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World Football Report 2018 (1/4): Die Rolle der Fans

World Football Report 2018 (1/4): Die Rolle der Fans
geschrieben von Philipp Ostsieker

Der Status des Fußballs als größte Sportart der Welt ist unbestritten. Aber wie groß ist der Sport. Wie steht er im Vergleich zu anderen großen Sportarten dar? Nielsen Sports hat die Rolle der Fans im neuen „World Football Report 2018“ unter die Lupe genommen.

Der „World Football Report 2018“ basiert auf einer Umfrage in 18 Märkten in ganz Amerika, Europa, Nahost und Asien. Sie zeigen, dass der Fußball immer wieder die Nase vorn hat. Demzufolge sind über 40% der Befragten entweder „interessiert“ oder „sehr interessiert“ am Fußball. Im Jahr 2017 entsprach die 43-prozentige Beteiligung des Fußballs 736 Millionen Menschen in den untersuchten Märkten. Basketball ist die klare Nummer zwei. Der Sport weckt das Interesse von 36% der Befragten bzw. 626 Millionen im Jahr 2017.

Insgesamt ist das Interesse am Fußball und den anderen Sportarten in den letzten Jahren relativ konstant. die Periode. Innerhalb der einzelnen Märkte konnte der Fußball einige Siege in wichtigen strategischen Märkten einfahren. Das Fußball-Interesse in China stieg von 27% im Jahr 2013 auf 32% im Jahr 2017, in Indien von 30% auf 1,5 Mrd. 45% und in den USA von 28% auf 32%.

Es gab auch einige bemerkenswerte Abwärtsbewegungen, wie zum Beispiel in Brasilien. Vielleicht ist dies nach dem Höhepunkt bei der WM 2014 nur logisch. Interessant ist es aber allemal, dass das Interesse zwischen 2013 und 2017 von 72% auf 60% gesunken ist

Dennoch unterstreichen die Zahlen den Status des Fußballs als König des Sports.

Welche Rolle spielen die weiblichen Fans?

Die Macht des Fußballs, das Publikum auf der ganzen Welt zu erreichen, beschränkt sich nicht auf männliches Publikum. In der Tat ist sie die beliebteste der untersuchten Sportarten beim weiblichem Publikum. Fast ein Drittel der Frauen (31%) waren 2017 an Fußball interessiert. Basketball liegt mit 28% an zweiter Stelle. Es folgen Leichtathletik (26%) und Tennis (25%).

Kombiniert mit der große Beliebtheit des Fußballs bei den Männern (54% in den 18 Märkten) ergibt sich ein Ration von 64:36. Dies steht im Einklang mit den anderen Sportarten. Ausnahmen bilden die Ausreißer Tennis und Leichtathletik. Beide können ein Verhältnis von 55:45 vorweisen.

Fußball-Weltmeisterschaften sind für den Fußball eine wichtige Möglichkeit, seine Reichweite bei neuen und wachsenden Zielgruppen zu erhöhen. Die Aufmerksamkeit der Medien und der Öffentlichkeit nimmt stark zu. Verantwortliche im Fußball blicken also gespannt auf die WM 2018 sowie die WM 2019 der Frauen in Frankreich.

Die Frauen-WM ist bei Frauen sehr beliebt. Das ergaben FIFA-Daten aus einer gesonderten Erhebung im April. 58% der Frauen stufen den Wettbewerb als „sehr attraktiv“ ein. Dennoch liegt der Fokus auf der WM 2018. Daten aus der gleichen Umfrage zeigen, dass 70% der Frauen die WM der Männer als „sehr ansprechend“ beurteilen.

Die wichtigsten Wachstumsmärkte im Fußball

Der Fußball genießt eine hohe Durchdringung in verschiedenen Kulturen weltweit. In der Top-20-Liste finden sich vier asiatische Länder, 11 europäische, drei lateinamerikanische, eines in Nahost und ein afrikanisches Land. In all diesen Ländern interessieren sich mindestens 49% der Bevölkerung für Fußball.

Der Fußball hat etwas einen großen Einfluss auf die kleine Bevölkerung der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Sport ist im gesamten Nahen Osten stark vertreten und hat in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgrund einiger bedeutender Investitionen lokaler Regierungen und Unternehmen einen hohen Stellenwert. Andere Länder wie Saudi-Arabien wollen nachziehen.

Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad sind Hauptsponsoren im europäischen Klubfußball. Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan ist Hauptanteilseigner der City Football Group, die wiederum Multi-Club Owner, u.a. von Manchester City, ist.

Der 80-prozentige Anteil der VAE am Fußball entspricht nur etwa 3,2 Millionen Menschen. Thailand kommt auf 78%, allerdings auf Basis von 40 Millionen Fußball-Interessierten absolut. (Brasilien: 60% bei 75 Millionen)

Spanien, die Türkei und Portugal sind die ranghöchsten europäischen Nationen auf der Liste. England und Frankreich schaffen es nur auf die Plätze 17 und 18.

Weder China noch Indien sind in der Grafik zu finden. Das liegt natürlich an der immens großen Bevölkerung. Zählt man jeweils nur die städtische Bevölkerung existieren 187 Millionen Fußball-Interessierte in China, 125 Millionen in Indien. Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien zusammen kommen auf 131 Millionen insgesamt.

Den vollständigen „World Football Report 2018“ von Nielsen Sports könnt ihr euch hier herunterladen.


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Über den Autor

Philipp Ostsieker

Philipp Ostsieker ist Medienmanager und Digitalstratege aus Hamburg. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit schreibt Philipp für BASIC thinking die Kolumne „Matchplan“, in der er über den Tellerrand blickt und durch die innovativen Ideen der Sportbranche führt.

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