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Meine 5 Flops der Kommunikation 2017

Meike Neitz
Was in der Kommunikation 2017 schief gelaufen ist. (Pixabay.com / Comfreak)

Vor zwei Wochen habe ich euch meine persönlichen Highlights der Kommunikation in diesem Jahr vorgestellt. Nun folgen meine 5 Flops. Mit dabei: Corals Versuch mit Influencern zusammenzuarbeiten und der nie endende Tweet-Storm von Donald Trump.

Die letzten zwölf Monate waren – das steht fest – wahrlich ereignisreich. Das Jahr 2017 war ein stürmisches Jahr mit hoher Regenwahrscheinlichkeit. Nur hier und da zeigte sich die Sonne.

Doch nicht nur politisch, sondern aus Kommunikationssicht hatte das Jahr einiges zu bieten. Auch hier ging es windig zu. Und damit meine ich nicht nur die andauernde Twitter-Sturmflut des amerikanischen Präsidenten.

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Wenn Kommunikation misslingt

Natürlich gingen auch eine Reihe von Auftritten oder Kommunikationsmaßnahmen komplett schief. Hier eine bunte Auswahl meiner persönlichen Kandidaten:

1. Corals (versuchtes) Influencer Marketing

Ein schönes Beispiel und Wachmacher für alle Unternehmen, die planen, auf den Influencer-Zug aufzuspringen, wie dieses Unterfangen auch ordentlich schiefgehen kann. Coral platziert nicht, sondern deplatziert seine Produkte in den Fotos von namhaften Influencern.

So unauthentisch, dass es direkt schon wieder komödiantische Züge annimmt. Das Netz belohnt mit einem ordentlichen Shitstorm. Immerhin: Die gewünschten Reichweiten wurden so mit Sicherheit erzielt …

2. Die 280-Zeichen-Expansion von Twitter

Ebenso daneben geht es, wenn man lieber nicht auf seine Kunden hört, sondern Produktneuheiten nach einer kurzen Testphase einfach so einführt.

So geschehen bei Twitter, das nach über zehn Jahren mal eben sein bezeichnendes Merkmal – die 140-Zeichen-Kurznachricht – kurzerhand auf 280 Zeichen vergrößert. Die User bedanken sich, wie gewohnt gekonnt ironisch.

3. Trump-Tweets

Noch einmal Twitter. Auch wenn Twitter wirklich ein geschätztes Kommunikationsmedium ist. Das, was der amerikanische Präsident in 140 Zeichen (und jetzt 280!) fabriziert, macht schlichtweg traurig und ist Angst einflößend.

Knapp ein Jahr begleiten uns jetzt schon seine unüberlegten Aussagen, seine giftigen Hasstiraden und getwitterten Wutanfälle. Wie soll das noch drei Jahre weitergehen?

4. Das Coming-Out von Kevin Spacey

Puh! Kevin Spacey hatte mit Sicherheit kein gutes Krisen-PR-Team. Wie kann man sonst auf Anschuldigungen zur sexuellen Belästigung mit einem Coming-Out antworten? Kein Kommentar …

5. Ein Brief vom United-Airlines-CEO an seine Mitarbeiter

Noch einmal schlechte Krisen-PR. Nachdem der brutale Rausschmiss eines Passagiers aus einer überbuchten United-Airlines-Maschine viral geht, meldet sich CEO Oscar Munoz in einem Brief an seine Mitarbeiter zu Wort.

Doch anstatt sich für die Geschehnisse zu entschuldigen und eine Verbesserung im Umgang mit Passagieren oder gar eine Optimierung des Buchungssystems zu versprechen, rechtfertigt er die Aktion und zeigt sich uneinsichtig bezüglich der Anschuldigungen.

So das waren meine „Worst of 2017“ – natürlich sehr subjektiv und nur ein kleiner Ausschnitt eines abwechslungsreichen Jahres.

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Was waren eure Kommunikations-Fehltritte? Ich bin gespannt, sie zu hören und daraus einen kleinen Nachklapp meines Artikels aufzubereiten. Schreibt mir einfach einen Kommentar unter diesen Artikel.

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Meike Neitz studierte Internationale Beziehungen an der TU Dresden und am Boston College, und hält einen Master in Politischer Kommunikation von der University of London (Goldsmiths College). Nach langjähriger Tätigkeit im Ausland machte sie sich 2016 selbstständig und berät nun mit ihrer Agentur “Die Zukunftsmanufaktur” Mittelständler und Start-ups in der Kommunikationsarbeit: Content Strategie, klassische PR, Pitchtraining. Sie ist als Keynote-Speakerin auf Konferenzen in ganz Deutschland unterwegs.