Leistungszentren: Die wichtigste Innovation im deutschen Fußball

Leistungszentren: Die wichtigste Innovation im deutschen Fußball

Philipp Ostsieker
Pexels

Das Fußballbusiness muss sich auch 2017 mit Innovationen beschäftigen. Oft geht es dabei um alternative Vermarktungsoptionen und neue Technologien. Doch es gab auch Zeiten, in denen sich Fußball-Deutschland um die Basics sorgte.

Im Jahr 2000 war der deutsche Fußball nach dem peinlichen EM-Aus am Boden. Die Prioritäten für neue Innovationen waren anders gelagert. Heute hat nicht nur Jogi Löw die Qual der Wahl zwischen immer neuen Top-Talenten, auch die Bundesliga-Vereine können wieder auf hohem Niveau Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einbauen. Der Grund: hochklassige Leistungszentren.

Diese Entwicklung kam natürlich nicht über Nacht. Grund dafür ist etwa ein Jahrzehnt, in dem sich der deutsche Fußball neu erfand. Die breite Öffentlichkeit denkt zuerst an Jürgen Klinsmann und die WM 2006. Im Hintergrund lief ein umfangreicher Reformprozess, an dem nicht nur die DFL- und DFB-Funktionäre, sondern auch diverse Fußballbegeisterte in den Landesverbänden oder regionalen Stützpunkte beteiligt waren. Mittlerweile setzen Klubs wie etwa die TSG Hoffenheim auch international Maßstäbe.

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Holger Hieronymus: Antreiber der Leistungszentren ab 2005

Einer, der maßgeblich an der tollen Entwicklung beteiligt war, ist die HSV-Legende Holger Hieronymus. In seiner Funktion als Geschäftsführer Sport bei der Deutschen Fußball Liga trieb er zwischen 2005 und 2012 unter anderem die Zertifizierung der Nachwuchsleistungszentren voran. Exklusiv für matchplan sprach der Champions-League-Sieger und mehrfache Deutsche Meister über die Entstehung und Entwicklung der deutschen Nachwuchsleistungszentren, deren Umsetzung und kontinuierlichen Zertifizierung.

Im Oktober 2000 verkündeten die Verantwortlichen. Speziell die Angst der Zweitligisten war groß. Grund: die hohe finanzielle Belastung. Seit der Saison 2002/2003 erhalten die 36 Profi-Klubs keine Lizenz ohne Nachwuchsleistungszentrum. Dies bedeutete alleine in den nächsten beiden Jahren 150 Millionen Euro Investitionen für die Profi-Klubs.

Leistungszentren werden zertifiziert

Damit die Förderung der Spitzentalente auch nachhaltig funktioniert, zertifizieren DFB und DFL gemeinsam mit der belgischen Agentur Double PASS die Leistungszentren der deutschen Klubs. In ausführlichen Reports werden die folgenden Themen betrachtet:

  • Strategie & Finanzen
  • Organisation & Verfahren
  • Fußball-Ausbildung & Bewertung
  • Unterstützung & Bildung
  • Personal
  • Kommunikation & Kooperation
  • Infrastruktur & Ausstattung
  • Effektivität & Durchlässigkeit

Es ist unser oberstes Anliegen, dass sich alle Leistungszentren als aktiver, kreativer Part eines permanenten Optimierungsprozesses begreifen. Nur so sind eine hohe Identifikation mit dem Projekt und größtmögliche Praxisorientierung zu erreichen. (Hugo Schoukens, Geschäftsführer Double PASS)

Leistungszentren sind eine echte Innovation. Die entwickelten Ideen liegen nicht nur in der Schublade. Konkrete Maßnahmen beeinflussen den Markt und den Alltag der Vereine. Wichtige Grundlagen sind selbstverständlich vorhanden. Und die Entwicklung steht nicht still. Alle Prozesse werden kontinuierlich verbessert.

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Zu weiteren Zielen und Perspektiven hat sich auch Hugo Schoukens, Geschäftsführer von Double Pass gegenüber DFB.de geäußert: „Das Thema Personalentwicklung ist ein ganz wichtiger Punkt. Das haben wir in zahlreichen Gesprächen mit den Leistungszentren festgestellt. Die Verantwortlichen fragen sich: Wie bekomme ich gutes Personal? Wie kann ich Personal optimal weiterentwickeln? Wie kann man die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Klub stärken?“

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.