Instagram-Strategie: Chelsea setzt auf Pac-Man & Pinball

Instagram-Strategie: Chelsea setzt auf Pac-Man & Pinball

Philipp Ostsieker
Screenshots @ChelseaFC

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Kreatives Storytelling ist in der schnelllebigen Social-Media-Welt unerlässlich. Mit Beginn der laufenden Premier-League-Saison setzte Chelsea FC auf eine neue Instagram-Strategie. Der Fokus lag dabei auf einer neuen Art und Weise, Instagram Stories einzusetzen. Mit dem Endergebnis hatte wohl niemand gerechnet.

Schon 2017 hatte Chelsea seine Meister-Saison auch via Instagram Stories gefeiert. Wer bei der Fortsetzung nur mit klassischen Fußball-Elementen gerechnet hatet, wurde positiv überrascht. Die Instagram-Strategie basiert zu großen Teilen aus Grafiken, die an klassische Arcade Games erinnern. Mit Pac-Man, Pinball oder Darts werden die Spiele von Chelsea dokumentiert. Der Unterhaltungswert ist immens.

Und auch die Zahlen stimmen offenbar. Die Klickraten bleiben von Frame zu Frame konstant, das Engagement über alle Posts hinweg kontinuierlich gut. Darauf weist zumindest Front Office Sports hin. Chase McCaskill, Digitalanalyst bei U.S. Soccer, ergänzt: „Es ist eine einzigartige Strategie. Als Fan fand ich es attraktiv.“

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Keine Geschichte ist wie die andere, was den Fans bei jedem Premier-League-Spiel überrascht. Die Absicht des Vereins war es, sich von anderen Mannschaften in der überfüllten Fußball-Welt abzuheben. Es funktioniert. Die Instagram-Strategie ist innovativ, unerwartet und unterhaltsam.

Das Spektrum der Spiele ist sehr umfangreich. McCaskill war „beim Durchsehen der Beiträge sehr neugierig“, was als nächstes kommen könnte.

Instagram-Strategie trägt Früchte

Die Ergebnisse der Instagram-Strategie sind erfreulich. Der Traffic auf die Spielberichterstattung hat laut den Berichten um 120 Prozent zugenommen. Die Retention Rate betrug 95 Prozent, bei 3-5 Frames innerhalb einer 45- bis 60-sekündigen Instagram Story.

So wird die Retention Rate berechnet: RR = (LSVC*100)/FSVC

  • RR = Retention Rate
  • LSVC = Last Story View Count
  • FSVC = First Story View Count

Die Reaktionen sind überwiegend positiv. Klubs wie Chelsea bleibt nichts anderes übrig, als regelmäßig neue Formate zu testen. Etablierte Plattformen entwickeln sich weiter. Neue Plattformen kommen hinzu. Die Klubs müssen plattformunabhängig in der Lage sein, gute Geschichten zu erzählen. Dabei muss es nicht zwangsläufig um klassische Fußball-Inhalte gehen.

Die Macher von Bleacher Report bedienten sich bereits eines ähnlichen Ansatzes. Die Viertelfinalpaarungen der UEFA Champions League wurden als Pokémon-Kämpfe inszeniert.

Wer von klassischen Inhalten abweicht, mag sich auch mal die Finger verbrennen. Oft wird der Mut aber auch belohnt. Die Verbindung zur Zielgruppe wird gestärkt und bestenfalls können neue Fans gewonnen werden.

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Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.