"PLAY FAIR!": Werden diese Fußball-Regeln getestet?

„PLAY FAIR!“ (2/3): Werden diese Fußball-Regeln getestet?

Philipp Ostsieker
Pexels

Bekommen die Fußballregeln bald ein umfangreiches Update? Das International Football Association Board (IFAB) schägt im Strategiepapier „PLAY FAIR!“ neue Fußball-Regeln vor, die bereit zum Test stehen.

Das Experiment des IFAB beim Thema Video-Schiedsrichter ist geglückt. Dies hat den IFAB zu weiteren Verbesserungsinitiatven ermutigt. Das Ziel: die Fussballdebatte in enger Partnerschaft mit der FIFA durch die „PLAY FAIR!“-Strategie ausbauen. Diese soll das FIFA Fairplay-Programm ergänzen und verbessern, damit die Ideen zur Entwicklung des Spiels anhand seiner Fußball-Regeln das widerspiegeln, „was der Fussball will“.

Die Strategie beinhaltet die folgenden Bausteine:

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  • Verbesserung des Verhaltens & Erhöhen des Respekts
  • Erhöhung der effektiven Spielzeit
  • Steigerung von Fairness und Attraktivität

Der IFAB hat die Vorschläge in drei Phase eingeteilt:

Im heutigen Beitrag betrachten wir alle Vorschläge, die bereit für „einen Testlauf oder ein Experiment“ stehen.

„PLAY FAIR!“ für besseres Verhalten & höheren Respekt

Anpöbeln oder Umzingeln von Schiedsrichtern

Mögliche Sanktionen:

  • Schiedsrichter gehen strenger mit Spielern um, die den Schiedsrichter(-assistenten) „anpöbeln“, d. h. verstärkter Einsatz von Verwarnungen (Gelbe Karten)
  • Nur der Spielführer darf den Schiedsrichter (oder andere Spieloffizielle) ansprechen, sollte eine Entscheidung „kontrovers“ sein.
  • Strafen oder Punktabzüge für ein Team, das sich des „Anpöbelns“ strafbar gemacht hat

Rote und Gelbe Karten für Trainer und Offizielle

Rote oder Gelbe Karten für schlechtes Verhalten durch einen Trainer oder einen anderen Teamoffiziellen sollen zukünftig signalisiert werden. Dadurch wird deutlich, dass der Schiedsrichter eine Disziplinarmaßnahme getroffen hat, statt den Offiziellen lediglich zu verwarnen.

„PLAY FAIR!“ für eine höhere effektive Spielzeit

Auswechslungen

Viel Zeit geht (häufig absichtlich) „verloren“ wenn ein ausgewechselter Spieler nur langsam zur Mittellinie geht. Verletzte Spieler müssen das Spielfeld an der nächstgelegenen Seitenauslinie verlassen. Dies könnte auch für ausgewechselte Spieler angewandt werden. Die Fußball-Regeln sehen ohnehin nicht vor, dass die Spieler das Spielfeld an der Mittellinie verlassen müssen.

„PLAY FAIR!“ für mehr Fairness & Attraktivität

Neue Reihenfolge der Schützen beim Elfmeterschießen

Studien zeigen, dass das Team, welches den „ersten“ Elfmeter schießt, einen vorprogrammierten Vorteil hat. Ein größerer mentaler Druck laste auf dem zweiten Schützen (bei jedem Elfmeterschießen). Dieser entscheide häufig über das unmittelbare Ausscheiden, wenn er seinen Schuss verfehlt (insbesondere nach den ersten vier Elfmetern für jedes Team).

Ein „Tie-Break“-System wie im Tennis könnte gemäß „PLAY FAIR!“ fairer sein:

  • 1. Schuss Team A – 2. Schuss Team B
  • 3. Schuss Team B – 4. Schuss Team A
  • 5. Schuss Team A – 6. Schuss Team B
  • 7. Schuss Team B – 8. Schuss Team A
  • 9. Schuss Team A – 10. Schuss Team B
  • 11. Schuss Team B – 12. Schuss Team A usw.

(Andere Systeme oder Reihenfolgen können innerhalb der Experimentierphase erlaubt werden.)

Abstöße und Freistöße der verteidigenden Mannschaft im eigenen Strafraum

Der Gegner muss 9,15 m Abstand zu einem Freistoß halten. Der Ball muss aber nicht über 9,15 m bewegt werden, bevor er im Spiel ist. Bei Abstößen und Freistößen der verteidigenden Mannschaft im eigenen Strafraum muss der Ball den Strafraum verlassen haben, bevor er im Spiel ist. Wenn ein Spieler den Ball davor spielt, gibt es keine Sanktion: der Frei-/Abstoß wird wiederholt, was zu einer Taktik werden kann, um Zeit zu schinden.

Wenn zugelassen wird, dass Spieler und Torhüter den Ball im Strafraum spielen können, sobald der Freistoß/Abstoß ausgeführt wurde, kann das Spiel beschleunigt, Zeitspiel verhindert und eine konstruktivere undkontrolliertere Spielfortsetzung gefördert werden als beim derzeitigen „Weitschuss“‘.

Das komplette Strategie-Papier könnt ihr hier herunterladen.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.