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Nachhaltigkeit in Unternehmen: „Purpose wird gefunden, nicht erfunden“

Stephan Grabmeier, Future Business Compass, Kienbaum, Heise, Nachhaltigkeit
Nachhaltiges und sinnstiftendes Wirtschaften ist für Stephan Grabmeier eine Grundvoraussetzung.
geschrieben von Meike Neitz

Nachhaltigkeit ist das Thema der Wirtschaft. Darauf geht Stephan Grabmeier in seinem Buch „Future Business Compass“ ein. Wir haben mit ihm über seine Kindheit, unsere Enkel und den schmalen Grat zwischen Verantwortung und kapitalistischem Söldnertum gesprochen.

Es gibt ein Thema und eine Person, die die globale Wirtschaft der letzten Monate geprägt haben. Da ist einerseits die Klima-Aktivistin Greta Thunberg und damit einhergehend das Thema Nachhaltigkeit.

Kaum ein Unternehmen hat noch nicht erkannt, dass reiner Kapitalismus kein Zukunftsmodell mehr ist – zumindest dann nicht, wenn man die junge Generation noch erreichen möchte. Das sieht auch Stephan Grabmeier so.


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Der Autor des Buches „Future Business Compass“ war lange Zeit als Head of Innovation bei der Unternehmensberatung Kienbaum tätig. Sein Fokus liegt seit einiger Zeit auf dem nachhaltigen und sinnstiftenden Wirtschaften.

Wie das geht, was sich dahinter verbirgt, wie er selbst zu einem Missionar für diese Einstellung geworden ist und wie sich die Wirtschaft verändern muss, erläutert Stephan Grabmeier im Interview.

Von der Kindheit an durch Nachhaltigkeit geprägt

BASIC thinking: Stephan, lass uns zunächst einmal auf ganz persönlicher Ebene anfangen: Warum und seit wann treibt dich das Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft um?

Stephan Grabmeier: Ich kämpfe seit meiner Schulzeit gegen Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft. Als Schüler, das war zu Zeiten der „Atomkraft Nein Danke“-Bewegung stand ich erstmals auf der Straße.

Ich habe bei den Ostermärschen oder in Wackersdorf Mitte und Ende der 80er Jahre gegen den Aufbau der Wiederaufbereitungsanlage demonstriert. Die Klima-Bewegungen in meiner Jugend waren das „Fridays for Future“ von heute. Die Grünen wurden gegründet als ich neun Jahre alt war.

Ich habe als Schülersprecher am Gymnasium den großartigen Hoimar von Ditfurth, einen Vordenker der Klimabewegung an die Schule geholt, um meine Mitschüler und Mitschülerinnen und die Lehrer und Lehrerinnen zu inspirieren. Mein erster Studienwunsch war Umwelttechnik, den ich jedoch nicht realisiert habe.

Ich habe das Buch „Future Business Kompass„* geschrieben, weil ich mir große Sorgen mache, ob wir Menschen den Wandel schaffen. Und weil ich es satt habe. Ich habe es satt, dass wir in einem Wirtschaftssystem voller Egoisten leben.

In einem Wirtschaftssystem, das ausschließlich auf Profit-Maximierung programmiert ist. Codiert von Wirtschaftswissenschaften, die keine neuen ökonomischen Modelle denken. Beeinflusst von Industrie-Vertretern, die ihr Terrain eisern verteidigen. Regiert von Politikern, die sich in Parteienzwist aufreiben, anstatt alles für die Lösung unserer Probleme zu tun.

Ich habe es satt, dass viele zuerst an sich denken und nicht an ihr Umfeld und an die Umwelt. Dass sich zu wenige Gedanken machen, was ihr eigenes Handeln bewirken kann und die sich darauf zurückziehen, dass sich zuerst alle anderen ändern müssen und nicht sie selbst.

Für eine Welt mit einer Zukunft

Was verstehst du unter dem Begriff enkelfähig, der gleich zu Beginn deines Buches auftaucht?

Ich stelle jedem Leser die Frage: Wie soll unser Planet für ihn aussehen, auf dem seine Enkel später einmal leben werden? Und was ist sein persönlicher Beitrag dazu? Ich habe zwei Kinder und mache mir viele Gedanken, wie wir unsere Welt den nächsten Generationen übergeben.

