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Indien: Hier entscheidet sich die zukünftige Entwicklung von Uber

geschrieben von Felix Baumann

Eines der wichtigsten Innovationslabore des 6,5 Milliarden Dollar starken Unternehmens liegt nicht im Heimatmarkt, sondern in Indien. Dort forschen seit zwei Jahren einige Mitarbeiter an der Optimierung des Fahrdienstes. In den beiden Städten Bengaluru und Hyderabad wurde das Personal im letzten Jahr von knapp 70 auf über 160 Mitarbeiter mehr als verdoppelt. Aber das ist noch nicht alles. Durch das unglaubliche Potenzial des Landes soll dieses in Kürze das Zentrum der Forschung und Entwicklung von Uber und die Mitarbeiterzahl nochmals verdoppelt werden.

Die Kolleginnen und Kollegen von Quartz Africa hatten nun die Möglichkeit den leitenden Angestellten Shirish Andhare zu interviewen. Die für Uber Indien verantwortliche Führungskraft unterstrich die Relevanz des indischen Marktes zur Entwicklung von global erfolgreichen Lösungen. Da wäre zum einen die Sprache. Alleine in Indien werden 23 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen (die Amtssprachen sind Hindi und Englisch). Um in Zukunft eine optimierte Spracherkennung in die App einzuführen, wird der Algorithmus auf diesem Wege schon auf verschiedene Betonungen und Aussprachen trainiert.

[mg_blockquote cite=“Shirish Andhare“]We are looking at the top seven languages in India. We will start experimenting with Hindi, learn from it and then go forward.[/mg_blockquote]

Ebenfalls in Planung ist eine progressive Webapplikation, die den gleichen Funktionsumfang bietet wie die nativen Apps unter Android und iOS. Auch eine leichtgewichtige Version der Uber-App („Uber Lite“) wurde bereits entwickelt, um auf speicherarmen Geräten den Dienst anbieten zu können. Durch die vielfältige Landschaft soll die Koordination von Abhol- und Absetzpunkte weiter optimiert werden, damit jeder schnell seinen Fahrer unabhängig von der Örtlichkeit findet.

Andhare betonte vor allem die Wichtigkeit von gesammelten Daten. Nur durch diese sei es für den Fahrdienst möglich, seinen Service zu verbessern und auch die App anhand von Usability-Messungen zu optimieren. Dafür werden täglich mehrere Petabyte an Daten analysiert und ausgewertet. Anhand der Ergebnisse werden dann neue Optimierungspotenziale gefunden und im besten Fall in den Regelbetrieb überführt.

[mg_blockquote cite=“Shirish Andhare“]Today data is the oil, if I may say so. And we are in a position to leverage it, given the huge amounts of data we already have.[/mg_blockquote]

In dem Gespräch wird vor allem klar, dass Indien in Zukunft eine wichtige Säule für das Unternehmen sein wird. Denn nur, wer über die Bedürfnisse und die Verhaltensweisen seiner Kunden Bescheid weiß, kann das optimale und maßgeschneiderte Angebot zum richtigen Zeitpunkt bieten. Es bleibt also abzuwarten, inwiefern sich die Investition für den Fahrdienstleister in Zukunft rechnen wird.

Via Quartz Africa

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

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