Walmart Postmates Ford autonomer Lieferdienst

Ford, Walmart und Postmates wollen Waren von autonomen Fahrzeugen liefern lassen

Marinela Potor
Fahrerlose Autos könnten bald Waren selbstständig zu uns nach Hause liefern. (Foto: Ford / Walmart)

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Lebensmittel könnten schon bald von autonomen Fahrzeugen selbstständig geliefert werden. Das ist zumindest das Ziel eines Gemeinschaftsprojekts zwischen Ford, Walmart und Postmate. Erste Tests werden in Miami starten.

Enge Gänge, dichtes Gedränge, langes Warten an der Kasse – „mal eben schnell“ nach der Arbeit oder gar vor einem Feiertag in den Supermarkt gehen, ist oft alles andere als ein Vergnügen.

Diesen ganzen Einkaufsstress kann man schon jetzt größtenteils vermeiden, wenn man seine Lebensmittel über die Supermarkt-Webseite bestellt, zum Laden fährt, parkt und die Sachen abholt. Klingt einfach, doch es geht noch einfacher, finden der US-Einzelhandelskonzern Walmart, Autohersteller Ford und der Zustelldienst Postmate.

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In einem gemeinsamen Pilotprojekt sollen nun Lieferungen von Lebensmitteln mit autonomen Fahrzeugen getestet werden.

Lieferungen zunächst noch mit menschlichen Testfahrern

Das bedeutet: Man bestellt seine Waren im Netz oder per App und fahrerlose Autos bringen die Lieferung selbstständig direkt vor die eigene Haustür.

Während die Waren für dieses Projekt von Walmart stammen, liefert Postmate die Expertise im Zustelldienst. Postmate ist mit einer Flotte von 150.000 Fahrzeugen in über 50 Städten der größte On-Demand-Lieferdienst in den USA.

Das Pilotprojekt wird in Miami starten, wo Ford mit seinem Tochterunternehmen Argo bereits fahrerlose Autos testet. „Wir wollen herausfinden, wie selbstfahrende Fahrzeuge alltägliche Güter wie Lebensmittel, Windeln, Tierfutter und persönliche Hygieneartikel liefern können“, sagt Ford.

So wird anfangs noch ein Testfahrer im Fahrzeug sitzen, der die autonomen Lieferungen simulieren und nachverfolgen kann, um Daten zum gesamten Prozess zu sammeln.

Die Unternehmen möchten so herausfinden, wie Kunden auf den fahrerlosen Lieferdienst reagieren und wie die Waren ohne einen menschlichen Fahrer am besten vom Fahrzeug zum Käufer gelangen können.

Walmart Postmates Ford autonomer Lieferdienst Warenlieferung
Was ist die beste Methode, um die Ware zum Kunden zu bringen? (Foto: Ford / Walmart)

Ford hat bereits im Vorfeld mit Fahrzeugen mit mehreren Schließfächern experimentiert. Hierbei werden die Waren der einzelnen Kunden separat gelagert. Ein solches System hätte den Vorteil, dass man die Lieferungen nicht vertauscht. Darüber hinaus könnte ein Fahrzeug damit mehrere Lieferungen in einer Tour absolvieren, was sowohl umweltfreundlicher als auch effizienter wäre.

Ford möchte Verbraucher verstehen

Für Ford ist der autonome Lieferdienst der nächste logische Schritt. Denn wie viele traditionelle Autobauer hinkt auch Ford in der Entwicklung autonomer Fahrzeuge hinter Tech-Unternehmen wie Google oder Uber hinterher. Doch Ford hat in letzter Zeit besonders viel Ehrgeiz in diesem Bereich entwickelt.

Neben der Entwicklung eigener autonomer Fahrzeuge, hat Ford sich neben dem technischen Aspekt mehr als andere Unternehmen der Frage gewidmet, wie Verbraucher auf die selbstfahrenden Autos reagieren.

So hat Ford beispielsweise in einer Partnerschaft mit dem Pizza-Dienst Dominos Pizzalieferungen in „fahrerlosen“ Autos zu Kunden gebracht. Tatsächlich waren die Fahrzeuge nicht wirklich autonom, sondern nur ein Trick. Ford wollte damit vor allem die Reaktion der Kunden auf die Technologie testen.

Damit denkt Ford schon an die nächste Stufe der autonomen Fahrzeuge, wenn es darum gehen wird, die Technologie an die Bedürfnisse der Verbraucher anzupassen und neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen.

Wenn der Traditionsautobauer es schafft, sich hier frühzeitig zu etablieren, könnte Ford in Zukunft sogar in diesem Bereich eine Führungsposition einnehmen.

Bis es jedoch soweit ist, wird es noch mehrere Jahre dauern. Ford kündigte erste vollautonome Fahrzeuge frühestens für 2021 an. Doch Projekte wie die autonome Warenlieferung in Miami sind für Ford wichtige Stationen auf diesem Weg.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.