Signal Ende-zu-Ende Verschlüsselung Protokoll E2EE

Signal-Protokoll: So schützt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung deine Chats

Felix Baumann
Bild: DepositPhotos

Signal gilt als eine der sichersten Messaging-Apps der Welt. Doch was steckt hinter der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Dienstes? Das Signal-Protokoll kombiniert drei kryptografische Verfahren, die selbst die NSA und EU-Kommission überzeugen. Wir erklären, wie Double Ratchet, AES-256 und X3DH zusammenspielen und warum ein gestohlener Schlüssel trotzdem keinen Zugriff auf deine Chats ermöglicht.

Das Signal-Protokoll nutzt ein spezielles technisches Rahmenwerk, um die Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen. Der sogenannte Double Ratchet Algorithmus bildet dabei das Fundament. Das System erneuert die Verschlüsselungsschlüssel innerhalb einer laufenden Konversation kontinuierlich.

Das Verfahren verspricht eine solide Sicherheit für jede Unterhaltung. Ein mechanischer Vergleich veranschaulicht das dahinterstehende Prinzip: Ein Schloss codiert sich nach jedem einzelnen Öffnen automatisch um. Nutzer profitierten von dieser Absicherung, da selbst entwendete Schlüssel keinen Zugriff auf vergangene oder zukünftige Chats ermöglichen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Mit AES-256: Wie Signal Nachrichten verschlüsselt

AES-256 übernimmt die Verschlüsselung der Datenpakete im sogenannten Galois/Counter-Mode. Diese Methode gilt nach aktuellem Stand der Technik als sicher gegen Entschlüsselungsversuche. Ein Authentifizierungscode garantiert zusätzlich die Integrität der Daten und soll Manipulationen ausschließen.

Signal speichert laut eigenen Angaben keine Nachrichten oder Metadaten auf seinen Servern. Diese Vorgehensweise schütze die Privatsphäre der Anwender und unterscheide das System von anderen Anbietern. Im Heimatmarkt der USA wirft das aber die Frage auf, ob die Infrastruktur vollständig unabhängig von ausländischen Einflüssen ist.

So baut Signal die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf

Vor der ersten Nachricht baut das System über das Verfahren Extended Triple Diffie-Hellman (X3DH) eine sichere Verbindung auf. Während dieses Prozesses tauschen die beteiligten Geräte der Nutzer öffentliche Schlüssel aus. Die mathematische Basis für diesen Austausch bildet Curve25519.

Das Protokoll X3DH nutzt langfristige Identitätsschlüssel, kurzlebige ephemere Schlüssel sowie spezielle Einmal-Prekeys. Diese Einmal-Prekeys verhindern, dass sich Angreifer während des Verbindungsaufbaus als Nutzer ausgeben können. Der Mechanismus soll die Kommunikation selbst dann schützen, wenn ein Akteur den Austausch aufgezeichnet hat.

Die Elliptic Curve Cryptography ermöglicht dabei hohe Sicherheit bei geringem Rechenaufwand. Die Effizienz dieser Methode schont zudem die Hardware moderner Endgeräte. Das System stellt damit eine vertrauenswürdige Identität zwischen zwei Kommunikationspartnern sicher.

Warum NSA und EU-Kommission auf Signal setzen

US-Behörden wie die NSA und die Cybersecurity-Behörde CISA empfehlen den Dienst bereits für die Absicherung privater Kommunikation. Dokumente des FBI bestätigen zudem, dass die Verschlüsselung den Datenzugriff für Ermittler erheblich erschwert. Auch die Europäische Kommission rät ihrem Personal zur Nutzung der App für die offizielle Dienstkommunikation.

Das US-Verteidigungsministerium äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der nationalen Datensouveränität. Es werde intern debattiert, ob die Infrastruktur des Dienstes tatsächlich unabhängig von ausländischen Einflüssen bleibe.

Open Source: Wie Experten Signals Verschlüsselung prüfen

Fachleute prüfen die Implementierungen für Android und iOS fortlaufend auf GitHub. Die quelloffene Natur des Projekts stärkt das Vertrauen der Fachwelt in die Integrität des Systems. Forscher untersuchen den Code dabei regelmäßig auf mögliche Schwachstellen.

Trotz der laufenden Prüfungen in hochregulierten Bereichen bleibt die Anwendung eine sichere Lösung für die digitale Privatsphäre. Behörden dürften die Rolle der App für sensible Daten aber auch künftig intensiv debattieren. Nutzer weltweit vertrauten weiterhin auf die technische Stabilität des Protokolls.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Content Creator m/w/d
SPIE SAG GmbH GB High Voltage in Weinheim bei Mannheim
Marketing and Social Media Manager (m/w/d)
Solida Holz GmbH in Gießen
Werkstudent Social Media & Community Mana...
Landhaus Walter in Hamburg
Content Manager (w/m/d) Blog – Teilzeit...
1&1 in Montabaur
Referent (m/w/d) Marketing und Social Media
NORDMETALL Verband der Metall- und Elektr... in Hamburg
Praktikant (m/w/d) Online Marketing
Merz Consumer Care GmbH in Frankfurt am Main
Social Media Manager (m/w/d)
Köhler+Partner GmbH in Buchholz in der Nordheide (Gr...
Social Media Manager (m/w/d)
IW Medien in Köln
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.
Keine Kommentare