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Frankreich gründet eSport-Nationalmannschaft

Frankreich gründet eSport-Nationalmannschaft
Screenshot YouTube
geschrieben von Philipp Ostsieker

Viele Fußballklubs starten derzeit eigene eSport-Aktivitäten. Der französische Fußballverband (FFF) geht sogar einen Schritt weiter. Der Verband hat sich entschieden, eine eigene eSport-Nationalmannschaft zu gründen. Ziehen etwa bald andere Fußballverbände nach?

Welche Spieler bilden die eSport-Nationalmannschaft? Sechzehn Spieler wurden für ein Qualifikationscamp am 20. und 21. April in Clairefontaine ausgewählt. In der Vorauswahl stehen zwölf Teilnehmer der FUT Champions. Die anderen vier Spieler sind die Wahl des Trainers.

Am Ende dieser Vorauswahlphase werden vier Spieler ausgewählt, um die „Équipe de France eFoot“ zu bilden. Diese soll während der gesamten Saison an Schaukämpfen gegen andere Nationen teilzunehmen.


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Die Leitung der eSport-Nationalmannschaft übernimmt Fabien ‚Neo‘ Devide. Devide ist Inhaber von Team Vitality.

 

Frankreich gehört zu den großen eSport-Treibern in Europa. Sogar die Regierung sieht eSport in einer Kategorie mit klassischen Sportarten. Bei Olympia 2024 in Paris könnten das erste Mal eSport-Disziplinen ausgetragen werden. Das Pariser Bewerbungsteam zeigt sich sehr offen.

Einige Ligue-1-Klubs, wie Paris Saint-Germain oder OSC Lille, haben schon FIFA-Spieler verpflichtet. PSG war sogar zwischenzeitlich in League of Legends aktiv.

Gegen wen soll die eSport-Nationalmannschaft antreten?

François Vasseur, Marketingdirektor beim FFF: „Die Gründung des eFoot France Teams steht im Einklang mit dem Innovationsverständnis des Verbands. Der FFF wird seine Kompetenz in allen Bereichen des Fußballs stärken und seine sehr aktive Community ausbauen. Der FFF zählt zu den Pionierverbänden im eSport.“

Der Schritt des französischen Fußballverbands ist beinahe revolutionär. Zu revolutionär? Abseits der Personalien ist wenig über das Projekt eSport-Nationalmannschaft bekannt. Offen ist, gegen wen das Team antreten soll. Weder der DFB noch andere europäische Verbände betreiben eigene FIFA-Teams.

Die Meinung von DFB-Präsident Reinhard Grindel zum eSport ist bekannt. Es sei „eine absolute Verarmung“, wenn Kinder und Jugendliche sich immer mehr mit mobilen Endgeräten beschäftigen. „Fußball gehört auf den grünen Rasen und hat mit anderen Dingen, die computermäßig sind, nichts zu tun. eSport ist für mich kein Sport.“

Im offiziellen Statement heißt es dennoch, dass die eSport-Nationalmannschaft in Freundschaftsspielen gegen andere Nationalteams antreten werde. Es ist daher zu vermuten, dass bald andere Länder nachziehen werden. Wenn nicht Deutschland, dann könnten vielleicht eSport-affine Nationen wie die Niederlande antreten.


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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Medien- und Digitalmanager aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als selbstständiger Digital Content Strategist schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.

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