Ich kämpfe dafür, dass die beiden eine Zukunft auf dieser Welt haben. Dass sie in Würde leben können, Gerechtigkeit üben und selbst gerecht behandelt werden. Das ersehne ich für meine und für alle Kinder dieser Welt.

Mir geht es darum, enkelfähige Zukunftsräume auszuloten. Und so ein Bild zu entwickeln, in das sich Future Business einpassen kann. Wir haben alle Technologien und Methoden die Probleme der Welt zu lösen.

Nutzen wir sie für oder gegen die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten? Gibt es schon fertige Lösungen? Nein. Müssen wir sie entwickeln? Ja. Wir müssen ein neues institutionelles Design unserer Wirtschaft und Gesellschaft schaffen. Nur das schafft Enkelfähigkeit.

Du forderst ein neues ökonomisches Betriebssystem. Was stellst du dir darunter vor? Wie genau könnte dies aussehen?

Wir müssen unser Wirtschaftssystem, auf das wir seit rund 250 Jahren in kaum veränderten wissenschaftlichen Modellen zurückgreifen, in eine neue Balance bringen.

Dazu gehören eine Überprüfung der makro- und mikroökonomischen Zustände und ihrer Ursachen sowie eine Momentaufnahme des laufenden wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umbruchs.

Das beginnt bei Themen, Programmen und Initiativen rund um Purpose und Werte-Orientierung, geht über nachhaltige Entwicklung und Umwelt, digitale Transformation und New Work, soziale Bewegungen und Kapitalismus-Kritik und endet bei neuen Messgrößen und Steuerungsansätzen.

Es geht darum, die Systemarchitektur unserer Gesellschaft und Wirtschaft wieder in ein Gleichgewicht zu bringen. Es ist doch fatal, dass sich Menschen eher vorstellen können, dass die Welt untergeht anstelle, dass der Kapitalismus stirbt. Das müssen wir ändern.

Der Spagat zwischen Verantwortung und Söldnertum

Was können Unternehmen unabhängig von ihrer Branche deiner Meinung nach konkret tun, um enkelfähig zu werden?

Ich betrachte die Wirkung eines Unternehmens sehr systemisch. Alles beginnt mit dem Purpose eines Unternehmens – also dem Sinn und Zweck, warum es ein Unternehmen gibt und welche Wirkung das Unternehmen erreichen möchte. Der Purpose ist mehr als eine Vision, Mission oder die Unternehmensstrategie.

Bei den meisten Unternehmen steht dieser nicht fest, ist nicht sichtbar oder noch nicht gefunden. Purpose wird gefunden, nicht erfunden. Es ist die tief zu Grunde liegende DNA eines Unternehmens. Hat ein Unternehmen keinen Purpose ist dieser „per default“ ausschließlich auf Gewinn-Maximierung eingestellt.

Was sind realistische erste Schritte?

Vom Purpose leitet sich systemisch alles weitere ab. Ich folge gerne dem Modell des Soziologen Dirk Bäcker „Form of firms“.

  • Welche Services und Produkte stellen wir her?
  • Welche Verfahren, Ressourcen und Lieferbeziehungen nutzen wir dazu?
  • Wie sehen unsere zirkulären Business-Modelle aus?
  • Welche Märkte und Kunden bedienen wir und welche nicht?
  • Welche Organisation designen wir dafür?
  • Welchen Impact haben wir damit auf den Menschen, auf die Gesellschaft und auf den Planeten?

Wenn diese vereinfacht skizzierte Wirkungskette basierend auf dem Purpose klar ist, dann spreche ich von einer enkelfähigen Verantwortung. Den Weg methodisch zu gehen, ist nicht schwer. Dazu haben wir ausreichend Erfahrung und ich begleite seit Jahren Unternehmen dabei.

Nachhaltiges Wirtschaften und planetares Denken mit allen Konsequenzen einzuleiten, unterscheidet verantwortungsvolle Unternehmer von kapitalistischen Söldnern.

