich durch funktionelle und perfekt für den Sport geeignete Materialien und Garne von der Lifestyle-Linie ab und sind ebenfalls mit Bluetooth-Kopfhörern ausgestattet.

Bei dem Premiumprodukt Handmade werden die Mützen und Stirnbänder dieser Linie alle in Deutschland mit hochwertigster Wolle handgestrickt und sind mit hochwertigen, kabelgebundenen AKG-Kopfhörern ausgestattet. Unsere drei Produktlinien decken ein sehr weites Feld potentieller Kunden ab: Menschen, die handgemachte, nachhaltige Produkte schätzen, sprechen wir mit unserer Handmade-Kollektion an. Teenies und Twens werden bei unserer Lifestyle-Linie fündig, die wir als preislich interessante Einstiegsvariante anbieten und sportliche Menschen, eigentlich jeden Alters, finden bei unseren Sportmodellen etwas Passendes.

Wie seid ihr auf die Idee zu Earebel gekommen?

Wir haben uns über die Arbeit kennengelernt und zusammen unsere Werbeagentur gegründet. Schnell haben wir gemerkt, dass wir sehr gut zusammenarbeiten können und uns wunderbar ergänzen. Also gab es seitdem nur noch ein „wir“. Von Anfang an hatten wir, neben der Arbeit als Grafiker und Designer, den Wunsch, Produkte zu gestalten und zu produzieren. Angefangen haben wir mit handgestrickten Mützen von Manuels Mutter, damals noch ohne Kopfhörer.

Der eigentliche Auslöser für die Idee der earebel-Mütze kam uns direkt beim Sport im Winter. Das lästige Tragen von In-Ear-Kopfhörern, die beim Sport drücken, ständig aus den Ohren fallen und einen zudem komplett von den Umweltgeräuschen abschotten, war für uns so nervig, dass wir uns eine Lösung überlegten: Wir integrierten die Kopfhörer direkt in eine Mütze.

Wie seid ihr zu „Die Höhle der Löwen“ gekommen?

Nach den ersten Schritten merkt man relativ schnell, dass es ohne finanzielle und professionelle Unterstützung im Vertrieb nicht geht, ein Produkt, das es bis dahin so nicht gab, am Markt zu etablieren. Daher haben wir die Möglichkeit von Anfang an in unsere Überlegungen einbezogen, uns bei „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben. Dass wir dann wirklich zur Show eingeladen wurden, hat uns natürlich unglaublich gefreut!

Und natürlich gucken wir die Show seit der ersten Staffel regelmäßig, da viele, die sich in „Die Höhle der Löwen“ trauen, natürlich am exakt gleichen Punkt stehen, wie wir es waren und exakt die gleichen Probleme und Unwägbarkeiten zu meistern hatten, wie wir!

Kurz vor eurem Pitch: Was ging in euch vor?

Wir hatten nur fünf Tage Zeit uns vorzubereiten, dementsprechend intensiv waren diese paar Tage. Kurz vor dem Pitch wurde uns abwechselnd heiß und kalt und heiß und kalt. Das hatte mit unserem ganzen Set und dem Aufbau zu tun, bei dem wir noch einige Problemchen zu bewältigen hatten… Der aufregendste Teil war für uns die Zeit bis zum endgültigen Dreh. Die Aufregung steigt von Minute zu Minute und man geht immer wieder mögliche Fragen und Antworten durch. Der Dreh war wie eine Art Achterbahnfahrt, in der man, von Lob bis zu harter Kritik, alles miterlebt. Man wird von den Löwen mit Fragen konfrontiert, auf die man nicht vorbereitet war oder mit denen man nicht so gerechnet hat.

Wie liefen die Verhandlungen?

Nachdem in den Medien bekannt gegeben worden war, dass Herr Dümmel für Frau Steiner kommt, haben wir natürlich recherchiert, wer das ist. Herr Dümmel von DS Produkte wurde als absoluter Produktspezialist beschrieben. Da war klar, dass er unser absoluter Favorit als Investor sein würde, vor allem da unsere Schwächen besonders im Vertrieb lagen. Genau so jemanden wie Herrn Dümmel und sein Team haben wir gesucht! Er hat den Deal mit uns gemacht und wir haben für 125.000 Euro eine 30 Prozent Beteiligung an unserer Firma Earebel abgegeben!

Was ist seit der Aufzeichnung passiert?

Wir kannten ja die Einschaltquoten der letzten Staffeln und haben daher schon mit enormer Aufmerksamkeit gerechnet, dass es allerdings so extrem wird, haben wir nicht erwartet. Man wird auf einmal im Ort auf der Straße angesprochen. Außerdem haben wir einen deutlichen Anstieg des Produktabsatzes im Onlineshop verzeichnet. Es ist einfach toll, wenn man sieht, wie eine Idee, an der man so lange gearbeitet hat, so positiv wahrgenommen wird. Und man merkt, dass es richtig war, immer an das Produkt zu glauben, und dass es sich gelohnt hat, weiterzumachen – auch wenn es nicht immer leicht war.

Die nächsten Schritte für Earebel?

Seitdem die teilnehmenden Gründer der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ und unser kleiner Trailer veröffentlicht wurden, bekommen wir fast täglich Presseanfragen rund um uns als Gründer und unser Produkt. Wir werden jetzt erst einmal alle Bestellungen und Anfragen abarbeiten. Dann werden wir weiter daran arbeiten, dass die Menschen verstehen, wie toll es ist, bei Outdooraktivitäten Kopfhörer in Mützen und Stirnbänder zu tragen. Dann werden wir unsere Produkte weiterentwickeln und wollen, so schnell es geht, unsere Produkte im Ausland platzieren. Anfragen aus Japan, Südkorea, Russland, USA und anderen Ländern haben wir bereits.

Wie bewertet ihr rückblickend die bisherige Erfahrung „Die Höhle der Löwen“ für euch persönlich und für Earebel?

Da wir nur fünf Tage Vorbereitungszeit hatten, waren dies wirklich sehr toughe Tage. Auch wenn man sich in der Kürze der Zeit vielleicht nicht auf alle Eventualitäten perfekt vorbereiten konnte, waren wir im Nachhinein froh, dass alles so schnell ging. So waren wir gezwungen, uns konzentriert vorzubereiten und konnten uns gar nicht allzu verrückt machen. Und für unser Produkt muss man sagen, dass man als Start-up in einer „nichtdigitalen“ Branche, wo man Kunden Dinge erklären muss, Sachen anprobieren und ausprobieren lassen muss, irgendwann diesen, oder einen ähnlichen Schritt machen muss: Man muss sich öffnen und die Dinge, die man selbst nicht professionell leisten kann, Partnern übergeben, die z.B. Vertrieb und Logistik perfekt leisten können.

Den Earebel gibt es hier bei Amazon*.

Alles zu „Die Höhle der Löwen“ gibt es in unserem Special zur Show.


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

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