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Bitkom-Umfrage: Elektroautos spalten Deutschland

Marinela Potor
Zerstören Elektroautos Arbeitsplätze? Neue Studie sagt: nein. (Foto: Pixabay / Free-Photos)

Wie sicher sind Roboterautos? Brauchen wir Elektroautos? Wie wichtig ist das eigene Auto? Eigentlich klingt das nach harmlosen Fragen. Doch eine Bitkom-Umfrage zeigt: Diese Themen spalten die Autonation. 

Wie stehen die Deutschen eigentlich zu autonomen Autos, Elektroautos und dem Auto als Statussymbol an sich? Das wollte der Branchenverband Bitkom im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt herausfinden. Bei einer Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern kam heraus: Die Mobilität der Zukunft spaltet das Land.

Navi wichtiger als Marke

Ein genauerer Blick auf die Umfrageergebnisse zeigt aber: Der Wandel hat teilweise schon begonnen.

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So scheinen bei den meisten Autokäufern praktische Kriterien wichtiger zu sein als die Marke. Das wichtigste Kriterium beim Autokauf ist demnach das Navigationssystem. 93 Prozent der Befragten sagten, das sei für sie das wichtigste Feature beim Kauf. Wichtiger noch als der Kaufpreis (91 Prozent).

Ebenfalls interessant: Offenbar zeigen die öffentliche Aufmerksamkeit rund um den Klimawandel und Dieselverbote ihre Wirkung. So sagten 72 Prozent der Befragten, der Klimaschutz sei ein wichtiges Kriterium beim Autokauf.

Sehr viel weniger wichtig ist dagegen die Automarke. Lediglich 62 Prozent ist das wichtig. Das ist ein Hinweis darauf, dass das Auto als Statussymbol an Bedeutung verliert. Mehr als 60 Prozent sagten gegenüber Bitkom denn auch, dass das Auto für sie kein Statussymbol sei.

Eigenes Auto, wozu?

Das äußert sich auch in einem weiteren Ergebnis der Bitkom-Umfrage. 40 Prozent der Befragten sagten, dass das Auto für sie persönlich im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln künftig an Bedeutung verlieren werde.

Dabei muss man aber ganz klar unterscheiden: Dies ist vor allem eine Meinung, die die jüngere Generation der 15- bis 29-Jährigen vertritt. Autofahrer über 65 sehen das anders.

Bitkom-Umfrage: Elektroautos spalten Autofahrer

Auch bei Elektroautos scheinen sich die Deutschen derzeit überhaupt nicht einig zu sein. 47 Prozent können sich laut Bitkom vorstellen ein Elektroauto zu kaufen, 46 Prozent lehnen das ab.

Dabei geht es aber weniger um ideologische Gründe. Vielmehr haben Käufer praktische Bedenken. Was hält die Deutschen vom Kauf ab? Für die meisten sind die größten Sorgen geringe Reichweiten der Autos, zu wenige Ladesäulen und die Sorge, wie man das Elektroauto im Auslandsurlaub laden kann.

Auch der höhere Kaufpreis und die langen Ladezeiten sehen viele problematisch.

Auf der anderen Seite überzeugen Elektroautos dadurch, dass sie leise sind und geringere Betriebs- und Wartungskosten aufweisen. Interessant dabei: Ein Viertel der Befragten würde sich ein Elektroauto kaufen, weil die Autos für sie ein positives Image vermitteln.

Ein weiteres Ergebnis der Bitkom-Umfrage: Elektroautos würden 70 Prozent in Betracht ziehen, wenn es ein besseres Ladenetz gäbe.

Angst vor autonomen Autos

Ähnlich gespalten sind die Deutschen, wenn es um autonome Fahrzeuge geht.

Auf der einen Seite steht die Sorge um Datenschutz und die Zweifel, dass Roboterautos wirklich sicherer sind als menschliche Autofahrer. Auf der anderen Seite ist die Hoffnung, dass smarte Autos umweltfreundlicher unterwegs sind und für einen besseren Verkehrsfluss sorgen können.

Zusammengefasst könnte man zur Bitkom-Umfrage vielleicht sagen: Die Deutschen blicken (sehr) vorsichtig offen auf die Mobilität der Zukunft.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.