Nike verkauft direkt über Amazon

Nike verkauft Produkte direkt über Amazon

Philipp Ostsieker
Pexels

Nike wird bei Amazon einen offiziellen Shop starten. Der Direktverkauf startet als Pilotprogramm mit ausgewählten Produkten.

Es schien undenkbar, dass der Sportartikel-Hersteller seine Produkte direkt bei Amazon verkaufen würde. Doch jetzt haben sich die Verantwortlichen für eine signifikante Kehrtwende entschieden.

Nike auf den Spuren des Erzrivalen

Viele Gründe sind dafür ausschlaggebend, u.a. der Blick auf den Erzrivalen in Deutschland. Adidas verkauft seine Ware schon seit drei Jahren direkt über Amazon. Adidas profitierte vom boomenden Online-Handel und konnte den Marktanteil auf dem Sportschuh-Markt von sieben auf elf Prozent steigern.

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Nike wiederum litt unter den Drittverkäufern. Diese bieten die Produkte mit dem Swoosh massenhaft über Amazon an. Nike ist sogar die beliebteste Marke auf Amazon. Produkte werden aber teils minderwertig präsentiert und angeboten. Zwischenhändler tarnen sich sogar als Endkunden. Endkunden werden sogar bezahlt, auszuschwärmen und Sneaker abzugreifen. Laut WSJ bringe ein Paar bis zu 20 Dollar Gewinn.

Der Marke Nike und ihren Preisen half das nicht. Der Konzern stärkte lange den eigenen Online-Auftritt, um dagegen zu halten. Aber zuletzt nahm der Zwischenhandel große Ausmaße an.

Welche Vorteile bietet Amazon?

Die Probleme sollen der Vergangenheit angehören. Amazon soll sich konsequenter gegenüber den Zwischenhändlern positionieren. Manche müssen ihr Geschäft einstellen. Denn Nike hat teilweise ein exklusives Verkaufsrecht auf Amazon.

Offensichtlich hat Amazon jahrelang auf diesen Deal hingearbeitet. Der Sportartikel-Konzern hat seine Position im Markt überdacht. Das gefällt auch den Anlegern. Die Aktie stieg zwischenzeitlich um acht Prozent. Dafür sorgten in erster Linie gute Quartalszahlen. Im vierten Geschäftsquartal (per Ende Mai) wuchs der Überschuss um 19 Prozent, der Umsatz kletterte um 5 Prozent. Aber auch für den Ausblick gab es laut Finanzen.net Lob.

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Da geht fast unter, dass Nike ankündigte, 2 Prozent seiner Belegschaft zu entlassen. Ob der Amazon-Deal alle Probleme lösen wird, bleibt abzuwarten. Immerhin gab Nike bekannt, auch direkt über Instagram verkaufen zu wollen. Und vielleicht trägt ja ein neuer Versuch bei #Breaking2 zu neuem Wachstum bei?

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.