Die EU-Kommission lädt zum Dialog über Regeln der zukünftigen KI ein

Felix Baumann

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Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das von Tag zu Tag relevanter wird. Neben der Entwicklung, die in großen Schritten voranschreitet, bleiben vor allem Fragen offen. Wer definiert für die KI was gut ist? Welche Regeln sollen für KI gelten? Wie lässt sich ein Zusammenleben von Mensch und Maschine bewerkstelligen?

Es wird zwar noch etwas dauern, bis wir in einer futuristischen Welt wie im Videospiel „Detroit: Become Human“ leben, aber damit dann klare Verhältnisse herrschen hat das EU-Parlament nun einen Piloten angekündigt. Das Ziel ist die Erstellung von ethischen Regeln für künstliche Intelligenz und das Sammeln von Meinungen zum Thema der auf den Menschen fokussierten KI. Einen Anstoß hierzu sollen auch G7- und G20-Gipfel bringen.

Grundsätzlich hatte man im Dezember bereits einen ersten Entwurf veröffentlicht, der bis März nochmals überarbeitet wurde. In diesem schreibt die Kommission sieben elementare Prinzipien fest, die ich euch im Folgenden kurz zusammenfasse:

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  1. KI soll die Entscheidungsfreiheit und die Grundrechte unterstützen.
  2. KI-Algorithmen sollen sicher, verlässlich und robust sein.
  3. Bürger sollen volle Kontrolle über ihre Daten haben und nicht durch die Nutzung dieser diskriminiert oder bedroht werden.
  4. Die Rückverfolgbarkeit von KI-Systemen ist gewährleistet.
  5. KI-Systeme sollen jeden Menschen unabhängig von Fähigkeiten, Wissen und Einschränkungen gleichbehandeln.
  6. KI-Systeme sollen das Leben positiv verändern und nachhaltig und wirtschaftlich handeln.
  7. Durch Mechanismen soll sichergestellt werden, dass KI-Systeme für ihr Handeln haftbar gemacht werden können.

Nun sollen also verschiedenste Organisationen und Unternehmen den Entwurf prüfen und Verbesserungsvorschläge einbringen. Das Ganze startet im Juni 2019 unter dem Mantel der europäischen KI-Allianz. Bis Ende 2019 soll dann das konsolidierte Feedback ausgewertet und auf Praxistauglichkeit geprüft werden.

[mg_blockquote cite=“Mariya Gabriel, Kommissionspräsidentin für Wirtschaft und Gesellschaft“]Today, we are taking an important step towards ethical and secure AI in the EU. We now have a solid foundation based on EU values and following an extensive and constructive engagement from many stakeholders including businesses, academia and civil society. We will now put these requirements to practice and at the same time foster an international discussion on human-centric AI.[/mg_blockquote]

Ursprünglich ist die jetzt angestrebte Vorgehensweise aus der im April 2018 hervorgegangenen KI-Strategie der Kommission entstanden. Damals wurde beschlossen, über das nächste Jahrzehnt 20 Milliarden Euro in das Thema zu investieren.

Wir dürfen also sehr gespannt sein, was die offene Diskussion bringen wird und welche weiteren Maßnahmen in den nächsten 10 Jahren ergriffen werden. Ich würde mich freuen, wenn die KI der Zukunft fair, transparent und vor allem sicher ist. Der Fokus auf die EU ist dafür aber leider noch etwas beschränkt. Meiner Meinung nach sollten solche wichtigen Eckpfeiler weltweit definiert werden.

Quelle: TechCrunch

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.