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Umfrage: Sind Influencer Marketing-Macht oder völliger Quatsch?

Christian Erxleben
Aktualisiert: 13. Februar 2025
von Christian Erxleben
Sollen Unternehmen und Rechte-Inhaber Plattformen wie Twitter und YouTube dazu zwingen, Fan-Videos zu löschen?
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Mit Influencern können Marken schnell Reichweite aufbauen und ihre Produkte gezielt einer jungen, interessierten Zielgruppe präsentieren. So lautet das Versprechen. Die Realität sieht häufig anders aus. Das Thema beschäftigt die Branche. Deswegen wollen wir von euch in dieser Woche wissen, wie ihr darüber denkt.

Die Idee hinter Influencer-Marketing ist simpel und erfolgsversprechend zugleich. Junge Menschen mit großen Reichweiten in sozialen Netzwerken wie Instagram, YouTube oder Snapchat – sogenannte Influencer – präsentieren die Produkte von Unternehmen ihrer Zielgruppe mit klarer Kennzeichnung als Werbung.

Die Unternehmen erschließen sich dadurch neue Absatzmärkte und bauen sich eine Präsenz bei einer attraktiven Käufergruppe auf. Die digitalen Markenbotschafter monetarisieren ihre Reichweite und verdienen durch mit ihren Inhalten Geld.

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Fake-Fans und fehlende Regeln

So weit, so gut. Die Realität sieht leider jedoch oft anders aus. Es gibt nur wenige aussagekräftige Kriterien anhand derer Werbungtreibende den Wert eines Influencers bestimmen können.

Interaktionsraten sind nur bedingt aussagekräftig und Follower-Zahlen werden durch Bots manipuliert. Hinzu kommt, dass Produktplatzierungen leider nicht immer klar genug gekennzeichnet werden, wodurch die Gefahr besteht, Schleichwerbung zu betreiben.

Instagram. Influencer, Social Media, Bibisbeautypalace
Das Instagram-Profil „Bibisbeautypalace“ von Bianca Heinicke zählt zu den größten und bekanntesten in Deutschland.

Der Ruf nach Transparenz in der Branche ist laut. Große Stars mit Millionen Fans und auch kleine Micro-Influencer (zwischen 1.000 und 50.000 Follower ja nach Definition) sollen vergleichbar und bewertbar werden.

Die Ansätze dafür sind mannigfaltig. Manche Ideen sind sinnvoll, andere reine Geldmacherei. Zu letzerer Kategorie gehört unter anderem das „Trusted Reach“-Gütesiegel. Wer zwischen fünf und 30 Euro im Monat an den Herausgeber überweist, erhält ein Zertifikat, das angeblich sicher stellt, dass der Träger des Siegels vertrauenswürdig ist. Anstelle wirkliche Aufklärungsarbeit zu leisten, wird damit wohl eher das schnelle Geld mit den zahlreichen Unerfahrenen gemacht.

Was denkst du über Influencer?

Ob das Influencer Marketing weiter als Erfolgsmodell gilt, hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig ist definitiv, dass Influencer und auch die werbenden Unternehmen offen und ehrlich arbeiten. Nur so verliert ihr, die Nutzer, nicht das Vertrauen in eure Idole. Oder ist es dafür längst zu spät? Das wollten wir von euch in unseren Umfrage der Woche wissen.

Update: Die Ergebnisse unserer Umfrage haben einige spannende Fakten an den Tag gebracht. Drei von fünf Befragten (63,16 Prozent) wollen Influencer Marketing weder in die eine noch in die andere Ecke stellen.

18,42 Prozent von euch halten die Seiten und Profile von Influencern für ein schlechtes Werbeumfeld. Das heißt: Die Zahl der Kritiker ist dreimal so hoch, wie die Anzahl der Unterstützer (6,14 Prozent). Eine relativ eindeutige Aussage.

[totalpoll id=“1005863″ fragment=“results“]

Auf Twitter zeigte sich ein gespaltenes aber ausgeglichenes Bild.

Neue Woche, neue Umfrage: Dieses Mal dreht sich alles um #Influencer und #InfluencerMarketing ???Mach mit!https://t.co/suPhG8lvgE

— BASIC thinking (@basicthinking) 27. März 2017

Auch interessant:

  • Die übersehenen Influencer: Mitarbeiter als Markenbotschafter
  • So wertvoll ist Product Placement bei deutschen Beauty-Influencern
  • „Trusted Reach“: Mit Gütesiegel und QR-Code zum Influencer

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vonChristian Erxleben
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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.
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