Grün Unterhaltung

Die Höhle der Löwen: 8 Fragen an die Gründer von Primoza

Orlando Zaddach, Manuela Baron und Tobias Aufenanger, Primoza, Jahreskalender
Orlando Zaddach (l.), Manuela Baron und Tobias Aufenanger aus Nürnberg präsentieren mit Primoza einen Jahreskalender mit Samenblättern. Sie erhoffen sich ein Investment von 300.000 Euro für 7,5 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen. (Foto: TV NOW / Bernd-Michael Maurer)
geschrieben von Christian Erxleben

In diesem Fragebogen stellen wir Gründern und Teilnehmern der Vox-TV-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“, richtig geraten, Fragen zu ihrem Produkt und ihren Erfahrungen mit der Show. Diesmal: Orlando Zaddach, Manuela Baron und Tobias Aufenanger von Primoza.

Stellt unseren Lesern euer Produkt kurz vor.

Das Besondere beim „Wachsenden Kalender“ ist, dass die einzelnen Blätter Samenpapier enthalten, das einfach eingepflanzt werden kann. Der Rest des Kalenderblatts ist liebevoll illustriert und enthält Infos zu der jeweiligen Pflanze des Monats und Tipps zum Anpflanzen.


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Wir haben mehrere Kalender-Linien – vom „Tausendsassa“ für Einsteiger*innen bis hin zu den „Vergessenen Sorten“. Außerdem haben wir Samenpapier-Grußkarten, Samenbomben und andere Produkte rund ums Gärtnern im Programm.

Die Idee zu Primoza

Wie seid ihr auf die Idee zu Primoza gekommen?

Wir standen 2017 beim „5 Euro Business“-Wettbewerb im Rahmen eines Uni-Seminars vor der Aufgabe, mit fünf Euro ein Unternehmen zu starten. Und wir wollten etwas Sinnvolles und Nachhaltiges entwickeln.

In einem Brainstorming entstand die Idee des „Wachsenden Kalenders“. Es ging uns darum, dass Menschen wie wir selbst ganz einfach mit dem Gärtnern starten können – Menschen ohne Erfahrung mit Pflanzen, Menschen ohne eigenen Garten.

Der Weg von Primoza zu DHDL und der Pitch

Wie seid ihr zu „Die Höhle der Löwen“ gekommen?

Wir kannten die Sendung und fanden es spannend, zu sehen, auf welche Ideen andere Unternehmer kommen – und wir hatten das Gefühl, dass die Leute immer gut aus der Sendung rausgehen, auch wenn sie keinen Deal bekommen.

Aus unserem Bekanntenkreis kam immer öfter die Anregung: „Das wär doch auch was für euch?“ Wir haben uns dann zweimal beworben und uns total gefreut, dass es beim zweiten Mal geklappt hat.

Kurz vor eurem Pitch: Was ging in euch vor?

Wir waren erstaunlich ruhig – und sowas von bereit. Wir dachten: Wir wollen jetzt da rausgehen und zeigen, was wir hier geleistet haben! Und wie toll unsere Produkte sind. Wir haben uns sehr intensiv auf den Auftritt vorbereitet. In den Wochen zuvor lagen alle anderen Projekte auf Eis.

Wir wollten unbedingt einen individuellen Präsentationsstand und haben den Stand mitgebracht, mit dem wir auch auf Indoor-Weihnachtsmärkten unterwegs sind. Und wir haben den Pitch in unserer Lagerhalle mehrmals vor unserem Team und vor Freund*innen durchgespielt.

Wie liefen die Verhandlungen?

Wir hatten von Anfang an das Gefühl, dass wir gut bei den Löwen ankommen. Erst einmal haben wir sie durch unsere Produkte geführt und ihnen unsere Kalender auch in die Hand gegeben. Carsten Maschmeyer hat gleich begeistert von seinem Garten in der Provence erzählt und uns gesagt, wie toll er die Idee findet.

Auch wenn letztlich keiner eingestiegen ist, haben wir viel Lob bekommen. Ralf Dümmel – den wir als potenziellen Investor vorab besonders im Fokus hatten – hat uns rückgemeldet, er würde eigentlich gern investieren, hätte aber das Gefühl, wir wuppen das auch ohne Deal.

Die nächsten Schritte für Primoza

Was ist seit der Aufzeichnung passiert?

Wir hatten in der Zeit – wie viele andere Unternehmen auch – große Sorgen durch Corona. Weihnachtsmärkte waren unser Hauptvertriebskanal. Daher war nicht klar, wie es weitergehen würde.

Wir sind ein paar Wochen in Kurzarbeit gewesen. Aber wir haben dann Vollgas gegeben, unsere Strategie geändert, unseren Webshop auf Vordermann gebracht und uns ins Online Marketing eingearbeitet. Mit ganz viel Rückenwind konnten wir dann sogar neue Mitarbeiter*innen einstellen. Für die Zukunft haben wir große Pläne!

Die nächsten Schritte für euer Produkt?

Neben den verschiedenen Kalender-Linien haben wir ganz neu einen Familien-Multiplaner, mit dem auch gebastelt werden kann. Außerdem verstehen wir uns nicht nur als Unternehmer*innen, sondern wollen auch die Welt verbessern. Nachhaltigkeit soll sich nicht nur auf die Produkte beschränken.

Darum planen wir unter anderem, Urban-Gardening-Workshops in verschiedenen Städten anzubieten und ein grünes Musikfestival in unserer Heimatstadt Nürnberg zu veranstalten, sobald das wieder möglich ist. Und wir möchten mit Menschen weltweit Projekte anstoßen und Dinge zum Guten verändern.

Wie bewertet ihr rückblickend die bisherige Erfahrung „Die Höhle der Löwen“ für euch persönlich und für euer Produkt?

Die Erfahrung war einfach toll, auch wenn es zu keinem Deal gekommen ist. Durch die Vorbereitung auf den Pitch haben wir uns noch einmal ganz intensiv mit unseren Produkten und uns selbst beschäftigt.

Und das Feedback von so erfahrenen Investor*innen war total spannend für uns. Zu hören, dass wir auf einem guten Weg sind, dass unsere Produkte Menschen begeistern können und unser Geschäftsmodell stimmt – das hat uns noch einmal gepusht und Auftrieb gegeben.

Vielen Dank für das Gespräch.


→ Primoza gibt es hier zu kaufen.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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