Facebooks Gehirnschnittstelle lässt dich mit deinen Gedanken schreiben

Felix Baumann

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Unser Gehirn ist ein sehr komplexes Organ. Es gibt uns unsere Identität und trifft aktiv oder passiv täglich Tausende Entscheidungen für uns. Kein Wunder also, dass die Forschung immer mehr Budget in die Erforschung des zentralen Nervensystems investiert. Große IT-Konzerne treten dabei gar nicht so selten als Sponsoren auf.

2017 kündigte der „blaue Riese“ Facebook auf seiner Entwicklerkonferenz an, dass man für die Zukunft eine Schnittstelle zwischen Computer und Gehirn entwickeln möchte, die es dem Menschen ermöglicht, Tastatureingaben per Gedanken durchzuführen. Gerade einmal 2 Jahre später kann man hierzu schon einige Erfolge vorweisen.

Die Forscher der Universität von Kalifornien in San Francisco, unter deren Federführung die Entwicklung läuft, haben nun eine Studie veröffentlicht, die darlegt, dass die Interaktion Gehirn <> Computer funktioniert hat. Dazu hat man drei Epilepsie-Patienten (beziehungsweise deren Gehirne) mittels einer Schnittstelle mit einem Computer verbunden. Anschließend stellte man den Patienten mehrere Fragen, die diese laut beantworten sollten.

Das Ergebnis: Der Algorithmus, der die Gehirnaktivität überwachte, konnte bereits in 76 Prozent der Fälle die korrekten Wörter ableiten. Facebook spricht zwar davon, dass das System sperrig, sehr langsam und eher noch unzuverlässig ist, trotzdem ergeben sich hierdurch viele neue Möglichkeiten. So möchte man zunächst mit der Erkennung von einfachen Befehlen, wie „Home“, „Select“ und „Delete“ anfangen, um Basisoperationen im Bereich Virtual Reality und Augmented Reality zu ermöglichen.

Es wird zwar noch einige Jahre dauern bis solche Systeme eine Marktreife erlangen, nichtsdestotrotz zeigt die Demonstration schon heute, dass die Interaktion Mensch <> Maschine per Gehirnstrom nur noch eine Frage der Zeit ist. Das sehen auch andere Firmen. Elon Musk kündigte beispielsweise vor gar nicht allzu langer Zeit an, dass das Programm „Neuralink“ die Steuerung des eigenen iPhones per Gehirnschnittstelle zulassen soll.

Vielleicht dauert es also nicht mehr lange, bis wir keine Fernbedienungen mehr brauchen und einfach mit einem Gedanken Geräte steuern können.

Quelle: The Next Web

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.