Deutsche Beispiele für Nachhaltigkeit als Unternehmenskultur

Was sind Beispiele von Unternehmen, die schon jetzt wirklich nachhaltig wirtschaften und somit eine wichtige Vorreiterrolle eingenommen haben?

Ich komme gerade von der größten Sportartikelmesse der Welt und habe mit vielen Playern der Sportartikelindustrie gesprochen. In der Sportindustrie, speziell in der Outdoor-Branche, sieht man seit Jahren viele gute Beispiele und großartige Unternehmer und Unternehmerinnen.

Patagaonia ist seit seiner Gründung in der 60er Jahren sicher eines der bekanntesten. Vaude ist eines der deutschen Vorbilder der Outdoor-Wirtschaft geführt von Antje von Dewitz, für die Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Diversität und Gemeinwohl ein unmittelbarer Unternehmenszweck ist.

Aber auch in anderen Branchen gibt es viele Kopföffner. Die Firma „Werner & Metz“ bekannt mit der Marke Frosch hat Ende 2019 den Umweltpreis erhalten für ihre vorbildliche Arbeit in der zirkulären Wirtschaft.

Bosch war das erste große Unternehmen, das seine CO2-Neutralität an 400 Standorten weltweit bis Ende 2020 umsetzt. Einige weitere haben sich auf den Weg gemacht. Wie ernst sie es alle meinen werden wir in nächste Zeit sehen.

Die stärkste Bewegung sind die B-Corporations. Das ist eine Initiative einer 2006 in den USA gegründeten Stiftung mit mittlerweile über 3.000 zertifizierten Unternehmen.

Der Purpose der B-Corporations ist: „Wir wollen nicht die besten Unternehmen der Welt, sondern die besten Unternehmen für die Welt sein.“ Diese Klarheit macht den Unterschied. Es geht darum, eine Balance der sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien unternehmerisch zu gestalten.

Der schmale Grat zwischen Nachhaltigkeit und Greenwashing

Als Verbraucher hat man das Gefühl, dass das Thema Nachhaltigkeit derzeit so im Trend liegt, dass jedes Unternehmen sich damit schmücken will. Wie können wir reines Greenwashing von wirklicher Nachhaltigkeit unterscheiden?

Es ist kein Trend, sondern eine überlebenswichtige Notwendigkeit. Viel erkennt man in der Authentizität der handelnden Akteure. Daran müssen wir alles messen. Jeder Mitarbeiter, jede Führungskraft oder jeder Vorstand steht als Multiplikator für ein Unternehmen und seinen sozialen, ökologischen und ökonomischen Beitrag.

Wenn man die aktuelle Diskussion um den Vorstand von Siemens oder Bayer sieht, wird klar, dass Purpose dort auf Hochglanz-Plakaten in der Zentrale aber nicht für gelebte Verantwortung steht.

Am glaubwürdigsten sind Unternehmer, die nachhaltige Produkte im Markt und eine soziale und nachhaltige Wertschöpfungs- und Lieferkette haben. Hinzu kommt dann, dass ihre Aktivitäten völlig transparent sind.

CSR-Berichte, Gemeinwohlbilanzen oder B-Corporation-Zertifikate sind ganzheitliche Berichte, die tief in die Strukturen der Unternehmen eintauchen und für Transparenz sorgen.

So hat BASF beispielsweise 2019 mit der neuen Inititative „Value to society“ eine neue Bewegung angestoßen. Diese geht weit über den Tellerrand tradierter Kapitalmarkt-Unternehmen hinaus. Wird diese Transparenz und Authentizität nicht geliefert, sollten wir als Verbraucher eine klare Entscheidung treffen.

Nur eine echte New-Work-Debatte trägt zur Nachhaltigkeit bei

Du betrachtest in deinem Buch auch die individuelle Ebene und empfiehlst, dass jeder das „Warum“ seiner Existenz und seines Wirtschaftens erkennt. Erkläre doch schnell, was du mit „Purpose Sweet Spot“ meinst.

Purpose ist der Ordnungsrahmen der Komplexität reduziert und über den wir Veränderungen entwickeln können. Dazu müssen wir am besten unseren Blickwinkel ändern. In der Systemtheorie nennt man das Systembeobachtung zweiter Ordnung.

