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Vello Bike: Dieses E-Bike ist klein, faltbar und kann sich selbst aufladen

Marinela Potor
Dieses E-Bike musst du nie laden. (Foto: Vello Bike)

Du willst ein E-Bike für die Stadt, hast aber keine Lust den Akku zu laden? Dann ist Vello Bike möglicherweise etwas für dich. Dieses E-Bike musst du nämlich nie aufladen. 

Leicht, wendig und klappbar – Vello Bike ist ein Start-up aus Wien, das sich auf urbane Fahrräder spezialisiert hat. Das klingt schon mal vielversprechend. Doch Vello Bike setzt noch eins drauf: Bei ihrem E-Bike-Modell Vello Bike+ lädt sich der Akku von selbst wieder auf.

Du fährst, Akku lädt

Dazu setzt das Start-up auf K.E.R.S.-Technologie (Kinetic Energy Recovery System). Die Technologie ist von Rennwagen bekannt und sorgt dafür, dass die Bewegungsenergie (zum Beispiel, wenn du bremst oder in die Pedale trittst) wieder in elektrische Energie umgewandelt wird. Diese wiederum lädt den Akku damit also während der Fahrt.

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Das tun eigentlich alle Elektrofahrzeuge und sogar Autos mit Verbrennungsmotoren. Normalerweise wird dabei aber nur ein Bruchteil der Energie, die du verbrauchst, wiedergewonnen.

Beim Vello Bike+ ist das anders. Ähnlich wie beim spanischen Start-up Nua Electrica sorgt ein smarter Antrieb, dafür, dass der Motor sich nur dann einschaltet, wenn du ihn wirklich brauchst, also wenn du zum Beispiel bergauf fährst. Fährst du dagegen bergab, schaltet sich der Motor automatisch aus und die Energie wird direkt in den Akku gespeist.

Vello Bike behauptet, dass damit der Akku bis zu 100 Prozent wieder aufgeladen werden kann. Du musst das Vello Bike+ damit nie aufladen.

Das funktioniert allerdings nur im „Selbstlade-Modus“. Mit mehr Motorunterstützung, im Turbo-Modus, dagegen gibt der Akku etwa 50 Kilometer Reichweite her. Das volle Aufladen dauert dann drei Stunden.

Du hast damit die Wahl: Willst du die meiste Zeit ein klassisches Fahrrad fahren und nur bei Steigungen etwas Motorunterstützung? Dann fährst du im Selbstlade-Modus. Möchtest du durchweg mehr Motorhilfe wie auch bei anderen Pedelecs, dann schaltest du in den Turbo-Modus.

Darüber hinaus hast du noch ein stylisches Rad, das lediglich um die 14 Kilogramm wiegt und auch noch faltbar und damit wirklich sehr praktisch als Stadtrad ist. Vello Bike ist also ein bisschen die eierlegende Wollmilchsau unter den E-Bikes.

Vello Bike, Faltrad, Klapprad
Passt sogar unter den Tisch. (Foto: Vello Bike)

Prototyp von Vello Bike inspiriert von Kuba

Die E-Bikes gibt es in verschiedenen Ausführungen und kosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro.

Der Prototyp zu diesen urbanen Fahrrädern entstand 2010 als Vorbereitung auf eine Reise nach Kuba. Nach einer Kickstarter-Kampagne 2014 konnte das Wiener Start-up die erste Serie herausbringen.

Offenbar haben die Gründer damit den Nerv der Zeit getroffen. Denn insgesamt hat Vello Bike über Crowdfunding-Kampagnen auf Kickstarter und Indiegogo insgesamt rund 1,4 Millionen Euro einsammeln können.

Ihre Fans sitzen dabei in aller Welt. Das Start-up hat seine Fahrräder von Kalifornien bis Thailand rund um den Globus verschickt.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.