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Grüner Wasserstoff: Busse in Bremerhaven sollen ab 2022 emissionsfrei fahren

Marinela Potor
Sieben klimafreundliche Brennstoffzellenbusse sollen ab 2022 durch Bremerhaven fahren. (Foto: GP Joule)

Ab 2022 sollen sieben Linienbusse in Bremerhaven emissionsfrei fahren. Grüner Wasserstoff soll dafür vor Ort mit Windkraft produziert werden. Wir stellen dir das Konzept und das Pilotprojekt im Detail vor.

Bremerhaven will klimafreundlicher werden. Dazu möchte die Stadt einige ihrer Diesel-Linienbusse mit Brennstoffzellenbussen ersetzen. Ab 2022 sollen konkret sieben Linienbusse emissionsfrei fahren. Für die Brennstoffzellenfahrzeuge wird dafür eigens grüner Wasserstoff vor Ort produziert.

Grüner Wasserstoff: Lokaler Wasserstoff für lokalen Transport

Dieser soll in einer Elektrolyse-Anlage mit einer Kapazität von zwei Megawatt entstehen. Daran angeschlossen wird auch eine eigene Wasserstofftankstelle für die Busse. Die Anlage wird somit praktischerweise direkt auf dem Betriebsgelände der Bremerhaven Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft errichtet.

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Dazu hat die Stadt eigens die HY.City GmbH & Co. KG gegründet, die die Anlage betreibt.

Hauptgesellschafter ist das Unternehmen GP Joule gemeinsam mit dem Start-up Green Fuels. GP Joule hilft Unternehmen beim Einsatz grüner Energiekonzepte. Auch Green Fuels aus Bremerhaven hilft bei der Entwicklung, Planung und Umsetzung von nachhaltiger Energieversorgung.

So entsteht also lokaler grüner Wasserstoff für den lokalen Nahverkehr.

Erst sieben, dann zehn Busse

Zunächst sind sieben Busse geplant. Langfristig sollen aber zehn Wasserstoff-Busse fahren und somit existierende Dieselfahrzeuge ersetzen.

Wasserstoff ist nachhaltiger als Diesel, weil lokal keine Emissionen entstehen. Aus dem Auspuff von Brennstoffzellen-Fahrzeugen, die mit Wasserstoff betrieben werden, kommt lediglich Wasserdampf.

Das Problem beim Einsatz von Wasserstoff-Fahrzeugen ist bislang die Herstellung von Wasserstoff. Denn meistens wird dieser aus fossilen Rohstoffen gewonnen. Es ist zwar auch möglich, grünen Wasserstoff über Elektrolyse zu erzeugen. Doch das erfordert sehr viel Energie und ist deshalb nicht sehr effizient.

Norddeutschland hat hierbei aber einen Vorteil. Denn hier gibt es häufig Energie-Überschüsse aus der Windkraft. Genau diese soll auch im Bremerhavener Projekt zum Einsatz kommen, damit so grüner Wasserstoff entstehen kann.

Nordwesten soll Leuchtturmregion für Wasserstoff werden

So wolle man eine „regionale Wasserstoffwirtschaft im Nordwesten“ etablieren, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Unternehmen.

„Wir schlagen das nächste Kapitel der Mobilitätswende auf und legen die Grundlage für die grüne Verkehrszukunft in Bremerhaven. Wasserstoff-Busse können erheblich zur Senkung der CO2- und Schadstoffemissionen im Verkehrssektor beitragen“, sagt Andreas Wellbrock, Geschäftsführer von Green Fuels.

Das Bremerhavener Projekt soll wiederum Teil des größeren Programms „Hy-Land Wasserstoffregionen in Deutschland“ werden. Dies ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie der Bundesregierung.

Die Bundesregierung fördert im Rahmen dieses Programms innovative Wasserstoffprojekte. Allein im Nordwesten sollen 90 Millionen Euro investiert werden, 20 Millionen Euro kommen dabei vom Bund.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.