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Burnout-Symptome: So fühlst du dich nach einem Tag, einem Monat und einem halben Jahr

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Ein Gefühl von innerer Enge ist ein starkes Burnout-Symptom. (Foto: Unsplash.com / Ian)
geschrieben von Christian Erxleben

Stress auf der Arbeit ist keine Seltenheit – und grundsätzlich auch erst einmal nicht schlimm. Doch mit der Zeit wehrt sich dein Körper gegen die ständige Überlastung. Das wiederum zeigt sich in körperlichen und psychischen Reaktionen. Das sind die zentralen Burnout-Symptome.

Wir alle kennen das Gefühl von Stress nur allzu gut. Wir kommen abends nach Hause und fallen zunächst einmal erschöpft auf unser Sofa. Manchmal resignieren wir sogar schon am Arbeitsplatz. Wir starren in die Gegend und haben das Gefühl, dass uns jeglicher Halt und ein klares Ziel fehlt. Die Sorgen erdrücken uns.

Der Unterschied zwischen akutem und chronischem Stress

In der Regel können wir mit diesen Situationen gut umgehen – zumindest, wenn sie nur punktuell und sehr selten aufkommen. Schließlich ist akuter Stress nur eine körperliche Reaktion auf einen anstregenden Tag, eine Verletzung, Streitigkeiten oder Belanglosigkeiten wie einen Stau.


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Dem gegenüber steht der chronische Stress. Dieser ist das Resultat aus fortlaufender psychologischer Belastung aus dem Umfeld. Das kann beispielsweise aufgrund von monetären Sorgen entstehen. In den meisten Fällen jedoch geschieht es aufgrund der beruflichen Situation.

Grundsätzlich reagieren wir Menschen alle unterschiedlich auf Stress. Das haben mehrere Studien und Wissenschaftler mehrfach bewiesen. Deshalb ist es auch nicht pauschal möglich, Burnout-Symptome für die gesamte Gesellschaft festzustellen.

Allerdings gibt es durchaus Anzeichen, die in den meisten Fällen auftreten. Genau diese wollen wir dir einmal vorstellen.

Eine Bitte noch vorab: Wenn du diese oder ähnliche Symptome erkennst, suche umgehend das Gespräch mit deinem Arzt. Und falls es ganz schlimm ist, die Zeit drängt oder du die Not spürst, kannst du auch den Notruf wählen.

Burnout-Symptome nach einem Tag

Falls du, wie beschrieben, einen stressigen Tag hast, musst du dir nicht gleich Sorgen machen. Wenn wir uns in einer normalen Lebenssituation befinden, ist unser Körper hervorragend dazu in der Lage, etwaige Ermüdungserscheinungen zu kompensieren.

Trotzdem gilt natürlich: Gönne dir an diesem Abend unbedingt Ruhe und sorge nicht noch durch Sport oder andere Tätigkeiten für zusätzlichen Stress.

Burnout-Symptome nach einer Woche

Bleibt dein Stresspegel über mehrere Tage hoch, steigt dein Cortisol-Spiegel langsam an. Das macht dich anfälliger für Krankheiten. Deshalb zeichnet sich chronischer Stress nach der ersten Woche bereits durch Anzeichen wie Erkältungen, Schnupfen, Husten, Schüttelfrost oder Schlafentzug aus.

Ein weit verbreitetes Beispiel dafür sind beispielsweise Studenten und Auszubildende, die in Prüfungsphasen – also den Zeiten des hohen Drucks – oftmals krank werden.

Wenn du also über mehrere Tage hinweg ein paar Symptome einer Erkältung mit dir herumschleppst, solltest du das nicht ignorieren, sondern dir ernsthaft Gedanken darüber machen, ob der Auslöser dafür nicht der Stress auf der Arbeit ist.

Burnout-Symptome nach einem Monat

Je länger der Zustand des dauerhaften Stress anhält, desto mehr ergänzen psychische Anzeichen die körperliche Ebene. Dazu gehören beispielsweise eine gesteigerte Reizbarkeit und ein Gefühl von Enge, Angst und Erdrücken innerhalb deines Körpers.

Außerdem schlägt sich der Stress auf deine Ernährung um. Dein Essensverhalten verändert sich. Du nimmst zu, obwohl du vielleicht sogar weniger ist, beginnst, Haare zu verlieren und leidest unter Durchfall oder Verstopfung. Ebenso sind Bauchschmerzen oder Blähungen eine Folge.

Spätestens bei diesem Symptomen solltest du dringend das Gespräch mit deinem Arzt suchen oder dir ernsthafte Gedanken dazu machen, wie du dein Leben verändern kannst.

Burnout-Symptome nach einem halben Jahr

Falls du über ein halbes Jahr hinweg nichts an deiner Situation änderst, beginnst du ernsthaft, dich einem Burnout auszusetzen.

Du merkst, dass du weniger Freude im Leben hast, pessimistischer bist und den körperlichen und gesellschaftlichen Kontakt meidest – auch zu Freunden, Familie und Partnern. Du beginnst dich zu isolieren und versuchst deine Probleme zu lösen – zum Beispiel durch Alkohol-Missbrauch.

Mit jedem Tag, mit dem du dich dem Stress weiter aussetzt, steigt dein Blutdruck und zudem das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts. Auch chronische Schmerzen können eine Folge sein.

Fazit: Höre auf deinen Körper

Insbesondere am Anfang schenken wir Symptomen wie Verstopfung, Durchfall oder auch Ermüdung in vielen Fällen zu wenig Beachtung. Wir suchen Ausreden und stellen unseren Geist mit plausiblen Erklärungen ruhig. Selbstverständlich kann der Husten auch von einer normalen Erkältung kommen.

Sobald du jedoch dauerhaft oder in häufiger Konsequenz eines oder mehrere dieser Anzeichen feststellst, zögere bitte nicht und suche dir medizinische Hilfe. Denn je länger du damit wartest, desto schlimmer sind die persönlichen Folgen für dich.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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