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Wie bekämpfst du eine schnelle Pandemie? Mit einem noch schnelleren Zug!

Marinela Potor
Frankreich verwandelt seine Hochgeschwindigkeitszüge derzeit in mobile Krankenhäuser. (Foto: Pixabay / Erich Westendarp)

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Krisen wie die derzeitige Covid-19-Pandemie erfordern manchmal ungewöhnliche Maßnahmen. In Frankreich hat sich die Regierung etwa überlegt: Wenn das Virus sich so schnell ausbreitet, müssen wir schneller sein – mit dem Schnellzug „TGV“ als rollendes Krankenhaus. 

Eigentlich transportiert der TGV-Zug Fahrgäste durch Frankreich und angrenzende Länder. Der Hochgeschwindigkeitszug der französischen Staatsbahn SNCF wurde erstmals 1972 als Prototyp getestet. Am 22. September 1981 weihte schließlich Präsident François Mitterrand das allererste Teilstück der brandneuen TGV-Strecke ein.

Jährlich fahren etwa 100 Millionen Passagiere mit dem Schnellgeschwindigkeitszug durch Frankreich und Europa, der in einigen Modellen eine Geschwindigkeit von bis zu 320 Kilometern pro Stunde erreicht. Doch in Zeiten von Corona ist alles anders und so hat der TGV-Zug im Moment auch eine neue Aufgabe: Er transportiert als mobiles Krankenhaus Coronavirus-Patienten.

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TGV-Zug als Krankenhaus auf Schienen

Genau genommen transportiert man so derzeit vor allem Patienten aus dem östlichen Teil des Landes in andere Regionen. Das liegt daran, dass im Osten Frankreichs besonders viele Krankheitsfälle vermeldet wurden und Krankenhäuser derzeit überlastet sind.

Um Krankenhäuser und Personal dort zu entlasten, will man Patienten in weniger stark betroffene Regionen transportieren und dort versorgen, wo es mehr freie Kapazitäten gibt.


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Den TGV-Zug als mobiles Krankenhaus und Krankentransport zu nutzen, ist daher eine geniale Idee. Denn so kann man die Patienten während der Reise gut betreuen und bei 300 Kilometern pro Stunde ist der Transport auch sehr schnell und unkompliziert.

Am ersten Tag als mobiles Krankenhaus transportierte ein erster TGV 20 Patienten von Straßburg und Mülhausen in die Loire-Region.

Übrigens haben die Franzosen auch Hilfe von ihren Nachbarländern bekommen. Krankenhäuser in der Schweiz, Luxemburg und Deutschland, die nicht so stark belastet sind, nehmen aktuell französische Patienten im kritischen Zustand auf.

In Zeiten, in denen Europa seine Grenzen dicht macht, ist das ein schönes Zeichen für grenzenlose Solidarität.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.