Wirtschaft

Verkauft Tesla-CEO Elon Musk wirklich 10 Prozent seiner Aktien?

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Pixabay.com/ IJRO
geschrieben von Fabian Peters

Elon Musk ließ seine Fans via Twitter darüber abstimmen, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen solle. Das Ergebnis ist relativ eindeutig. 57,9 Prozent sprachen sich dafür aus. Der Tesla-Chef versprach, sich an das Ergebnis der Twitter-Umfrage zu halten. Wir erklären die Hintergründe.

Sechs Milliarden US-Dollar gegen den Welthunger?

Mit rund sechs Milliarden US-Dollar ließe sich ein entscheidender Beitrag gegen den Welthunger leisten. Millionen von Menschen könnte so das Leben gerettet werden.

Die Summe entspräche dabei lediglich zwei Prozent des aktuellen Vermögens von Tesla-CEO Elon Musk, so die Rechnung von David Beasley, dem Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP).


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Beasley forderte die reichsten Menschen der Welt zuvor indirekt dazu auf, den Welthunger zu bekämpfen. Musk reagierte via Twitter und äußerte, dass er grundsätzlich dazu bereit sei zu spenden.

Seine Forderung: Die WFP müsse ihm einen Plan aufzeigen, wie der Welthunger konkret mit sechs Milliarden US-Dollar bekämpft werden könne. Sobald dieser Prozess erklärt und öffentlich nachvollziehbar sei, wolle er Tesla-Aktien verkaufen.

Twitter-Umfrage: Elon Musk soll zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen

Da Musk laut eigenen Angaben zudem kein eigenes Gehalt bezieht, sei ein Aktienverkauf die einzige Möglichkeit für ihn, Steuern zu entrichten. Dem will der Tesla-CEO nun offenbar nachkommen.

Via Twitter startete Musk deshalb eine Umfrage, in der er seine Follower fragte, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien veräußern solle. Das wären für Musk, der dem Vernehmen nach rund 21 Prozent der Tesla-Aktien hält, umgerechnet rund 20 Milliarden US-Dollar.

Auch für den Fiskus sollte so eine ordentliche Summe zusammenkommen. An der Umfrage, die mittlerweile abgeschlossen ist, nahmen derweil über 3,5 Millionen Menschen teil. 57,9 Prozent sprachen sich dafür aus, dass Musk das vorgeschlagene Aktienpaket verkaufen soll.

Eine Reform des Steuersystems in den USA?

Mit dem rasanten Kursanstieg der Tesla-Aktie ist das Vermögen von Elon Musk zuletzt – zumindest auf dem Papier – zwar stark gewachsen. Allerdings werden Steuern laut den aktuellen US-Gesetzen erst dann fällig, wenn die Kursgewinne durch einen Verkauf eingestrichen werden.

Politiker:innen in den USA diskutieren deshalb momentan eine Reform des Steuersystems. Demnach solle der Fiskus künftig bereits beim Vermögen ansetzen können, um Steuern zu erheben. Auch deshalb schlug Musk vor, zehn Prozent seiner Tesla-Aktien zu verkaufen.

An das Ergebnis der Twitter-Umfrage wolle sich der Tesla-CEO zudem halten. Er machte jedoch keine genauen Angaben dazu, wann er das Aktienpaket abstoßen wolle. Für die Aktienverkäufe von Top-Managern gibt es in den USA zudem oftmals vorab definierte Zeitpläne.

Ob Musk einen Teil des Erlöses letztlich auch an die Welthungerhilfe spendet, ist derzeit noch unklar. Der Kurs der Tesla-Aktie sank in den vergangenen Tagen derweil um rund drei Prozent. Allerdings stieg die Tesla-Aktie alleine im letzten Monat um rund 50 Prozent.

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Über den Autor

Fabian Peters

Schreibt seit Januar 2021 für BASIC thinking. Studierte Germanistik & Politikwissenschaft and der Universität Kassel (Bachelor), Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master). Hat bereits für die Frankfurter Rundschau sowie die Magazine Pressesprecher und Politik&Kommunikation geschrieben.

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