Locomore-Zug in Berlin-Lichtenberg

Locomore streicht Züge „wegen intensiver Wartung“

Ekki Kern
von Ekki Kern
Locomore-Zug in Berlin-Lichtenberg

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Gibt es Probleme bei Locomore? Die heutige Pressemitteilung ist zwar euphorisch mit „25.000 Reisende in vier Wochen“ überschrieben. Doch die schlechte Nachricht folgt kurz danach.

25.000 Reisende habe man in den vier Wochen nach Betriebsstart auf der Strecke zwischen Stuttgart und Berlin befördert, schreibt Locomore in einer aktuellen Pressemitteilung. „Einige Züge“, wie es heißt, seien zu „über 100 Prozent“ ausgelastet gewesen.

Zug: „Zu oft auftretende Kinderkrankheiten“

Dann wird der Ton etwas ernster: Zwar erhalte man als Unternehmen „weiterhin überwiegend positives Feedback zu unserem Locomore-Produkt“, allerdings habe man „die von uns angestrebte Produktqualität noch nicht durchgängig genug erreicht“:

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Um uns Zeit zur Stabilisierung der Betriebsqualität zu verschaffen, verkehrt der Locomore-Fernzug deshalb von Montag, 23.1.2017, bis zum Donnerstag, 6.4.2017, nur noch an fünf Tagen in der Woche.

Den Dienstag und Mittwoch werde man „für eine intensive Wartung des Zuges nutzen“, schreibt Locomore. Dadurch könne man „die noch zu oft auftretenden Kinderkrankheiten wie ungeordnete Wagenreihung, nicht vollständig funktionierendes WLAN; Toilettendefekte und Fehler der Buchungs-IT schneller beheben“.

Weitere vier Wägen als „Reserve“

Am 6. April will das Unternehmen den vollständigen Betrieb an allen Wochentagen wieder aufnehmen. Zu den aktuell sieben Reisezugwagen wird es dann weitere vier im orangen Locomore-Design geben. Durch diese Maßnahme möchte das Unternehmen „nach unseren jetzigen Erfahrungen über eine ausreichende Wagenreserve für die Durchführung eines stabilen täglichen Betriebes verfügen“.

Erstattung von Tickets

Hat man ein Ticket für eine von Locomore nun nicht bediente Verbindung gebucht, erhalte man „automatisch attraktive Gutscheine“, wie es heißt, die dann für beliebige Fahrten mit Locomore eingesetzt werden könnten. Auch eine Barauszahlung ist möglich.

Am Ende der Pressemitteilung entschuldigt sich Locomore „für diese Umstände“. „Zugleich“ sei man überzeugt, dass „wir nur so dauerhaft erreichen können, dass das Reiseerlebnis mit Locomore auch immer dem entspricht, was wir anbieten wollen“.

Locomore war am 14. Dezember zum ersten Mal von Stuttgart Hbf nach Berlin-Lichtenberg und zurück gefahren. Man wirbt damit, der erste per Crowdfunding finanzierte Zug der Welt zu sein. Wenige Tage nach dem Start wurde dem Unternehmen bereits „dubiose Preispolitik“ vorgeworfen.

Auch Interessant: Unser Live-Blog zum Start von Locomore, die Bildergalerie und ein Interview mit Fahrgästen im Premierenzug.

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Ekki ist Medienjournalist und probiert Technologien gerne aus, entdeckt dabei aber nicht selten die Vorzüge des Analogen. Diskutieren über das alles kann man mit ihm ganz hervorragend, für die Zeitung schreibt er über Medien und Verbraucherthemen, privat für seinen Watchblog Radiowatcher.