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LiFi: Ist Licht der neue Transporteur von Daten?

LiFi, Signify

Das Unternehmen Signify – vormals Philips Lighting – hat sich als Hersteller von smarten Lampen bekannt gemacht. Die neue Produkt-Serie Trulifi ist eine spannende Innovation für Unternehmen und die Industrie allgemein, da es dank LiFi die Lampen internetfähig macht. Wie das genau funktioniert und welchen Nutzen diese Ergänzungstechnologie hat, davon durften wir uns in dieser Woche im Hamburger Volksparkstadion überzeugen.

Licht als WLAN-Ersatz: Für viele von uns ist diese Technologie neu, doch bereits seit 2005 wird an LiFi (Light Fidelity), der Datenübertragung mit Licht, geforscht.

Die Marke Signify macht nun diese Technologie für den breiten Einsatz realisierbar und lässt die Welten der Beleuchtung sowie der Telekommunikation zusammenwirken.

Sie stellten die neue Trulifi-Technologie und die passenden Leuchten im Hamburger Volksparkstadion vor: Signify-Pressesprecher Stefan Zander, Ed Huibers, Head of Business Development Trulifi by Signify sowie Daniel Nolte, Leiter Organisation und Infrastruktur beim HSV. (v.l.n.r.; Foto: BASIC thinking)

Eine echte Alternative zu den üblichen Funkwellen von LTE- oder WLAN-Netzwerken ist es allemal: Denn hier können Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Mbit/s über Lichtwellen transportiert werden. Und diese reicht aus, um gleichzeitig 30 HD-Filme in 1080p Auflösung zu streamen.

Wie funktioniert LiFi?

In den Leuchten seiner neuen Produktreihe Trulifi verwendet Signify eine optische, drahtlose Sende- und Empfangstechnologie, die in Philips Leuchten eingebaut ist oder nachgerüstet werden kann.

Über einen USB-Dongle werden das Licht und die Daten empfangen und an das jeweilige Endgerät transportiert. (Foto: BASIC thinking)

Der Kunde ist daher nicht gezwungen, seine bestehende Beleuchtungsinfrastruktur komplett zu ersetzen. Somit kann er sowohl eine ausgezeichnete Lichtqualität als auch eine drahtlose Konnektivität aufrecht erhalten.

Jede Leuchte ist mit einem integrierten Modem versehen. Dieses Bauteil moduliert das Licht mit einer für das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren Geschwindigkeit.

Ein LiFi USB-Dongle erkennt das modulierte Licht und transportiert dieses Signal über einen USB-Anschluss an das Notebook oder Tablet. Anschließend transportiert der Dongle die Daten über eine Infrarotverbindung an die Leuchte zurück.

Künftig wird es allerdings möglich sein, auf diesen Dongle zu verzichten. Die Technologie wird dann in Notebooks und anderen mobilen Endgeräten integriert sein.

LiFi: Warum sollte man WiFi ersetzen?

Signify versteht LiFi nicht als WiFi-Ersatz, sondern viel mehr als eine Ergänzung und Ausweitung des Netzes. Durch die zunehmende Überlastung des Funkfrequenzbereichs ist LiFi besonders für Bereiche prädestiniert, in denen Funkfrequenzen nur schlecht oder überhaupt nicht funktionieren beziehungsweise nicht erlaubt sind.

Diese Bereiche könnten zum Beispiel unter der Erde liegen. Ebenso in Krankenhäusern oder Industrieanlagen, wo Roboter und Maschinen in für Funkfrequenzen kritischen Umgebungen arbeiten, eignet sich die Datenübertragung per Licht.

Auch Konferenzräume und große Bürobereiche können mit dieser Ergänzungstechnologie Nutzern eine stabile und schnelle Netzanbindung dank nahtloser Übergabe zwischen allen Trulifi-kompatiblen Leuchten ermöglichen.

LiFi: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Trulifi eignet sich darüber hinaus für stark frequentierte Bereiche wie Gebäude mit mehreren Mietparteien, Bahnhöfe, Flughäfen und öffentliche Veranstaltungen. Aus diesem Grund wird auch der Hamburger Sportverein diese Technik für sich im eigenen Stadion nutzen. Doch bislang hat Signify nur den Presse- und Konferenzraum des HSV mit acht LiFi-Leuchten versehen.

„Doch da der Bedarf an Bandbreite immer weiter wächst, wollen wir beim HSV neue Technologien erschließen, um unseren Gästen eine Netzabdeckung anzubieten“, sagte Daniel Nolte, Leiter Organisation und Infrastruktur beim HSV.

Darüber hinaus ist LiFi überall dort interessant, wo hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz vorliegen Dazu zählen auch Banken oder Behörden. Der Grund: LiFi steht für eine zusätzliche Sicherheitsebene, da Licht keine festen Wände überwinden und durchdringen kann.

Die Empfänger benötigen einen direkten Sichtkontakt zur Lichtquelle, um auf das Netzwerk zugreifen zu können. Darüber hinaus verwendet es die AES 128-Verschlüsselung.

LiFi: Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Ebenso zur Trulifi-Reihe gehört auch ein festes Punkt-zu-Punkt-System mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Mbps. Dieses System ist wie ein drahtloses Kabel zu verstehen, um verschiedene Geräte zu verbinden und einen großen Datentransport zu realisieren.

„Das Potenzial ist riesig“, sagte Ed Huibers, Head of Business Development bei Signify. „In drei oder vier Jahren wird LiFi für uns so normal sein wie heute WiFi. Beide Systeme werden sich dann ergänzen und uns Nutzern eine möglichst stabile Internetverbindung zur Verfügung stellen.“

Noch sei die Technik jedoch aber rund fünfmal teurer wie ein normales WiFi. Und außerdem können sich Smartphones im Gegensatz zu anderen mobilen Endgeräten (noch) nicht mit LiFi verbinden.

Aber auch dies wird nur eine Frage der Zeit sein. davon ist Huibers sicher. Aktuell prüft er die Installation eines weiteren Systems im Innenraum des Stadions in Hamburg, um die Technik zu optimieren.


Anmerkung: Dieser Nachbericht ist Teil einer Kooperation zwischen uns und Signify, daher ist er als Anzeige gekennzeichnet. Unser Kooperationspartner hat keinen Einfluss auf den Inhalt des Nachberichtes genommen.


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