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#Fuckorona, 14. April: Kaffeefilter oder Atemmaske? Das neue Modell von Melitta

Philip Bolognesi
Die Form ist bekannt, das Anwendungsgebiet ungewöhnlich: Laut Melitta sollen die Masken über sehr gute Filtrationseigenschaften verfügen. (Foto: Melitta)

Die Corona-Krise hat unser Leben ordentlich auf den Kopf gestellt – und sie hinterlässt Spuren. Doch es gibt Lichtblicke. Denn aus jeder Krise gehen positive Dinge hervor. In unserer #Fuckorona-Reihe wollen wir jeden Tag aufmunternde Nachrichten weitergeben und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Heute: Der Hersteller für Kaffeefilter Melitta produziert jetzt auch Atemmasken.

In der allgegenwärtigen Corona-Krise zeigen sich immer mehr Unternehmen solidarisch und gleichsam kreativ. Ähnlich wie Trigema und Mey will nun auch das im ostwestfälischen Minden ansässige Unternehmen Melitta seinen Beitrag leisten.

Der Kaffeefilter-Hersteller stellt nun ab sofort millionenfach medizinische Schutzmasken her – in Form von Kaffee-Filtertüten. Melitta habe laut eigenen Angaben in der letzten Woche bereits eine Million Masken produziert und möchte diese Gesundheitseinrichtungen spenden.

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Melitta: Atemmasken sind nur ein erster Schritt

Bekannt, aber ungewohnt: Die Atemmaske hat die Form der bekannten Melitta-Filtertüte, besticht zugleich durch sehr gute Filtrations-, Atem- und Trageeigenschaften.

Angefertigt werden die Masken aus dreilagigem Vlies, der aus einer Meltblownlage besteht. Diese erfüllt den Standard für OP-Masken nach EN14683 und weist eine Bakterien-Filtrations-Effizienz (BFE) von mehr als 98 Prozent auf.

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Die Form der Melitta-Atemmaske ist zwar ungewohnt, erfüllt aber ihren Zweck und hat eine Bakterien Filtrations-Effizienz (BFE) von mehr als 98 Prozent. (Foto: Melitta)

Die Atemmaske lässt sich mit einem Clip oder Gummibändern am Kopf befestigen. Aufgrund der hohen Produktionskapazitäten plant Melitta kurzfristig bis zu eine Million dieser Masken täglich zu produzieren. Die Stückzahl lässt sich jedoch erhöhen, sofern die Grundmaterialien weiterhin in hoher Anzahl zur Verfügung stehen.

Ebenso plant das Unternehmen die Maske weiterzuentwickeln und an der Produktion von Atemschutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3 zu arbeiten. Auch an den Standorten in den USA und Brasilien sollen jene Masken produziert werden und Nord- wie Südamerika versorgen.

Unternehmen zapfen ihre Kapazitäten an

Die Liste der Unternehmen, die ihre riesigen Ressourcen nutzen, um der Pandemie entgegenzuwirken, wird immer länger. Die Solidarität wächst weiter. Bislang kannten wir viele Firmen nur durch ihr beständiges Streben nach Umsatz-Maximierung.

Doch nun sitzen wir alle zusammen in einem Boot und berufen uns auf das Wesentliche: auf unsere Menschlichkeit.

Und das ist die beste Nachricht des Tages.

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Philip Bolognesi war von 2018 bis 2020 in der Redaktion von BASIC thinking tätig. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover.