Facebook, Nutzerdaten, Datenleak, Datenskandal, Facebook Datenskandal, Facebook-Datenskandal

Aussitzen statt aufklären: Das ist die Skandal-Strategie von Facebook

Maria Gramsch
Facebook will sich zu seinem neusten Datenskandal lieber nicht äußern. (Foto: pixabay.com / TheDigitalArtist)

Anzeige

Facebook hat sich mal wieder in einen Datenskandal verstrickt. Doch statt Schadensbegrenzung zu betreiben, hat sich der Konzern dazu entschieden, die ganze mediale Aufregung rund um den Facebook-Datenskandal einfach auszusitzen.

Anfang April war es mal wieder soweit: Es gab einen neuen Facebook-Hack.

Dabei wurden die persönlichen Informationen von mehr als 533 Millionen Facebook-Nutzer:innen in einem Hacker-Forum veröffentlicht. Dazu zählten Telefonnummern, Geburtsdaten und zum Teil auch E-Mail-Adressen. Auch zahlreiche Politiker:innen waren betroffen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Wie der Spiegel berichtet, tauchten im Forum auch private Nummern von Menschen auf, die zuvor unter anderem vom sogenannten NSU 2.0 oder anderen rechtsextremistischen Gruppierungen bedroht worden sind.

Zuvor hatte bereits Alon Gal von der Cybersecurity-Firma Hudson Rock auf Twitter auf das Datenleck aufmerksam gemacht. Er habe die Daten bereits im Januar 2021 über einen kostenpflichtigen Bot entdeckt.

Und was macht Facebook?

Der große „soziale“ Tech-Gigant hüllt sich in Schweigen – man beabsichtige nicht, betroffene Nutzer:innen zu informieren, berichtete Reuters nur fünf Tage nach Bekanntwerden des Leaks.

Ein Sprecher begründet diesen Schritt damit, dass Facebook selbst nicht sicher wisse, wer genau betroffen ist und wer nicht. Aber immerhin habe der Konzern das Leck nach Bekanntwerden gestopft.

Facebook-Strategie: Aussitzen statt aufklären

Nun zeigt eine versehentliche versandte E-Mail an die belgische IT-Nachrichtenseite Data News, dass das geplante Nicht-Informieren zu einer größeren Strategie gehört.

Facebook hat sich nämlich dazu entschlossen, nicht auf Konfrontation zu gehen. Stattdessen will das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg den aktuellen Facebook-Datenskandal einfach entspannt auszusitzen. Das ist demnach vermutlich auch die Strategie für künftige Leaks und Pannen.

Facebook-Datenskandal bleibt keine Ausnahme

Vorausgegangen war der versehentlichen E-Mail eine Presseanfrage von Data News. Mit einer so ausführlichen Antwort hatten die belgischen Journalist:innen aber wohl kaum gerechnet.

Denn im Anhang befand sich unter anderem auch die Aussage der europäischen Kommunikationsabteilung zum neusten Daten-Leak.

Da die Aufsichtsbehörden sich auf das Thema eingeschossen haben, solltet ihr davon ausgehen, dass der beständige Trommelschlag der Kritik in der Presse anhalten wird. Es ist aber wichtig zu wissen, dass sowohl die Berichterstattung als auch die Diskussion in sozialen Netzwerken weiter stetig nachlassen.

Die Verantwortlichen von Facebook, die in dem internen Memo versuchen, ihre Hände in Unschuld zu waschen, erwarten „langfristig weitere solcher Scraping-Fälle“. Es sei wichtig, diese in der öffentlichen Kommunikation zum Skandal „als Problem der ganzen Branche darzustellen und zum anderen als regelmäßig auftretende Aktivität zu normalisieren.“

Angenommen, die mediale Berichterstattung lässt weiter nach, planen wir keine weiteren Statements zu dem Problem.

Auch interessant:

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Graphic Designer & Content Creator (m/w/d)
FamiCord AG in Leipzig
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Werkstudent*in Online Marketing (w/m/div)
Sparda-Bank Berlin eG in Berlin
Key Account Manager (m/w/d) im Bereich Online...
AZ fundraising services GmbH & Co. KG in Gütersloh
Intern/Working Student (m/f/d) in Generative AI
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Senior Cyber Security Engineer (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Teile diesen Artikel
Folgen:
Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.