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Klimawandel: So kannst du über 19 Kilogramm CO2 pro Tag sparen

Wald, Natur, Umwelt, Klima
Mit nur wenigen Veränderungen in deinem Alltag kannst du das Klima schützen. (Foto: Pixabay / silviarita)
geschrieben von Marinela Potor

Klimaschutz geht uns alle an. Darüber sind sich die meisten von uns wahrscheinlich einig. Doch was kann eigentlich jeder einzelne konkret im Alltag fürs Klima tun? Eine Vergleichsstudie zeigt: Mit wenigen Kniffen kannst du bis zu 19 Kilogramm CO2 pro Tag sparen.

Kleinvieh macht auch Mist. Das gilt fürs Sammeln von Wechselgeld im Sparschwein genauso wie für deinen persönlichen CO2-Fußabdruck.

Bedeutet: Wir alle können durch kleine Verhaltensänderungen im Alltag aktiv zum Klimaschutz beitragen.


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Doch wie geht das?

Durchschnittsbürger verbraucht 9.000 kg CO2 pro Jahr

Der Durchschnittsdeutsche verbraucht rund 9.000 Kilogramm CO2 pro Jahr.

Kann man das reduzieren? Die Redaktion von Heimwerker.de war neugierig und hat den direkten Vergleich angestellt.

Auf der einen Seite hat die Redaktion dafür typische Aktivitäten an einem normalen Arbeitstag betrachtet – und in CO2-Emissionen umgerechnet. Auf der anderen Seite wurden umweltfreundlichere Alternativen damit direkt verglichen.

Größter Klimasünder am Morgen: Heiß duschen

Zum Beispiel: Wenn du morgens nach dem Aufstehen

  • dein Handy checkst,
  • deine Zähne mit der elektrischen Zahnbürste putzt,
  • zehn Minuten lang duschst,
  • eine Tasse Kaffee trinkst
  • und dann schnell mit zwei Scheiben Toast ins Auto steigst und damit zehn Kilometer zur Arbeit fährst,

sind das umgerechnet 11,97 Kilogramm CO2.

Wenn du aber stattdessen

  • Frühsport machst (Yoga oder Joggen),
  • deine Zähne mit einer Handzahnbürste putzt,
  • drei Minuten lang duschst,
  • eine Tasse Tee trinkst,
  • ein Käsebrötchen schmierst und
  • mit dem Rad zur Arbeit fährst,

kommst du lediglich auf 1,79 Kilogramm CO2.

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Die heiße Dusche am Morgen ist der größte Klimakiller. (Foto: Heimwerker.de)

Interessanter Fakt: Der mit Abstand größte Klimasünder am Morgen ist nicht etwa das Auto, sondern die lange, heiße Dusche!

Lasse den PC nie in Standby

Gleiches gilt für deinen Tag im Büro. Auch hier kannst du durch wenige kleine Dinge CO2 einsparen.

Du kannst natürlich in den meisten Fällen nicht ohne Computer arbeiten. Doch du kannst den PC in der Mittagspause und nach Feierabend herunterfahren und dadurch im Vergleich zum Standby sehr viel Strom sparen.

Auch in der Mittagspause ist eine vegetarische Mahlzeit besser fürs Klima als ein Fleischgericht.

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Selbst in der Mittagspause: PC herunterfahren statt auf Standby lassen. (Foto: Heimwerker.de)

Buch lesen statt Instagram abchecken

Auch abends nach Feierabend kannst du das Klima schonen, indem du zum Beispiel Sport machst oder ein Buch liest, anstatt Netflix-Serien anzuschauen oder auf deinem Smartphone durch den Instagram-Feed zu scrollen.

CO2, Emissionen, Klimaschutz

Umwelttipp am Abend: Bücher lesen statt Neflix schauen. (Foto: Heimwerker.de)

Interessant: Energiesparende Haushaltsgeräte wie etwa eine A+ Waschmaschine machen mitunter den größten Unterschied in Sachen CO2-Fußabdruck. Darüber hinaus sparst du so auch Strom und damit bares Geld.

Die Summe macht’s!

Wenn du all diese Tipps beachtest, kannst du in der Summe bis zu 19,02 Kilogramm CO2 pro Arbeitstag sparen.

Das klingt vielleicht nicht nach sehr viel, aber aufs Jahr hochgerechnet sind das über vier Tonnen CO2 pro Kopf. Das ist in etwa so viel wie ein Transatlantik-Flug.

Wenn man das beispielsweise auf eine Bevölkerung von 20 Millionen hochrechnet, könnten damit pro Jahr 80 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Mit anderen Worten: Ein Mensch allein kann das Klima nicht retten. Wenn wir aber alle klimabewusster im Alltag sind, macht das einen großen Unterschied.

