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Vegane Sitze und kompostierbarer Akku: Mercedes zeigt Konzeptfahrzeug „Vision AVTR“

Marinela Potor
Mercedes-Benz stellt Konzeptauto vor, das vom Film "Avatar" inspiriert ist. (Foto: Mercedes-Benz)

Mit „Vision AVTR“ präsentiert Mercedes-Benz auf der CES in Las Vegas ein Elektroauto, das sowohl an Science-Fiction-Filme erinnert als auch nachhaltig ist. 

Erinnerst du dich noch an die blauen Wesen aus dem Film „Avatar“? Die Na’vi leben im Jahr 2154 auf dem Mond Pandora im Einklang mit der Natur, während die Menschen auf der Erde so gut wie alle Rohstoffe aufgebraucht haben und in einer Energiekrise stecken.

Klingt erschreckend nah an der Realität? Der Science-Fiction-Film von James Cameron kam 2009 heraus und hatte neben der Klimaschutz-Botschaft auch noch wirklich beeindruckende visuelle Effekte.

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All das hat wohl Mercedes-Benz als Inspiration für sein Konzeptfahrzeug „Vision AVTR“ genutzt, das das Unternehmen jetzt auf der CES in Las Vegas vorgestellt hat.

Dazu hat Mercedes auch mit dem Avatar-Team zusammengearbeitet. Herausgekommen ist ein durchaus visionäres Elektroauto.

Vision AVTR: Starten wie von Zauberhand

Im Einklang mit der Filmbotschaft ist auch Vision AVTR eine Mischung aus futuristisch und nachhaltig. So gibt es im Fahrzeug beispielsweise kein Lenkrad mehr. Stattdessen hat das Elektroauto eine Control Unit.

Sobald der Fahrer diese anfasst, „erwacht der Innenraum zum Leben“, schreibt Mercedes-Benz in einer Pressemitteilung. Angeblich kann das Fahrzeug den Fahrer sogar am Atem erkennen.

Darüber hinaus hat das Fahrzeug auch noch einige ziemlich futuristische 3D-Effekte. Wenn der Fahrer nämlich die Hand anhebt, startet er damit die Menüauswahl. Diese wiederum wird auf seine Handfläche projiziert.

Vision AVTR kann außerdem wohl auch über seine bionischen Klappen am Rückteil des Fahrzeugs mit der Außenwelt kommunizieren. Der Reptilien-Look ist gewollt. Denn tatsächlich kann sich der Vision AVTR sogar um 30 Grad wenden und bekommt dadurch einen „Krebsgang“, wie das Unternehmen es beschreibt.

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Insgesamt 33 bionische Kappen hat der Vision AVTR auf der Rückseite. (Foto: Mercedes-Benz)

Akku ist kompostierbar

Doch offenbar war auch Nachhaltigkeit ein wichtiger Punkt bei diesem Konzeptauto. So hat der Akku im Fahrzeug angeblich keine seltenen Erden oder Metalle, sondern wurde über ein Verfahren hergestellt, dass auf organischer Zellchemie basiert.

Damit ist laut Mercedes der Akku auch kompostierbar und kann zu 100 Prozent recycelt werden.

Auch über die Materialien im Innenraum scheint man sich Gedanken gemacht zu haben. So sind die Sitze mit einem veganen Leder bezogen und der Boden ist aus einem indonesischen Rattan hergestellt, einer Holzart, die besonders schnell nachwächst.

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Der Boden im Auto ist mit einem Holz namens „Karuun®“ ausgestattet. (Foto: Mercedes-Benz)

So gut das alles klingen mag: Konzeptfahrzeuge zeigen natürlich immer nur das, was möglich sein könnte und selten das, was die Unternehmen letztlich in Serie herstellen.

Gerade weil Daimler aktuell seinen Elektro-SUV EQC nicht an die Autofahrer bringen kann und sogar schon mehr als 1.000 Fahrzeuge wegen technischer Probleme zurückrufen musste, wird es interessant zu sehen, welche Ideen das Unternehmen aus diesem Konzeptauto nimmt und am Ende wirklich in seine Autos hineinpackt.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.