Amazon umschifft lange Lieferzeiten mit eigenen Containern und Booten

Felix Baumann
Bild: Wicked Monday

Anzeige

Die aktuell anhaltende Coronavirus-Pandemie hat uns eine Sache besonders deutlich gemacht: Unsere Lieferketten sind bisher extrem fragil gewesen und lassen keine großen Unterbrechungen oder Lieferschwierigkeiten zu. So haben nach über 1,5 Jahren Automobilhersteller noch immer Probleme ihre Teile zu bekommen, aber auch auf anderen Märkten gibt es eine anhaltende Knappheit.

Das sorgt hier und da dafür, dass Produkte nicht vorrätig sind, eine lange Lieferzeit besitzen oder aber vergleichsweise teuer geworden sind. Damit wir aber weiterhin fleißig einkaufen und für unseren täglichen Bedarf Amazon als Händler der Wahl nutzen, hat das dahinterstehende Unternehmen (vielleicht sogar unabsichtlich) vorausschauend geplant.

Denn das Unternehmen nutzt nicht mehr die klassischen Containerschiffsanbieter oder mietet gar Container in China an, sondern setzt auf eine komplett eigene Lösung. Einerseits werden eigene Schiffe gechartert, um Waren aus beispielsweise China in die Welt zu bringen, außerdem werden nicht die überladenen Häfen angesteuert, sondern andere Regionen. In den Vereinigten Staaten lässt man Waren etwa nach Washington verschiffen und bringt diese dann über den Landweg nach L.A., anstatt das überlaufene L.A. direkt anzusteuern.

Mit Amazon Prime kommen viele Produkte sogar noch am selben Tag (Bild: Andrew Stickelman)

Weiterhin hat man über die letzten Jahre bis zu 10.000 eigene Container anfertigen lassen und in die Welt geschickt. Der Vorteil ist der, dass Amazon diese nicht wieder an einen Vermieter in China zurückgeben muss, sondern jeder Container flexibel eingesetzt werden kann. Ist er einmal in den Staaten, kann dieser für den Schienentransport eingesetzt werden oder aber mit anderen Dingen nach Europa gebracht werden.

In das Verschiffen von Waren investierte Amazon im Jahr 2020 knapp 61 Milliarden Dollar, 72 Prozent der eigenen Waren nimmt der Onlinehändler inzwischen in die eigene Hand. Das sind zwar immense Investitionen, bedenkt man aber, dass Containerpreise während der Pandemie von 2.000 Dollar auf 20.000 Dollar geklettert sind, hat Amazon mal wieder proaktiv gehandelt.

Produkte mit einer hohen Marge werden erst gar nicht auf den Seeweg geschickt. Umgebaute Flugzeuge (etwa solche des Typs Boeing 777) werden mit bis zu 110.000 Kilogramm an Waren in die Lüfte geschickt und landen noch schneller am Zielort. Zum Vergleich: Ein Containerschiff schafft das 180 bis 3.600-fache, ist aber auch deutlich länger unterwegs. So zeigt Amazon mal wieder, dass sich langfristige Investitionen lohnen und selbst eine Pandemie nur kleine Probleme mit sich bringen kann.

Via CNBC

🤝 25 Euro geschenkt!

Eröffne jetzt dein kostenloses NIBC Tagesgeld und erhalte bis zu 2,75 Prozent Zinsen auf dein Geld! Und obendrauf gibt's sogar noch 25 Euro geschenkt!


Jetzt Zinsen sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Intern (m/f/d) in Digital Marketing
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Teile diesen Artikel
Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.