Luca-App, Corona

Aufregung um Luca-App: Alles nur geklaut?

Marinela Potor
Culture4life GmbH

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Schock um die beliebte Corona-App „Luca“. Angeblich haben die Programmierer den Quellcode der Luca-App abgekupfert und dies auch noch versucht zu vertuschen. 

Sie war zunächst mit viel Zuspruch begrüßt worden. Nun hagelt es Kritik. Es geht um die Luca-App. Die Programmierer der Corona-App haben angeblich Bestandteile des Codes nicht selbst entwickelt, sondern kopiert.

Das sagen jedenfalls Kritiker, nachdem die Entwickler jetzt den Quellcode der Luca-App offengelegt haben.

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Demnach ist der Code von Open-Source-Programmen abgekupfert.

Erst „klauen“, dann vertuschen

Das an sich wäre eigentlich nicht so dramatisch. Schließlich sind Open-Source-Codes dazu gedacht, dass sie öffentlich nutzbar sind. Das Problem: Im Fall der Luca-App versuchten die Programmierer die wahren Ursprünge des Codes zu vertuschen.

Sie entfernten dazu wohl die erforderlichen Hinweise zur Lizenz und Urheberrechten des „geborgten“ Codes. Doch das ist noch nicht alles.

Wie Hacker der Gruppe „Zerforschung“ herausgefunden haben wollen, versah die Luca-App den eigenen Code auch noch mit einer restriktiven Lizenz.

Nachdem es öffentlich herbe Kritik dafür gegeben hatte, hat die Luca-App ihre Lizenz angepasst. Andernfalls hätte sogar wahrscheinlich der Rausschmiss aus dem App-Store gedroht.

Gegenüber Netzpolitik.org räumte Mitgründer Mitgründer Patrick Henning „Fehler“ ein.

Das ist keine besonders gute Entwicklung für die Corona-App, die zunächst sehr viel Lob erhalten hatte, dann aber auch wegen mangelnden Datenschutzes in der Kritik stand. Die App speicherte nämlich User-Daten zentral. Es war aber nicht klar, wie diese weiter verarbeitet wurden.

Luca-App startete mit guter Idee

Dabei ist die Idee der App durchaus löblich, weshalb sie auch prominente Unterstützer hatte, wie etwa von Rapper Smudo von den Fantastischen Vier.

Die App bot Nutzerinnen und Nutzern eine digitale Dokumentation bei Veranstaltungen oder in Restaurants sowie die Nachverfolgung von Kontakten bei Infektionsketten.

Nutzerinnen und Nutzer erhielten dafür zunächst einen QR-Code. Diesen wiederum konnten Einrichtungen einfach einscannen, und somit auf die umständliche Dokumentation mit Bleistift und Papier verzichten.

Bundesländer wie Berlin und Mecklenburg-Vorpommern nutzen die App bereits als Teil ihrer Öffnungsstrategien. Weitere Bundesländer hatten die Einführung der Luca-App geplant.

Ob sie dies nun tun werden, bleibt abzuwarten.

Denn auch die deutsche Corona-Warn-App enthält nun bald ein entscheidendes Update, das sie in direkter Konkurrenz zur Luca-App stellt. Auch hier soll das Einscannen an Orten per QR-Code in den nächsten Tagen möglich werden.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.