Einer der neuen E-Busse. Bild: Jörg Heupel

Diese neuen E-Busse machen Köln leiser

Ekki Kern
von Ekki Kern
Einer der neuen E-Busse. Bild: Jörg Heupel

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Am Wochenende haben die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ihre Bus-Linie 133 auf den Betrieb mit E-Bussen umgestellt. Auf der rund sieben Kilometer langen Linie, die den Breslauer Platz am Hauptbahnhof mit dem Südfriedhof in Zollstock verbindet, fahren nun regulär im täglichen Liniendienst bis zu acht batteriebetriebene Gelenkbusse.

Die bisher eingesetzten Dieselbusse sollen auf der Linie 133 nur noch dann fahren, wenn aufgrund von Unfällen, Fahrzeuguntersuchungen oder Ähnlichem nicht genug E-Busse zur Verfügung stehen, heißt es.

520 Tonnen weniger CO2

Konkret wird durch den Einsatz der E-Busse nach Auskunft des Unternehmens der Ausstoß von jährlich etwa 520 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden, die bisher durch den Einsatz von Diesel-Bussen entstanden sind.

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Die Kölner Verkehrsbetriebe kommen insgesamt auf einen CO2-Ausstoß von rund 26 Gramm je Fahrgast-Kilometer. Zum Vergleich: Laut DEKRA stößt ein Kleinwagen mit einem Verbrauch von 5,9 Litern Benzin auf 100 Kilometer dagegen rund 117 Gramm CO2 je Personen-Kilometer aus.

Leiser als „normale“ Busse

Die E-Busse bieten (genauso wie die konventionellen Gelenkbusse der KVB) den Fahrgästen 43 Sitz- und 82 Stehplätze. Sie besitzen drei Türen und sind durchgängig barrierefrei. Die Fahrgäste profitieren insbesondere davon, dass die E-Busse wesentlich leiser sind als Busse mit Verbrennungsmotor.

Der Erwerb der acht E-Busse kostet nach Angaben des Unternehmens 5,6 Millionen Euro. Ein batteriebetriebener Gelenkbus kostet 696.000 Euro; ein herkömmlicher Gelenkbus mit Dieselantrieb rund 300.000 Euro. Hinzu kommen Kosten zur Anpassung der Infrastruktur in der Werkstatt und wissenschaftliche Beraterleistung.

90 Kilometer Reichweite

Die Reichweite der E-Busse habe sich in den Tests als größer herausgestellt, als ursprünglich kalkuliert, sagt die KVB. Theoretisch könnten die E-Busse 90 Kilometer weit fahren. Praktisch werden sie jedoch maximal nur 45 Kilometer ohne Nachladung eingesetzt, um das Ladevolumen der Batterien nicht unter 30 Prozent abzusenken.

Im Normalfall werden die E-Busse jeweils an den beiden Endhaltestellen der Linie 133 nachgeladen, also stets nach rund sieben Kilometern. Auf dem Betriebshof Nord der KVB erfolgt nachts die vollständige Nachladung.

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Ekki ist Medienjournalist und probiert Technologien gerne aus, entdeckt dabei aber nicht selten die Vorzüge des Analogen. Diskutieren über das alles kann man mit ihm ganz hervorragend, für die Zeitung schreibt er über Medien und Verbraucherthemen, privat für seinen Watchblog Radiowatcher.