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Carryyygum im Test: Was taugt der kleinste Gepäckträger der Welt?

Christian Erxleben
Der elastische Gepäckträger Carryyygum an einem Fahrradlenker. (Foto: Christian Erxleben)

Carryyygum-Gründer Carl Heinze nennt sein Produkt gerne „den kleinsten Gepäckträger der Welt.“ Dabei handelt es sich eigentlich um ein Spann- und Klemm-System für den Fahrradlenker. Christian Erxleben hat das praktische Helferlein im Alltag getestet. So schneidet Carryyygum im Test ab.

Seinen Anfang nahm das Projekt von Carl Heinze vor rund zwei Jahren. Im Sommer 2018 begann der Münchner damit sein Produkt Carrryyygum* mit Hilfe des Unternehmens ID Design in Serienproduktion herzustellen.

Von der Kickstarter-Kampagne in die Höhle der Löwen

Doch was versteckt sich eigentlich hinter dem Carryyygum? Gründer Carl Heinze spricht selbst gerne vom „kleinsten Gepäckträger der Welt“ und damit hat er nicht einmal Unrecht.

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Wenn man es jedoch genau nimmt, handelt es sich bei seiner Erfindung um ein elastisches Band mit drei Halterungen, die jeweils über einen gummierten Klettverschluss verfügen. Dadurch lassen sich – so die Idee – kleine Gegenstände des Alltags bequem auch ohne Rucksack oder Gepäckträger auf dem Rad transportieren.

Zum Start des Projekts sammelte Carl Heinze damals knapp 20.000 Euro über eine Kickstarter-Kampagne ein. Im April 2020 konnte der Gründer dann in der Vox-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ einen Deal mit Investor Ralf Dümmel ergattern.

Seitdem befindet sich die praktische Erfindung auch in immer mehr stationären Geschäften wieder.

Carryyygum im Test: Befestigung am Fahrrad

Doch was taugt die Gummi-Erfindung wirklich? Um herauszufinden, wie sich der „kleinste Gepäckträger der Welt“ im Alltag schlägt, habe ich das Produkt ein paar Wochen getestet.

Der erste Punkt ist dabei natürlich die Befestigung am Fahrrad. Dafür erhält der Nutzer eine Bildanleitung. Diese hat sich zumindest in meinem Carryyygum-Test jedoch nicht als vollständig hilfreich erwiesen.

Das kann einerseits daran liegen, dass jedes Fahrrad natürlich ein paar individuelle Unterschiede aufweist. Andererseits kann es natürlich auch an der mangelnden Fähigkeit liegen, die Bilder zu interpretieren.

Nichtsdestotrotz wurden aus den angedachten drei Minuten Montage in meinem Fall gute 20 Minuten. Für die Erst-Befestigung an deinem Fahrrad solltest du also vielleicht schon ein wenig mehr Zeit einplanen.

Der Transport von Gegenständen

Ausgelegt ist das elastische System selbstverständlich auf kleine Gegenstände. Dazu zählen beispielsweise Bücher, Dosen und Flaschen. Auf der Produktverpackung selbst sind zudem eine Tüte mit Brötchen sowie eine Jacke eingeklemmt.

Tatsächlich stellen aber Jacken – je nach Größe – teilweise schon ein Problem dar. So ist ein Regenparka für Männer durchaus etwas voluminöser. Da braucht es für das Einklemmen und Befestigen schon ein paar Minuten. Schließlich dürfen die Gegenstände während der Fahrt auch nicht verrutschen oder in die Speichen geraten.

Denn klar ist in jedem Fall: Sollte sich der Gegenstand lösen und dadurch womöglich ein Unfall entstehen, trägt der Fahrer noch immer die Schuld. Bevor du dich also auf eine allzu wackelige Konstruktion einlässt, solltest du lieber doch zum Rucksack greifen.

Mit kleinen und vor allem festen Gegenständen wie Büchern hatte ich beim Test wiederum keine Probleme. Das angesprochene Beispiel der Brötchentüte konnte ich jedoch nicht so befestigen, dass ich mit gutem Gewissen eine Fahrt antreten konnte.

Carryyygum-Test: Das Fazit

Der „kleinste Gepäckträger der Welt“ ist durchaus praktisch – solange du die richtigen Gegenstände transportierst. Er stellt in meinen Augen jedoch keinesfalls eine Universal-Lösung dar, die den Gepäckträger, eine Tasche oder einen Rucksack obsolet macht.

Da jedoch der Carryyygum nach einmaliger Befestigung praktisch keine Anpassungen mehr benötigt, ist er eine hilfreiche Ergänzung. Wer jedoch unförmige Gegenstände oder beispielsweise Flaschen transportieren möchte, sollte dann doch eher zu herkömmlichen Mitteln greifen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.