ICE, Zug, Deutsche Bahn, Fernverkehr, Ruheabteil

Funkloch? So will die Bahn den Handyempfang im ICE pimpen

Marinela Potor
Für einen besseren Handyempfang in ICEs testet die Bahn eine "Löcherfolie". (Foto: Pixabay / holzijue)

Schlechter Handyempfang im ICE? Das kennt eigentlich jeder, der regelmäßig Zug fährt. Nun hat die Bahn sich etwas überlegt, um das Problem zu lösen: Löcher in den Fenstern. 

„Also, was ich noch zur Präsentation sagen wollte… Moment, mein Handyempfang im ICE bricht hier gerade ab.“ Den Satz haben sicherlich die meisten Bahn-Passagiere so oder so ähnlich schon einmal gesagt.

Theoretisch sollten wir eigentlich guten Handyempfang im ICE-Zug haben, doch praktisch fährt man oft durch ein gefühltes Funkloch. Die Gründe davon sind vielfältig und die Bahn kann auch nicht unbedingt etwas dafür.

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Zum einen gibt es beispielsweise nicht auf allen Teilen der ICE-Strecken Funkmasten. Wo diese fehlen, hast du kaum oder gar keinen Datenempfang. Auch die LTE-Verbindungen sind nicht zu 100 Prozent auf allen Streckenteilen vorhanden.

Doch in einem Punkt kann die Deutsche Bahn das Signal pimpen: mit den eigenen Fenstern.

Löcher in Fenstern sollen Handyempfang im ICE verbessern

Die Fenster in den ICE-Zügen sind nämlich mit einer Metallfolie ausgestattet. Diese kannst du nicht sehen. Sie reflektiert aber Sonnenstrahlen, damit es in den Abteilen nicht zu warm wird. Gleichzeitig hält die Folie aber auch Funkwellen auf. Nach Informationen von Galileo kommen durch diese Folie von 300 MBit pro Sekunde lediglich 30 im ICE an.

Genau darum testet die Bahn derzeit, ob sie das Signal verbessern kann, indem sie die Metallschicht mit Mini-Löchern versieht. Diese Löcher würden Funkwellen besser durchlassen.

Damit wäre nicht nur dein Handysignal im ICE besser, sondern auch der Radioempfang.

Doch Achtung, das gilt nur für das Handysignal. Mit dem WLAN im Zug hat die Löcherfolie nichts zu tun. Das WLAN kommt nämlich über Antennen, die das WLAN auffangen und im Zug verteilen.

Bis Ende des Jahres will die DB ihre Löcher-Lösung testen. Ob und wann dann die neue Folie in Zügen angebracht wird, ist aber noch unklar.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.