Zum Weiterlesen

Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

4 Kommentare

  • Hierbei handelt es sich wie beim ersten Blick erkennbar um eine Milchmädchenrechnung. Anscheinend haben Journalisten in der Schule bei Mathematik und Physik nicht besonders gut ausgepasst. Hier ein paar Kritikpunkte:
    1. Wenn 10 Minuten Duschen 10 kg CO2 entsprechen, warum entsprechen dann 3 Minuten Duschen 1,5kg? Hinweis: Bitte den Dreisatz einmal korrekt anwenden.
    2. Hier werden 20km Fahrradfahrt mit 0 kg CO2 angesetzt. Physikalisch betrachtet kosten diese Fahrten dem Körper ca 400 kcal. Das entspricht z.B. 250g Rindfleisch, für deren Herstellung, Transport und Zubereitung werden 3,8kg CO2 fällig. Damit ist das Autofahren aus Sicht der CO2-Emmission GÜNSTIGER! Dies ist natürlich ein Negativbeispiel, andere Lebensmittel sind günstiger, aber NIEMALS für 0 kg CO2 herzustellen, zu transportieren und zuzubereiten!
    Hinweis: Bitte sich einmal mit den Hauptsätzen der Thermodynamik auseinander setzen!
    3. Nach 20km Radfahren verspüre ich das Bedürfnis nach einer zweiten Dusche. Das kostet dann wiederum ein paar kg CO2.

    Fazit: Die Tipps beinhalten Halbwahrheiten und fehlerhafte Annahmen und zeugen von einem mangelnden mathematischen und physikalischen Verständnis.

    • Wenn du dir die Quelle genau anschaust, siehst du, dass es nicht um einen direkten Dreisatz-Vergleich geht. Die 10 kg entstehen bei 10 Minuten und einer Dusche ohne Sparkopf, die 1,5 kg bei drei Minuten MIT Sparkopf.

      Der Kalorienverbrauch beim Radfahren (und damit erforderliche Nahrungskonsum und damit verbundene Klimabelastung) ist in diesem Vergleich nicht vorhanden. Da hast du Recht. Es handelt sich hier aber auch, wie man eigentlich unschwer erkennen kann, um einen simplen Alltagsvergleich einer Handwerker-Seite, der natürlich vereinfacht ist. Mit dem Nahrungs- und Fahrradthema haben wir uns aber hier genauer beschäftigt.

      Der CO2-Vergleich dieser Übersicht bietet lediglich einen Einstieg für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen. Präzisere Vergleiche liefern Emissionsrechner, mit denen man seinen persönlichen CO2-Fußabdruck sehr viel genauer berechnen kann. Nachteil: Diese sind teilweise sehr aufwendig und nicht jeder möchte so tief in das Thema einsteigen. Wenn man es aber, wie du, genauer betrachten möchte, wäre ein solches Tool sicher empfehlenswert.

    • Schöner Artikel mit anschaulichen Ergebnissen.

      Zu den Einwänden des großen Thermodynamikers:
      1) wurde ja schon entkräftet.

      2) und 3) –> wenn man bedenkt dass die Hälfte der Deutschen übergewichtig ist und zusätzlich andere gesundheitliche Probleme durch Mangel an Bewegung hat, dann ist dieses Fahrrad fahren sicher in vielerlei Hinsicht vorteilhaft, aber eben auch in Sachen CO2:
      – Einsparung anderer Sportprogramme: zeitlich [Zeit ist nicht nur Geld sondern auch CO2 {manche CO2-sparende Lebensweisen erfordern mehr Zeit als konventionelle}], sowie materiell (wenn man mit dem Autofahren würde müsste man für sein Sportpensum ZUSÄTZLICH noch weiteres Equipment und u.U. laufende CO2 verursachende Kosten ausgeben, sowie finanziell (erwirtschaftetes Geld/Einkommen ist nicht CO2-neutral, sondern hat meist einen heftigen Abdruck)
      – graue Emissionen vernachlässigt: die CO2 Emissionen der Herstellung des Pkw sowie seiner Wartung und die, die hinter sonstigen Kosten wie Versicherung,etc. stehen (und dem Einkommen das benötigt ist, diese zu bezahlen), sind in der Rechnung dieser Artikels wohl noch gar nicht enthalten, sonst müsste der CO2 Verbrauch bei 10km Autofahren noch deutlich höher sein.

      Der einzige Punkt bei dem der Thermodynamiker recht hat ist das der Artikel natürlich vereinfacht (was er soll!) und mit Annahmen arbeitet. Würde man hier noch weiter ins Detail gehen, wäre das vernichtende Urteil für das Auto noch deutlicher.

      • Absolut. Und: Wir haben viele Zahlen aus dem Bereich graue Emissionen auch gar nicht. Andererseits: Sobald man sehr genau werden will, wird es dann a) komplex und b) muss man sich dann auf sehr konkrete Einzelfälle beziehen, die dann auch nur ein grober Richtwert für alles andere sind. Beispiel Workout. Da müsste man dann z.B. auch schauen: Ist es besser fürs Klima, eine Home-Gym zu haben. Welches Modell? Wie wird die gebaut? Zu mir nach Hause transportiert? Spare ich Emissionen – und wenn ja wie viele im Vergleich zum Fitnessstudio? Und, wie sieht das dann im Vergleich zum Radfahren (Modell, Art der Fahrweise) und meiner Ernährung aus – UND dann nochmals im Vergleich zum nicht-sportlichen Autofahrer (auch hier: Automodell, Fahrweise etc.). Problematisch wird es natürlich, wenn man bewusst nach Fakten / Zahlen für ein Argument sucht und dann Studie so arrangiert, damit eine bestimmte Antriebsart oder ein Verkehrsmittel besser da steht. Auch dafür gibt es leider zu viele Beispiele.

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