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Aufruf zur Blogparade: „Jung, erfolgreich, voller Fehler“

Aus Fehlern lernt man, sagt der Volksmund. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Tatsächlich sind Fehler eine wichtige Ressource, nicht nur, um Start-ups erfolgreich zu machen. Entscheidend ist, wie du das Fehlermanagement in deine Unternehmenskultur integrierst.

Wir wollen gern mehr darüber erfahren, wie Gründerinnen und Gründer mit eigenen Fehlern und denen ihrer Beschäftigten umgehen, wie sie eine erfolgreiche Fehlermanagement-Kultur integrieren. Du ahnst es schon: Das ist nicht nur ein Thema für junge Unternehmen, sondern auch für etablierte Unternehmen.

Deshalb suchen wir Bloggerinnen und Blogger, die darüber schreiben. Bis zum 17. November laden wir zur Blogparade zum Thema „Jung, erfolgreich, voller Fehler“ ein. Poste deine Geschichten und Erfahrungen darüber, wie Start-ups erfolgreich aus Fehlern lernen, mit dem Hashtag #Fehlermanagement.

Gerne kannst du den Beitrag frei nach Wahl bebildern. So kommen hoffentlich viele verschiedene Erfahrungen und Anregungen zusammen, von denen junge Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren können.

Und das kannst du gewinnen

Unter allen teilnehmenden Bloggerinnen und Bloggern verlosen wir als Hauptpreis die kostenlose Teilnahme am Modul „Failing Gracefully“ unseres Gastautors Christoph Seckler.

Der Professor für Entrepreneurial Strategy an der ESCP Europe Business School Berlin wird darin unter anderem der Frage auf den Grund gehen, warum es eigentlich so schwierig ist, aus Fehlern zu lernen und was man tun kann, um effektiver aus Fehlern zu lernen. Das Modul „Failing Gracefully“ ist Teil der U-SCHOOL an der ESCP Europe i Berlin. Das Training für Entrepreneurial Leadership richtet sich an Gründer, Entrepreneure und Manager und schult die Innovationsfähigkeit.

Zum Start unserer Blogparade haben wir den Wirtschaftswissenschaftler um einen Gastbeitrag gebeten. Christoph Seckler beschäftigt sich seit zehn Jahren damit, wie Unternehmen aus Fehlern lernen können. Dabei guckt er vor allem auf Dienstleistungsunternehmen und Start-ups. Seine Arbeiten wurden mehrfach international ausgezeichnet.

Mit diesen drei Strategien etablierst du ein erfolgreiches Fehlermanagement in deinem Start-up

von Christoph Seckler

Start-ups suchen skalierbare Geschäftsmodelle – und die setzen schnelles Lernen voraus. Eine der wichtigsten Ressourcen dafür: die vielen Fehler, die gerade Gründende praktisch stündlich machen. Möglich, dass das Lean-Start-up genau deshalb in der Szene so viel Zuspruch erfährt. Es hat schnelles Experimentieren und Lernen aus Fehlern quasi zu Mantras erhoben. Doch wie etablieren Unternehmen eine erfolgreiche Fehlermanagement-Kultur? Ein positives Mindset im Umgang mit Fehlern also, in dem das Lernen aus diesen zur langfristig orientierten Erfolgsbasis wird?

An der ESCP Europe Berlin haben wir drei Prinzipien identifiziert, die Gründende von Start-ups dafür nutzen können.

1. Sei ein Vorbild!

Ein Vorbild ist jemand, dessen Verhalten, Beispiel oder auch Erfolg von anderen nachgeahmt wird. Wer eigene Fehler spontan ansprechen und die eigene Fehlbarkeit zugeben kann, vermittelt dem Team, dass Fehler zum menschlichen Handeln dazugehören. Neue Teammitglieder übernehmen dieses Verhalten und etablieren damit eine Art Norm, wie mit Fehlern umzugehen ist.

Mein Tipp: Vor allem Berufsanfängerinnen und -anfänger sind oft noch unsicher und orientieren sich in ihrem eigenen Verhalten an Vorbildern im Unternehmen. Wenn Chefs von eigenen Fehlern berichten, signalisiert das: „Es ist normal, dass Fehler passieren, sogar den Erfahrenen“. Netter Nebeneffekt: Studien zeigen, dass Leute, die Fehler offen zugeben, oftmals als souveräner wahrgenommen werden.

2. Sei ein Förderer!

Förderer geben ihren Beschäftigten herausfordernde Projekte. Nicht, um sie scheitern, sondern um sie daran wachsen zu lassen. Denn ganz sicher passieren bei schwierigeren Aufgaben auch mehr Fehler. Die wiederum zahlen ein auf das Konto der Fehler-Normalität.

Mein Tipp: Unterscheide zwischen „schlechten“ und „guten“ Fehlern. Schlechte Fehler entstehen durch Schludrigkeit oder fehlende Motivation. Gute Fehler passieren beim cleveren Experimentieren. Durch das Testen von Hypothesen verlieren Fehler ihr negatives Stigma – sie führen schließlich zu neuem Wissen!

3. Sei ein Coach!

Ein guter Coach hilft seinen Teammitgliedern, Fehler richtig einzuschätzen, sich eine positive Einstellung anzueignen und so ein Fehlermanagement-Mindset zu entwickeln. Wer darüber verfügt, weiß, dass Fehler zwar negative Konsequenzen haben können, aber auch, dass sie positive Effekte mit sich bringen, etwa Lernen, Innovationen und Resilienz.

Mein Tipp: In der Schule wird häufig ein Fehlerpräventions-Mindset vermittelt, also die Überzeugung, dass Fehler einfach nur schlecht sind und deswegen um jeden Preis zu vermeiden sind – nicht zuletzt durch Rotstift-Korrekturen in Klausuren.

Mit dieser Einstellung fällt es jedoch schwer, Fehler offen zu kommunizieren oder gar aus ihnen zu lernen. Eine Einstellung, die im schnellen und kreativen Umfeld eines Start-ups wenig förderlich ist. Daher sollten Gründerinnen und Gründer vor allem ihre jungen Beschäftigten kontinuierlich coachen und ihnen ein Fehlermanagement-Mindset vermitteln.

Fazit: Mehr Mut beim Fehlermanagement

Ob Gründerinnen und Gründer es schaffen, eine Fehlermanagement-Kultur zu etablieren, kann über Erfolg oder Scheitern des Start-ups entscheiden. Der richtige Umgang mit Fehlern entscheidet, ob Gründungsteams in der Lage sind, so schnell wie möglich zu lernen.

Es ist Aufgabe der Gründerinnen und Gründer, die Weichen richtig zu stellen, indem sie den Beschäftigten als Vorbilder, Fördernde oder Coaches dienen.


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