Gesicht Grafik wütend

Was Menschen in ihren Autos tun – und mich in den Wahnsinn treibt

Marinela Potor
Foto: Pixabay / Prawny

Vor einiger Zeit hat sich Ekki Kern an dieser Stelle über nervige Autofahrer-Typen ausgelassen. Ich finde: Das ist erst die Spitze des Eisbergs. Mindestens genauso schrecklich ist es, was Menschen ANSTATT Autofahren hinterm Steuer tun.

Telefonieren, E-Mails checken, Lippenstift auftragen – manchmal hat man doch wirklich das Gefühl, Menschen tun so ziemlich alles am Steuer außer Autofahren. Diese sechs Verhaltensweisen nerven mich ganz besonders.

Der Ampelschreiber

Das sind die Leute, die bei jeder roten Ampel eine Nachricht verschicken müssen. Im Ernst? Müsst ihr wirklich permanent so viele WhatsApp-Nachrichten beantworten oder was ist da los???

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Das alles könnte mir natürlich völlig egal sein, wenn diese Leute nicht so ein erratisches Fahrverhalten an den Tag legen würden.

Denn natürlich verpassen sie bei ihrem ganzen Getippe IMMER, wenn die Ampel umschaltet und ich weiß nicht wie oft ich da schon fast jemandem hinten rein geknallt wäre. Also bitte Leute, wartet doch einach mit dem Nachrichten schreiben bis ihr wieder aus dem Auto aussteigt.

Der Dirigent

Eine weitere interessante Spezies von Autofahrern sind diejenigen, die beim Autofahren telefonieren und dabei so aussehen als würden sie ein ganzes Symphonieorchester dirigieren.

Dabei wird kräftig gestikuliert, mit den Armen gewedelt – gerne auch mit beiden gleichzeitig – und der Kopf so rhythmisch mitbewegt, dass man dem Wackeldackel Konkurrenz macht.

Auch wenn das wirklich lustig aussieht: Oftmals sind diese Dirigenten so in ihr Gespräch vertieft, dass sie völlig die Kontrolle über das Verkehrsgeschehen verlieren und sich und andere gefährden.

Die Kosmetiktante

Ich will ja nicht ausschließen, dass sich auch Männer hinterm Steuer schminken, ich selbst habe es aber bisher nur bei Frauen gesehen. Da wird das Auto zum kompletten Kosmetikstudio: Die Haare werden gestylt, der Lippenstift aufgetragen und sogar die Wimpern getuscht. Mädels, das muss doch echt nicht sein!

Ihr seid damit wirklich eine wandelnde Unfallgefahr auf vier Rädern.

Der Paparazzo

Das scheint eine völlig neue Art von Autofahrer zu sein. Zumindest ist mir das in diesem Jahr zum ersten Mal aufgefallen. Der Paparazzo macht Folgendes: Während ich an der Ampel neben einem anderen Auto stehe und zufällig herüberschaue, macht er (oder sie) Fotos von mir.

Ich bin nun wirklich keine herausragende Erscheinung und soweit ich weiß, sehe ich auch keiner berühmten Person besonders ähnlich. Von daher fühle ich mich davon jedes Mal leicht verstört und stark verunsichert, was mich schon zugegebenermaßen zu sehr merkwürdigen Fahrmanövern verleitet hat.

Hat irgend jemand eine Erklärung für dieses Phänomen?

Der Schatzsucher

Bei manchen Autofahrern könnte man meinen, dass bei ihnen im Fahrzeug irgendwo eine Schatztruhe versteckt ist, wenn man sie so eifrig in den Tiefen ihres Autos herumwühlen sieht. Okay, wahrscheinlich suchen sie gerade ein Taschentuch oder kramen etwas aus ihrem Rucksack, aber es erinnert schon stark an Goldgräber.

Das Schlimme daran: Während die eine Hand sucht, ist die andere nur noch halb auf dem Lenkrad, sodass das Auto völlig unkontrolliert umher schwenkt und somit wirklich zur Unfallgefahr wird.

Der Nasenpopler

Ungelogen, das habe ich UNZÄHLIGE Male gesehen. Auch wenn ich hier kein Argument gegen die Verkehrssicherheit anbringen kann: Das ist einfach eklig!

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Wie sieht das bei euch aus: Welche Verhaltensweisen von anderen Autofahrern nerven euch ganz besonders?

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.