Wir müssen den Sinn aus einer planetaren Sicht betrachten, denn es geht darum die Verbindung zwischen sozialem und planetarem Bewusstsein zu schaffen. Ich nutze dazu eine holistische Purpose-Architektur. Darin wird Purpose – also der Sinn und Zweck unseres Handelns – zwischen zwei Systemen definiert.

Im Business-Kontext sind das ein Unternehmen und ein Arbeitnehmer. Beide Systeme sollten einen Purpose haben. Legt man die beiden Systeme übereinander kommt entweder eine hoffentlich große Schnittmenge heraus oder nicht.

Je größer die Schnittmenge – ich nenne diese Purpose Sweet Spot – umso mehr Potenzial gibt es. Zugleich ermöglicht es uns, wertschätzender miteinander zu arbeiten und so mehr Spaß zu haben.

Wie passt die Debatte um New Work in das Bild?

Ich beschäftige mich seit nun über 20 Jahren mit New Work – also mit der Veränderung des Systems Arbeit. Seit ein paar Jahren wird der Begriff wie eine Sau durchs Dorf getrieben. Das geschieht von den meisten mit großer Ahnungslosigkeit oder lediglich mit Maßnahmen an der Oberfläche aber nicht im System.

Ich bin von der teilweise substanzlosen New-Work-Bewegung enttäuscht, die auf Konferenz-Bühnen in ihrer Filterblase gerne große Systemveränderungen diskutieren und einen Podcast nach dem anderen machen. Aber am Ende ist es meist nichts weiter als sich wiederholende Belanglosigkeit.

In meinem holistischen Bild eines Purpose driven Business ist „real“ New Work ein wichtiger Baustein. Viele Elemente, die es bei New Work gibt, haben eine klare Berechtigung. Bei echten New-Work-Unternehmen besteht eine hohe Korrelation zu besserem enkelfähigem Wirtschaften.

Greta Thunberg, Fridays for Future und ihre Rolle für die Nachhaltigkeit

Was hältst du persönlich von der Person Greta Thunberg und dem Rummel um sie?

Ohne Greta Thunberg und Fridays for Future wäre die Politik heute nicht da wo sie steht. Auch wenn wir leider nur von einem Klimapäckchen und keinem Klimapaket oder einem mutlosen Kohleausstieg sprechen können. Dennoch: Ohne die Aufmerksamkeit der jungen Generation wären wir nicht einmal da.

Eine Antwort auf die gesellschaftliche Diskrepanz findet sich beim Blick auf das Wesen moralischer Revolutionen in der Menschheitsgeschichte. Der Historiker Kwame Anthony Appiah hat solche moralischen Revolutionen der letzten 300 Jahre analysiert – von der Abschaffung der Sklaverei bis zur Einführung des Frauenwahlrechts vor rund 100 Jahren.

Die Phasen moralischer Revolutionen

Dabei hat er ein immer wieder gleiches Phasenschema festgestellt. In diesem gibt es eine „Phase 3“, in der die Notwendigkeit eines moralischen Umsteuerns in der Gesellschaft längst angekommen ist, aber vielfältige Argumente existieren, warum eine Umsetzung dennoch nicht möglich ist.

Solche Argumente gab es in allerlei Vielfalt in der Endphase der Sklavenwirtschaft genauso wie kurz vor der Einführung des Frauenwahlrechts.

Und in dieser Phase befinden wir uns wieder?

Ja. Kaum jemand in Politik und Wirtschaft streitet ab, dass man handeln muss. Aber es gibt viele Argumente, warum das eben nicht oder nur sehr verlangsamt im eigenen Land oder der eigenen Branche umzusetzen sei.

Irgendwann tritt dann eine vierte Phase in moralischen Revolutionen auf. Das sind die Momente, in denen trotz aller Bedenken und Gegenargumente klar wird: Es geht so nicht weiter. Es muss jetzt einfach gehandelt werden.

In Deutschland haben wir einen solchen Moment mit Blick auf die Atomenergie nach der Katastrophe von Fukushima oder global in der Terrorismus-Bekämpfung nach dem 11. September erlebt.

