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Krisenhilfe auf Knopfdruck

Ob Hackerangriff, Materialverschleiß oder Naturgewalt: In Krisensituationen müssen Unternehmen schnellstmöglich handeln. Wie das Start-up Serinus mit seiner Software aus der Cloud knappe Zeitfenster offen hält.

Am 23. Dezember 2016 passiert es: Stromausfall in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. 700.000 Einwohner sitzen kurz vor Weihnachten im Dunkeln. Der Grund: Eine E-Mail mit einer verseuchten Word-Datei legte die Energieversorgung lahm. Strom weg?

Auch in Deutschland sind solche Angriffe denkbar. So haben laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Hackerangriffe auf das deutsche Stromnetz und andere kritische Infrastrukturen deutlich zugenommen.

Kleinen Energieversorgern und Stadtwerken fehlen oft die notwendigen Ressourcen, um Cyberkriminielle abzuwehren. „Wenn Hacker erst einmal einen Angriffspunkt gefunden haben, können sie bei vielen Stadtwerken einen Stromausfall verursachen, da alle ein verwandtes System nutzen“, sagt Mathias Dalheimer, Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM und Spezialist für Blackout-Szenarien.

Professionelle Krisenkommunikation

Ob Hackerangriff oder mechanische Probleme wie beim jüngsten Blackout in der US-Metropole New York: Für Krisen wie diese hat das Hagener Start-up Serinus eine webbasierte Alarm- und Krisenmanagement-Software entwickelt, mit der sich Notfälle professionell bewältigen lassen.

Serinus beruft automatisch einen Krisenstab ein, auch unter Berücksichtigung von aktuellen Dienstplänen, Verfügbarkeit und Kompetenzen der Mitarbeiter.

„Im Störungsfall müssen unsere Kunden alle erforderlichen Fachkräfte und verantwortlichen Stellen schnell und effizient informieren“, sagt Serinus-CEO Benjamin Lieber. Bei der Kommunikation hilft eine smarte Plattform: Sie setzt alle zuständigen Personen sofort in Kenntnis – per SMS, Sprachanruf oder mithilfe einer mobilen App – und führt sie durch die nächsten Schritte.

Nach dem Prinzip „keep it simple“ genügt ein Knopfdruck, um via App oder Webbrowser einen Alarm auszurufen, Notfallkonferenzen einzuberufen oder eine Info-Hotline für Verbraucher zu aktivieren.

„In der Krise zählt jede Minute, da bleibt es schwer, Ruhe zu bewahren“, sagt Lieber. „Deswegen ist unsere SaaS-Lösung sehr übersichtlich gehalten. Jeder kann die Anwendung aus unserem Werkzeugkasten einbinden, die er benötigt.“

Vorausschauende Wartung statt Krise

Die Serinus-Software ist in vielen Branchen im Einsatz. Der Vorteil: Die Plattform hilft nicht nur im Notfall, sondern erstellt auch Reportings, die dabei helfen, Ausfälle vorherzusagen. So überwacht die Lösung beispielsweise ganze Produktionsanlagen – mithilfe von IoT-Systemen, die Alarm schlagen, bevor Teile verschleißen oder Maschinen überhitzen.

Dafür lässt sich die Plattform mit Maschinen, ITK-Komponenten, Sensoren oder Subsystemen wie den Brandmeldeanlagen koppeln – und über das Smartphone bindet sie das Management ein.

Starthilfe TechBoost-Programm

Ein wichtiger Partner des 2017 gegründeten Software-Anbieters ist die Telekom, die neugegründete Unternehmen wie Serinus mit seinem Programm TechBoost unterstützt.

„Wir bringen sie mit Kunden zusammen, geben ihnen Guthaben und Rabatte für die Technologie und helfen ihnen damit, sich auf das Wesentliche – ihr Business – zu konzentrieren“, sagt Matthias Schievelbusch, Leiter des TechBoost-Programms.

Benjamin Lieber, Mitgründer von Serinus. (Foto: Serinus)

So konnte Serinus seine Software-as-a-Service (SaaS)-Lösung beispielsweise ein Jahr lang kostenfrei in der Open Telekom Cloud hosten. „Damit haben wir einen deutlich größeren finanziellen Spielraum für unser Marketing und den Vertrieb gewonnen“, sagt Benjamin Lieber.

„Auch die Suche nach einem Venture-Capital-Geber war mit TechBoost im Rücken viel leichter.“ Inzwischen vertreibt Serinus sein Produkt sogar gemeinsam mit der Telekom.

Serinus stellt die Software bereit, während die Telekom die Prozesse digitalisiert und in die Cloudplattform implementiert – und je nach Bedarf an die Abläufe im Unternehmen anpasst.


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