Die „Fridays for Future“-Bewegung fordert genau einen solchen Moment in der Klimafrage ein. Sie ist nicht mehr bereit, all die Argumente zu akzeptieren, die erklären, warum es aktuell nicht geht.

Sie machen deutlich, dass es ein umfassendes Handeln braucht – und zwar jetzt. Es wird interessant zu sehen sein, ob das am Ende einen ähnlichen Impuls auslöst wie damals die Fukushima-Krise.

Was Stephan Grabmeier für mehr Nachhaltigkeit unternimmt

Hast du eigentlich selbst auch dein Leben umgestellt, um ein Zeichen zu setzen und nachhaltiger zu leben? Fährst du E-Auto? Fliegst du nicht mehr? Isst du weniger oder gar kein Fleisch?

Ich habe meinen planetaren Fußabdruck im Blick. Den kann übrigens jeder messen. Es gibt smarte Plattformen, mit denen man das einfach ausrechnen kann. Meinen CO2-Fußabdruck gleiche ich aus und verdopple den Ausgleich.

Zudem unterstütze ich mit Schüler-Pflanzaktionen die „Plant for the Planet„-Bewegung und spende für Umwelt-Initiativen. Ich habe eine smarte Energie-Steuerung in meinem Haus, fahre ein Elektroauto und versuche Flüge zu reduzieren, wenngleich die Anzahl immer noch zu hoch ist.

Im Einkaufsverhalten achte ich schon immer auf biologische und meist lokale Erzeugnisse. Ich habe meinen Fleischkonsum reduziert und achte darauf keine Lebensmittel wegzuschmeißen.

Ich habe meine Finanzen komplett umgestellt. Seit über sieben Jahren bin ich Kunde bei einer ethischen Bank und habe alle Investitionen in ESG-Finanzprodukte umgeschichtet. Das steht für Environment, Social und Government.

Ich investiere nur in sozial und ökologisch verantwortungsvolle Unternehmen – kein Öl, Kohle, Erdgas, Glyphosat, Waffen, Tabak, Süßwarenindustrie und Co. An den Finanzmärkten und als Verbraucher können wir damit direkte Wirkung erzielen.

Der „Global Sustainable Investment Review 2018“ zeigt, dass Ende 2018 bereits rund 17,5 Billionen US-Dollar nach ESG-Kriterien angelegt worden sind. Ist das in den Megasummen der Finanzmärkte viel Geld? Nein. Dennoch entspricht das einer erfreulichen Steigerung von 69 Prozent gegenüber Ende 2016.

Und es wird täglich mehr. Auch hier kann jeder sofort Wirkung erzeugen.

Zuletzt arbeite ich daran, sowohl meinen planetaren Fußabdruck zu reduzieren und diesen auszugleichen, als auch meinen Handabdruck zu erhöhen. Mit Klima-Handabdruck meine ich ein Vorbild für klimabewusstes Handeln zu sein und andere Menschen zu inspirieren ihr eigenes Handeln für eine enkelfähige Zukunft zu ändern.

Vielen Dank für das Gespräch, Stephan.

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Über den Autor

Meike Neitz

Meike Neitz studierte Internationale Beziehungen an der TU Dresden und am Boston College, und hält einen Master in Politischer Kommunikation von der University of London (Goldsmiths College).
Nach langjähriger Tätigkeit im Ausland (USA, Indonesien, Thailand, Algerien, Türkei) kam sie 2013 zurück nach Deutschland. Sie betreute zwei Jahre lang für Vural Öger alle Themen rund um die Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ und war für die Öffentlichkeitsarbeit der Vural Öger Touristikgruppe zuständig. 2016 machte sie sich selbstständig und berät nun mit ihrer Agentur “Die Zukunftsmanufaktur” Mittelständler und Startups in der Kommunikationsarbeit: Content Strategie, klassische PR, Pitchtraining. Sie ist als Keynote-Speakerin auf Konferenzen in ganz Deutschland unterwegs und hat als freie Autorin Fachbeiträge und Artikel u.A. auf Deutsche Start-ups, t3n, Refinery29, Bento, Edition F veröffentlicht.

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